Umweltausschuss genehmigt Fällen von 15 gemeindeigenen Bäumen

Auch dieser mehrstämmige Ahornbaum in der Dudenrothschule muss gefällt werden: Das Wurzelwerk des Baumes beschädigt die Kanalisation und hebt die Tartanbahn auf dem Schulhof. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Auch die­ser mehr­stäm­mi­ge Ahorn­baum in der Duden­roth­schu­le muss gefällt wer­den: Das Wur­zel­werk des Bau­mes beschä­digt die Kana­li­sa­ti­on und hebt die Tar­tan­bahn auf dem Schul­hof. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

In ihrer ersten Sit­zung im neu­en Jahr hat­ten die Mit­glie­der des Umwelt­aus­schus­ses heu­te (29. Janu­ar) gleich über meh­re­re Fäll­an­trä­ge für ins­ge­samt 16 Bäu­me auf gemein­de­ei­ge­nem Grund zu ent­schei­den.

Kon­kret ging es um ins­ge­samt 15 Bäu­me, dar­un­ter Buchen, Ahorn und Hain­bu­chen, die der Erwei­te­rung der Offe­nen Ganz­tags­be­treu­ung der Paul-Ger­hardt-Schu­le wei­chen müs­sen. Das alle Frak­tio­nen sich für den geplan­ten Neu­bau eines Pavil­lons ent­schie­den hat­ten, sprach sich der Aus­schuss heu­te auch ein­stim­mig für das Fäl­len der Bäu­me aus. Die Ver­wal­tung hat­te neun Ersatz­pflan­zun­gen vor­ge­schla­gen. Auf Vor­schlag der SPD sol­len aber nun 15 neue Bäu­me gesetzt wer­den.

Bäume werden 1: 1 durch neue ersetzt

Auch für das Fäl­len eines mehr­stäm­mi­gen Ahorn­bau­mes auf dem Schul­hof der Duden­roth­schu­le fiel die Ent­schei­dung ein­stim­mig. Die Wur­zeln des Bau­mes haben die Kana­li­sa­ti­on zer­stört, wie sich bei einer Über­prü­fung her­aus­ge­stellt hat und außer­dem die Tar­tan­bahn auf dem Schul­hof ange­ho­ben. Auch die­sen Baum wird die Gemein­de 1:1 durch eine Neu­an­pflan­zung erset­zen.

Schließ­luch wur­de auch der Antrag der CDU bera­ten, die einen Akti­ons­plan für die Grün­pfle­ge ein­for­dert (Emscher­blog berich­te­te). Bernd Hell­weg, Lei­ter des Bau­be­triebs­ho­fes, erklär­te dazu, dass es tat­säch­lich noch kei­nen fer­ti­gen Akti­ons­plan gibt. Doch selbst­ver­ständ­lich wür­den die Grün­an­la­gen syste­ma­tisch gepflegt. „Ganz so dra­ma­tisch sehen ich den Pfle­ge­zu­stand auch nicht. Es gibt kei­ne so ganz unge­pfleg­ten Flä­chen, höch­stens für eine kur­ze Zeit. Des­halb hät­te ich es ger­ne auch etwas kon­kre­ter und nicht aufs gan­ze Gemein­de­ge­biet bezo­gen.“

Politik fordert Aktionsplan für Grünflächenpflege

Dem wider­spra­chen aller­dings die Frak­tio­nen uni­so­no: Der Bau­be­triebs­hof sei mit neu­en Maschi­nen und neu­em Per­so­nal auf­ge­rü­stet wor­den. Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel habe auch in den Klau­sur­be­ra­tun­gen im Herbst schon bestä­tigt, dass nun­mehr Per­so­nal aus­rei­chend vor­han­den sei und auch ein Pfle­ge­kon­zept erar­bei­tet wer­de. Inso­fern sei der Antrag der CDU eigent­lich auch gar nicht mehr erfor­der­lich gewe­sen. Der CDU-Antrag wur­de ein­stim­mig bei zwei Ent­hal­tun­gen ange­nom­men.

Wir haben aus­schließ­lich ein Ange­bot auf frei­wil­li­ger Basis für Flücht­lin­ge gemeint. Unse­rer Frak­ti­on liegt fern, Flücht­lin­ge zu Arbeit in den Grün­flä­chen zu ver­pflich­ten.“

Die­ter Bucke­mül­ler, CDU-Spre­cher im Umwelt­aus­schuss

Kri­tik hat­te es zuvor von der SPD und den Grü­nen ledig­lich am Antrag der CDU gege­ben, weil die­se dar­in den unzu­rei­chen­den Pfle­ge­zu­stand der kom­mu­na­len Grün­flä­chen in Ver­bin­dung mit dem Auf­wand für die Unter­brin­gung der Flücht­lin­ge gebracht hat und Flücht­lin­ge auf frei­wil­li­ger Basis auch für die Pfle­ge­maß­nah­men ein­span­nen will. Dafür gab es hef­ti­ge Kri­tik, unter ande­ren von den Jusos.  CDU-Spre­cher Die­ter Bucke­mül­ler hat­te vor der Abstim­mung zum Antrag jedoch sehr deut­lich gemacht: „Wir haben aus­schließ­lich ein Ange­bot auf frei­wil­li­ger Basis für Flücht­lin­ge gemeint. Unse­rer Frak­ti­on liegt fern, Flücht­lin­ge zu Arbeit in den Grün­flä­chen zu ver­pflich­ten.“

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Dipl.-Journalist

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