Schlagwort: Müll

„Einfach mal die Fresse halten!“

Dass unsere Gemeinde an vielen Stellen ziemlich verdreckt ist, ist vielen Holzwickedern ein Dorn im Auge. Nur wenige sind aber so engagiert, wie Monika und Klaus Pfauter. Obwohl beide schon über 80 Jahre alt sind, sammeln sie ehrenamtlich den Dreck auf, den ihre ignorante Mitmenschen achtlos hinterlassen – vorzugsweise im Emscherpark und in der Gemeindemitte.

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Zustand am Tunneleingang zum Bahnhof heute Morgen. (Foto: privat)

Verdreckte Gemeinde macht Familienvater wütend: „Was ist nur aus Holzwickede geworden“

Sascha Hacker ist eigentlich jemand, den so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Doch was der Holzwickeder Familienvater gestern (26.3.) Morgen entdeckte, als er mit seinem vierjährigen Sohn das Haus verließ, ließ dann doch seine Zornesadern schwellen: „Das Bahnhofsumfeld ist unfassbar verdreckt. Das geht gar nicht. Das Bahnhofsumfeld ist doch das Aushängeschild der Gemeinde. Jeder, der am Bahnhof in Holzwickede aussteigt, findet zuerst diesen Dreck vor.“

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Wertstoffhöfe geschlossen: Immer mehr Müll wird einfach in die Landschaft gekippt

Anders als etwa die EDG in der Nachbarstadt Dortmund hat die Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft (GWA) des Kreises Unna alle ihre Wertstoffhöfe im Kreis Unna komplett geschlossen. Auch die Schadstoffannahme in Schwerte ist geschlossen. Geöffnet sind seit Dienstag voriger Woche (17.3.) nur noch die größeren Annahmestellen in Lünen, Kamen, Bönen und Fröndenberg – allerdings nicht für Anlieferungen aus Privathaushalten. Auch in Holzwickede können Privathaushalte den GWA-Wertstoffhof an der Friedrich-Ebert-Straße nicht mehr nutzen. Seit der Schließung des Wertstoffhofes entsorgen immer mehr Bürger ihre Abfälle illegal in der Landschaft.

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Abfallgebühren 2020 des Kreises: Menge sinkt leicht – Kosten steigen leicht

Hier wird der Restmüll aus dem Kreis Unna entsorgt: die Müllverbrennungsanlage in Hamm. (Foto: Günter Seggebäing CC BY SA 3.0)

Die Kreisverwaltung hat die Abfallgebühren für 2020 kalkuliert und der Kreistag dem Rechenwerk am 3. Dezember zugestimmt. Ohne Berücksichtigung der Altpapiererlöse steigt die von den Kommunen zu entrichtende Summe auf rund 20,86 Millionen Euro (+0,4 Prozent) gegenüber 2019. Veränderungen beim Altpapier einkalkuliert, liegen die Gesamtkosten aber bei 19,8 Millionen Euro.

Restmüll-Kosten sinken

Allein beim Restmüll rechnet der Kreis fürs kommende Jahr mit Kosten von rund 13,81 Millionen Euro. Gegenüber dem laufenden Jahr wird von 57.340 Tonnen Restmüll und damit von einer geringeren Menge als 2019 (58.660 Tonnen) ausgegangen. Unterm Strich beträgt der Gebührensatz ab Januar 240,32 Euro pro Tonne (2019: 233,41 Euro).

Beim Sperrmüll geht der Kreis von gut 23.370 Tonnen und damit einem ebenfalls sinkenden Aufkommen aus (Minus 530 Tonnen gegenüber 2019). Für die sich aus zwei Komponenten zusammensetzende Sperrmüllgebühr heißt das: Die leistungsbezogene Gebühr wird 2020 bei 77,15 Euro pro Tonne liegen (2019: 75,64 Euro), die einwohnerbezogene Gebühr bleibt mit 4,52 Euro pro Einwohner unverändert.  

