Der Treffpunkt Villa öffnet am kommenden Montag (25. Mai) wieder - zunächst mit eingeschränktem Programm. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Treffpunkt Villa öffnet wieder: „Wir versuchen, so viel wie möglich anzubieten“

Der Treffpunkt Villa öffnet am kommenden Montag (25. Mai) wieder - zunächst mit eingeschränktem Programm. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Der Treff­punkt Villa öffnet am kom­menden Montag (25. Mai) wieder – zunächst mit ein­ge­schränktem Pro­gramm. (Foto: P. Gräber – Emscher­blog)

Die Locke­rungen der coro­nabe­dingten Schutz­maß­nahmen machen es mög­lich: Die Treff­punkte für Kinder und Jugend­liche des Kreises Unna in Holzwickede, Bönen und Frön­den­berg dürfen ab Montag, 25. Mai wieder ihre Türen öffnen. Schon seit Tagen hat sich auch das Team der Villa Pfiffkus Gedanken gemacht, was den Kin­dern und Jugend­li­chen nach der Öff­nung geboten werden kann. Die gute Nach­richt: „Wir ver­su­chen, so viel wie mög­lich anzu­bieten“, ver­spricht Kreis­ju­gend­pfleger Klaus Faß. Aller­dings: Viel ist es nicht, was nach der Wie­der­eröff­nung mög­lich ist.

Einbahnstraßen-Regelung und Schichtdienst

Denn in Absprache mit den Kom­munen gelten strenge Hygiene- und Abstands­re­geln: „Wir müssen die Besu­cher­zahlen ein­schränken, weil sonst der Min­dest­ab­stand nicht ein­ge­halten werden kann“, so Klaus Faß. Abge­sehen davon müssen sich die Kinder und Jugend­li­chen an das Ein­bahn­straßen-Prinzip gewöhnen: Es wird in der Villa nur einen Ein­gang und einen Aus­gang geben, um Begeg­nungs­ver­kehr aus­zu­schließen.

Wer in die Villa kommt, muss sich an die neuen Spiel­re­geln halten und bei­spiels­weise seine Hände des­in­fi­zieren, neue Lauf­wege beachten und sich in eine Teil­neh­mer­liste ein­tragen, damit even­tu­elle Infek­ti­ons­ketten nach­ver­folgt werden können. Die Räume werden nach einem strengen Kon­zept gerei­nigt und des­in­fi­ziert, die Mit­ar­beiter arbeiten im Schicht­dienst. Alle Besu­cher und auch die Mit­ar­beiter sind ver­pflichtet, in den Räum­lich­keiten eine Mund-Nase-Maske zu tragen und, drinnen wie draußen, einen Sicher­heits­ab­stand von 1,5 m ein­zu­halten.

Nur sehr eingeschränkte Angebote möglich

n einer Videokonferenz stellten Katja Schuon (Fachbereichsleiterin), Klaus Faß (Sachgebietsleiter) und Theodor Rieke (Vorsitzender Jugendhilfeausschuss; von li.) heute vor, wie es mit den Jugendtreffpunkten des Kreises weitergehen soll. (Foto Max Rolke - Kreis Unna)
n einer Video­kon­fe­renz stellten Katja Schuon (Fach­be­reichs­lei­terin), Klaus Faß (Sach­ge­biets­leiter) und Theodor Rieke (Vor­sit­zender Jugend­hil­fe­aus­schuss; von li.) heute vor, wie es mit den Jugend­treff­punkten des Kreises wei­ter­gehen soll. (Foto Max Rolke – Kreis Unna)

Gestartet wird mit Ange­boten für Kinder und auch Jugend­liche – zu unter­schied­li­chen Zeiten. „Wir können leider noch nicht wieder alles anbieten“, bedauert Klaus Faß. Da der Raum­be­darf bei Bewe­gungs­an­ge­boten ungleich größer ist als bei Ange­boten, die sit­zend wahr­ge­nommen werden können, liegt der Schwer­punkt zunächst ein­deutig auf Letz­teren. Das bedeutet: Es wird zunächst über­wie­gend Haus­auf­ga­ben­hilfe ange­boten. Denn tra­di­tio­nell betreut die Villa auch in nor­malen Zeiten viele Kinder, die nicht von den Betreu­ungs­an­ge­boten in der OGS pro­fi­tieren können oder beson­deren För­der­be­darf haben. „Wir wissen auch, dass nicht alle Fami­lien gut mit einem PC, Tablet oder Drucker aus­ge­stattet sind“, begründet Faß diesen Schwer­punkt. Neben Baste­l­an­ge­boten wird auch das Spiel­mobil zum Start der Villa zur Ver­fü­gung stehen und sogar ein Hip-Hop-Kurs soll im Pro­gramm sein. 

Auf­grund der vor­handen Räum­lich­keiten geht der Kreis­ju­gend­pfleger davon aus, dass die Haus­auf­ga­ben­hilfe, ohne hin eine Ein­zel­be­treuung, von jeweils zwei Kin­dern, die übrigen Ange­bote von ins­ge­samt sechs Kin­dern wahr­ge­nommen werden können. Das Kinder- und Jugend­café, das im größten Raum der Villa statt­findet, kann von maximal zehn Teil­neh­mern gleich­zeitig besucht werden.

Wichtig ist aber, dass die Kinder und Jugend­li­chen wieder Kon­takt zu Gleich­alt­rigen
auf­nehmen und mit­ein­ander
kom­mu­ni­zieren können.“

- Katja Schuon

Die Ver­ant­wort­li­chen sind sich natür­lich dar­über im Klaren, dass mit diesen Ange­boten nicht die gesamte Kli­entel der Villa zu errei­chen ist. „Haus­auf­gaben und Basteln können die Kinder ja eigent­lich auch zu Hause“, meint Katja Schuon, Leiter des Fach­be­reichs Familie und Jugend beim Kreis Unna. „Wichtig ist aber, dass die Kinder und Jugend­li­chen wieder Kon­takt zu Gleich­alt­rigen auf­nehmen und mit­ein­ander kom­mu­ni­zieren können. Selbst­ver­ständ­lich werden wir auch ver­su­chen, die Wün­sche der Kinder und Jugend­li­chen auf­zu­greifen, soweit das mög­lich ist. Das haben wir ja auch vorher schon getan.“

Weil es bis zur kom­pletten Öff­nung des Treff­punktes Villa noch dauert, werden auch die Online-Ange­bote wei­ter­laufen, die sich in den ver­gan­genen Wochen gut eta­bliert haben.

Online-Angebote gibt es weiter

Übers Internet haben die Kinder und Jugend­li­chen zahl­reiche Anre­gungen für die Frei­zeit­ge­stal­tung zu Hause bekommen. Teil­weise gab es Über­ra­schungs-Tüten mit Bastel-Mate­rial und Rezept-Ideen, die vor Ort abge­holt werden konnten. „Meine Kol­le­ginnen und Kol­legen haben die Kinder, Teens und Jugend­li­chen mit tollen Ideen ver­sorgt, und das hat sich gelohnt“, freut sich Klaus Faß. „Daran werden wir weiter anknüpfen.“

  • Das genaue Pro­gramm­an­gebot nach Wie­der­eröff­nung wird auch noch auf der Face­book-Seite und der Inter­net­seiten der Villa ver­öf­fent­licht. Tele­fo­nisch ist der Treff­punkt Villa unter Tel. 91 27 20 erreichbar.

Treffpunkt Villa, Wiedereröffnung


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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