Treffen der Tierschützer: Warten auf Katzenschutzverordnung im Kreis Unna

Gemein­same Ver­an­stal­tung zum Thema Tier­schutz und Kat­zen­schutz­ver­ord­nung, v.l.: Seba­stian Abel (tier­schutz­po­li­ti­scher Spre­cher der Grünen Land­tags­frak­tion), Ste­phanie Schmidt (Geschäfts­füh­rerin Die Grünen) und Her­bert Gold­mann (Frak­ti­ons­vor­sit­zender Die Grünen im Kreistag). (Foto: privat)

An die 50 Tier­schüt­ze­rinnen und Tier­schützer aus dem gesamten Kreis Unna und aus der Nachbar-Kom­mune Hamm trafen sich gestern Abend in Unna mit dem tier­schutz­po­li­ti­schen Spre­cher Land­tags­frak­tion der Grünen zum Thema Tier­schutz und Ein­füh­rung einer Kat­zen­schutz-Ver­ord­nung im Kreis Unna: Seba­stian Abel berich­tete über die recht­li­chen Vor­aus­set­zungen und Hin­ter­gründe.

Auch seine Erfah­rungen aus anderen NRW Kom­munen bei der Ein­füh­rung der Kat­zen­schutz­ver­ord­nung stimmten die Anwe­senden hoff­nungs­voll und führten zu einem leb­haften Aus­tausch. Eine Ableh­nung der Kat­zen­schutz­ver­ord­nung mit der Ein­füh­rung der Kastrations‑, Kenn­zeich­nungs- und Regi­strie­rungs­pflicht für Frei­gän­ger­katzen darf aus seiner Sicht nicht damit begründet werden, dass mög­li­cher­weise eine wert­volle Perser-Ras­se­katze fälsch­li­cher­weise kastriert wird. Dieser Fall sei in ganz NRW noch nie ein­ge­treten. Aus­nah­me­re­ge­lungen ließe die Ver­ord­nung zu und könnten sehr ein­fach kon­trol­liert werden.

Ein­dring­lich schil­derten einige Ver­tre­te­rinnen der Tier­schutz­ver­eine, dass sie seit Jahren auf­grund des nicht ver­siegen wol­lenden Stroms von lei­denden ver­wil­derten, kranken und Not lei­denden Katzen keine Mög­lich­keit für wei­tere Tier­schutz­ar­beit haben. Sie warten inständig auf die Ein­füh­rung.

Die Grünen sehen rechtliche Voraussetzungen erfüllt

Ste­phanie Schmidt als tier­schutz­po­li­ti­sche Spre­cherin der Grünen Kreis­tags­frak­tion berich­tete vom aktu­ellen Sach­stand im Kreis Unna. Dank der flei­ßigen Rück­mel­dungen von Tier­schutz­ver­einen und Tier­ärzten steht rein recht­lich fast im gesamten Kreis­ge­biet der Ein­füh­rung nichts mehr ent­gegen. Abge­sehen von Werne und Selm scheint schon die recht­liche Vor­aus­set­zung erfüllt.

Ledig­lich die feh­lenden Haus­halts­mittel für die Kastra­tionen der Tiere, die keine Besitzer haben, könnten noch ein Pro­blem dar­stellen. Her­bert Gold­mann, Frak­ti­ons­vor­sit­zender der Grünen im Kreistag kün­digte an, dafür not­falls eine außer­plan­mä­ßige Bereit­stel­lung bean­tragen zu wollen.

Per­so­nell würden die Tier­schutz­ver­eine den Kreis unter­stützen wollen. Ein gemein­sames Treffen aller rele­vanten Akteure schon im März steht in Aus­sicht. Die Vor­sit­zende des Arbeits­kreis Tier‑, Umwelt- und Natur­schutz des Grünen Kreis­ver­bands und Mode­ra­torin des Abends, Carola Schiller, zog das Fazit: Die Tier­schutz­ver­eine machen einen unglaub­lich guten Job, sogar über ihre Kraft­grenzen hinaus. Mit diesem Lob dankte sie den Anwe­senden und ver­sprach, die Ein­füh­rung der Kat­zen­schutz­ver­ord­nung weiter zu begleiten.

Tierschutz

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