Tagung zur Alterspsychiatrie: Mehr Fachärzte notwendig

Fast 130 Teilnehmer diskutierten beim Symposium Gerontopsychiatrie auf Haus Opherdicke. Foto Jasmin Sowik – Kreis Unna

Fast 130 Teilnehmer diskutierten beim Symposium Gerontopsychiatrie auf Haus Opherdicke. (Foto Jasmin Sowik – Kreis Unna)

Fachärztemangel und steigende Bedarfszahlen – das war auf Haus Opherdicke ein zentrales Thema beim Symposium für Gerontopsychiatrie mit prominent besetztem Podium und fast 130 im Thema berufsbedingt bewanderten Gästen.

Im Kreis Unna leiden rund 27.000 Menschen über 65 Jahre zumindest zeitweise unter psychiatrischen Erkrankungen wie z.B. Depressionen oder sind von Demenz betroffen. Der Kreis hat schon vor Jahren reagiert und macht Betroffenen und ihren Angehörigen die unterschiedlichsten Angebote. Die Palette reicht vom Demenztelefon bis zur Pflege- und Wohnberatung.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat ebenfalls reagiert. So bietet die LWL-Klinik in Dortmund andernorts Tageskliniken an und sorgt mit diesen ortsnahen Angeboten auch hier für kurze Wege. Gleichzeitig ist der LWL führend, wenn es um Modellprojekte oder unterstützende Therapieformen wie z.B. die „Clowns-Visite“ geht.

Es wird viel getan, doch die ambulante medizinische Betreuung müsste besser werden, so die vom Symposium gesendete Botschaft. Gerade geriatrisch und gerontopsychiatrisch ausgebildete bzw. dafür sensibilisierte Hausärzte stehen ganz oben auf dem „Wunschzettel“. Eine Forderung deshalb: Anpassung der Berechnungsgrundlagen für die Fachärzteplanung von Neurologen, Psychiatern, Psychotherapeuten an den demografischen Wandel und sich daraus ergebende Bedarfe. (PK|PKU)

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