Der Umweltausschuss hat sich einstimmig gegen die Fällung dieser Robinie am Kasseler Weg ausgesprochen. (Foto: Gemeidne Holzwickede)

Umweltausschuss bringt Klimaschutzmanagement auf den Weg

Der Umweltausschuss hat sich einstimmig gegen die Fällung dieser Robinie am Kasseler Weg ausgesprochen.  (Foto: Gemeidne Holzwickede)
Der Umwelt­aus­schuss hat sich ein­stimmig gegen die Fäl­lung dieser Robinie am Kas­seler Weg aus­ge­spro­chen. (Foto: Gemeinde Holzwickede)

Der Umwelt­aus­schuss emp­fahl in seiner Sit­zung gestern Abend (7.9.) ein­stimmig, die För­der­mittel für die Per­so­nal­stelle Kli­ma­schutz­ma­nage­ment sowie den Aufbau ein kon­ti­nu­ier­li­chen Kli­ma­schutz-Con­trol­lings zu bean­tragen. Auch über zwei Fäll­an­träge für Bäume wurde ent­schieden.

Alle im Kli­ma­schutz­kon­zept ent­hal­tenen Ein­zel­maß­nahmen bedürfen jeweils noch der poli­ti­schen Abstim­mung bevor sie umge­setzt werden können. Unter dieser Vor­aus­set­zung erfolgte die Zustim­mung der Frak­tionen. Wobei Fried­rich-Wil­helm Schmidt bereits klar­stellte, dass die SPD der in dem Kli­ma­schutz­kon­zept vor­ge­schla­gene eine Park­raum­be­wirt­schaft auf keinen Fall zustimmen wird.

Die eigent­lich span­nende Frage wird künftig sein, wie Frank Nie­haus (Bür­ger­block) erklärte, wie die Zustim­mung zu den ein­zelnen Maß­nahmen erfolgen wird. Der BBL-Spre­cher äußerte die Hoff­nung, dass die Stelle für das Kli­ma­schutz­ma­nage­ment „mit einer Person besetzt wird, die uns nach vorne bringt“. Nach Ansicht der Grünen sei es auch wichtig, dass Stelle lang­fri­stig, d.h. über die für drei Jahre vor­ge­se­hene För­de­rung hinaus, ange­legt wird, so Dietmar Appel.

Entscheidung über zwei Fällanträge

Zu Beginn der Sit­zung standen auch wieder zwei Fäll­an­träge für Bäume auf der Tages­ord­nung. Der Antrag von Anlie­gern der Kas­seler Straße, eine Robinie an ihrer Grund­stücks­grenze zu fällen, wurde auf Vor­schlag der Ver­wal­tung ein­stimmig abge­lehnt. Die Antrag­steller hatten argu­men­tiert, dass die Wur­zeln des an sich gesunden Baumes bis auf das Grund­stück in ein Gewächs­haus rei­chen und auch Geh­weg­platten im Garten anheben. Der Bau­be­triebshof soll nun zwar prüfen, inwie­weit ein Rück­schnitt der Wur­zeln mög­lich ist. Der Baum soll jedoch nicht gefällt werden. In diesem Bereich stehen zahl­reiche Bäume relativ eng mit einer ähn­lich gela­gerten Pro­ble­matik. Des­halb wollten die Umwelt­po­li­tiker keinen Prä­ze­denz­fall schaffen.

Die Fäl­lung dieser Pappel am Fest­platz hat der Umwelt­aus­schuss mit knapper Mehr­heit geneh­migt. (Foto: Gemeinde Holzwickede)

Auf den ersten Blick ähn­lich gela­gert ist der Fall einer großen Pappel auf dem Fest­platz. Hier stimmte der Aus­schuss aller­dings einer Fäl­lung zu – wenn auch nur mit knapper Mehr­heit von einer Stimme. Die Pappel soll im Zuge der Auf­wer­tung des Fest­platzes wei­chen. Bei der Neu­ge­stal­tung soll der Teil­be­reich, wo dem die Pappel steht, mit einem ein­heit­li­chen Asphalt­belag eine klare Weg­he­be­zie­hung für den Fuß- und Rad­ver­kehr schaffen. Der vor­han­dene Asphalt­boden ist in einem sehr schlechten Zustand. Auch die Wur­zeln der Pap­peln sind bereits durch­ge­schlagen. Da der Standort für einen schnell­wach­senden Laub­baum wie die Pappel, der feuchte Stand­orte bevor­zugt, ungün­stig ist und die Pappel im öko­lo­gi­schen Ver­gleich zu anderen Bäumen deut­lich geringer ein­zu­stufen ist, stimmte der Aus­schuss zu.

Deut­lich gegen die Fäl­lung hatte sich der Bür­ger­block aus­ge­spro­chen. „Wenn wir den Bereich schon neu gestalten, dann doch bitte so, dass der baum erhalten bleibt“, so Frank Nie­haus. „Es ist doch ein Witz, dass wir einen Natur­raum schaffen und dafür einen Baum fällen wollen.“ Trotzdem stimmten auch die Mit­glieder der Grünen für die Besei­ti­gung des Baumes. “Wir können die Argu­mente für den Erhalt nach­voll­ziehen“, erklärte ihr Spre­cher Dietmar Appel. „Aber der Baum ist nach Aus­sage der Ver­wal­tung auch nicht mehr ver­kehrs­si­cher. Die Ver­kehrs­si­cher­heit für Fuß­gänger, Rad­fahrer und spie­lende Kinder ist für uns jedoch vor­rangig. Des­halb stimmen wir dem Fäll­an­trag, wenn auch mit Bauch­schmerzen, zu.“

aschutzmanagement, Fällanträge, Klim


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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