Umweltferkel kippt illegale Abfälle auf Truppenübungsplatz ab

Dieser Anblick ent­setzt nicht nur unsere Leserin Sophie Leistner: Unbe­kannte kippten ihre Abfälle illegal am Ein­gang zum Trup­pen­übungs­platz ab. (Foto: Sophie Leistner)

Sophie Leistner traute ihren Augen nicht, als sie am Don­nerstag voriger Woche (28.3.) auf dem „Truppi“ in Hengsen spa­zieren ging: Direkt neben der Schranke zum Ein­gang des Trup­pen­übungs­platzes hatte ein Umwelt­ferkel eine ganze Wagen­la­dung Müll in die Land­schaft gekippt.

Offenbar hatte sich dort jemand seines gesamten alten Haus­rates illegal ent­le­digt: dar­unter ein alter Tep­pich, ein Lat­ten­rost, Schränke, Schub­laden und selbst eine Tasche mit Geschirr fand sich in der Müll­kippe am Weges­rand. Noch immer sprachlos, aber richtig wütend über soviel Unver­fro­ren­heit foto­gra­fierte Sophie Leistner die ille­gale Müll­kippe uns die Fotos mit der Bitte um Ver­öf­fent­li­chung. „Viel­leicht kann man anhand der Fotos ja eine Suche starten und den Ver­ur­sa­cher dieses Umwelt­skan­dals ermit­teln“, so ihre Hoff­nung.

Die Chancen stehen nicht schlecht. Denn im Müll­haufen fanden sich auch per­sön­liche Hin­weise auf den Ver­ur­sa­cher wie eine Foto­tasse mit dem Bild eines Kindes.

Abfallsammlung ruft Umweltsünder auf den Plan

Offenbar ent­le­digte sich das Umwelt­ferkel seines kom­pletten Haus­rates. Die Gemeinde hat die Abfälle inzwi­schen ent­sorgt und sucht nun den Ver­ur­sa­cher. (Foto: Sophie Leistner)

Auch Orts­vor­ste­herin Petra Kittl war fas­sungslos, als sie von der ille­galen Abfall­ent­sor­gung erfuhr. Sie hat die Abfälle inzwi­schen der Gemeinde gemeldet und ent­sorgen lassen. „Ich kann nur hoffen, dass sich der Ver­ur­sa­cher ermit­teln lässt“, so die Orts­vor­ste­herin.

Petra Kittl ver­mutet, dass jemand im Vor­feld der ange­kün­digten Sam­mel­ak­tion am kom­menden Wochen­ende in den Orts­teilen noch schnell seine Abfälle los­werden wollte und diese ein­fach ins Grüne gekippt hat. „Leider ist das kein Ein­zel­fall. Wir erleben so etwas immer wieder, wenn wir unsere all­jähr­li­chen Sam­mel­ak­tionen ankün­digen. Das ist eine Sauerei. Wir haben schon alte Reifen, Ölka­ni­ster und alles Mög­liche in der Land­schaft gefunden.“

Wegen dieses Zusam­men­hangs haben die beiden Orts­vor­steher sogar schon über­legt, ihre regel­mä­ßigen Abfall­samm­lungen gar nicht mehr öffent­lich anzu­kün­digen, um keine Umwelt­ferkel auf den Plan zu rufen. „Leider geht das nicht, Denn wir sind natür­lich auf die Mit­hilfe der Bürger bei der Samm­lung ange­wiesen.“

Treff­punkt für die Abfall­samm­lung am kom­menden Samstag (6. April) ist ab 10 Uhr an den beiden alten Gerä­te­häu­sern der Feu­er­wehr in Hengsen und Opher­dicke.

Illegale Müllkippe


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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