Weniger Bioabfall kalkuliert

Auch beim Bioabfall gibt es Veränderungen. So steigt der Gebührensatz bei einer gegenüber dem laufenden Jahr leicht reduzierten Tonnage von 25.440 Tonnen (2019: 25.900 Tonnen) auf 102,99 Euro/Tonne (2019: 100,92 Euro). Beim Grünabfall wird mit fast 12.100 Tonnen gerechnet (2019: 12.046 Tonnen), die Gebühren betragen ab Januar 71,12 Euro pro Tonne (2019: 66,78 Euro).  

Mehr Entlastung durch strukturelle Veränderungen

Beim Verkauf von Altpapier rechnet der Kreis mit sinkenden Einnahmen. Wurde 2019 noch mit 63,15 Euro pro Tonne kalkuliert, werden fürs nächste Jahr nur noch rund 55,40 Euro angesetzt. Dazu kommt eine erwartete leicht rückläufige Sammelmenge (Minus 200.000 Euro).   Da hinein spielt eine strukturelle Veränderung. Die Betreiber des Dualen Systems werden künftig stärker an den Erfassungskosten beteiligt, bekommen im Gegenzug jedoch einen größeren Anteil an der gesammelten Altpapiermenge als Verpackungsanteil angerechnet.  

Deshalb wird der Kreis in 2020 voraussichtlich nur noch rund eine Million Euro (2019 rund 1,5 Millionen Euro) an die Kommunen weitergeben können. Diese erhalten aber durch eine höhere Beteiligung der Systembetreiber auf der Sammelebene einen entsprechenden Ausgleich, der diese Differenz voraussichtlich mehr als kompensieren wird. PK | PKU

Anwohner meldeten sich nach dem Politischen Abend der CDU zum Thema und machten ihrem Ärger Luft über die erneute Vermüllung auf dem Verbindungsweg zwischen dem Düsseldorfer und Kasseler Weg. (Foto: privat)

Aufreger: Illegale Müllentsorgung in der Gemeindemitte

Anwohner meldeten sich nach dem Politischen Abend der CDU zum Thema und machten ihrem Ärger Luft über die erneute Vermüllung auf dem Verbindungsweg zwischen dem Düsseldorfer und Kasseler Weg. (Foto: privat)
Anwohner meldeten sich nach dem Politischen Abend der CDU zum Thema und machten ihrem Ärger Luft über die erneute Vermüllung auf dem Verbindungsweg zwischen dem Düsseldorfer und Kasseler Weg. (Foto: privat)

Keine 24 Stunden nach dem Politischen Abend des CDU-Gemeindeverbandes zum Thema „Holzwickede – liebenswert, lebenswert?“ an dem nach Angaben der CDU am vergangenen Donnerstag (19.9.) eine stattliche Zahl von Bürgern teilgenommen hatte, ist es durch Unbekannte erneut zu einer Verschandelung öffentlicher Wege durch unachtsam weggeworfene Abfälle in der Gemeindemitte gekommen.

Wie Marcal Zilian dazu mitteilt, wurde der CDU von aufgebrachten Anwohnern mitgeteilt, dass bislang Unbekannte am vergangenen Freitag in dem fußläufigen Verbindungsweg zwischen Düsseldorfer und Kasseler Weg Müll achtlos weggeworfen haben, darunter auch zerbrochenes Glas. In der CDU-Veranstaltung am Vorabend, bei der Bernd Hellweg als Leiter des Baubetriebshofes zu Gast war, hatten mehrere Anwohner ihrem Ärger über ähnliche Vorfälle Luft gemacht.

„Das ist ein Zeichen dafür, dass wir mit unserem diesbezüglichen aktuellen Themenabend absolut den Nerv der Bürger getroffen haben“, so Dieter Buckemüller, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher der CDU im Umweltausschuss.

Das Ordnungsamt wurde unverzüglich über den jüngste Vermüllung in dem Verbindungsweg informiert und gebeten, den Missstand zu beseitigen und durch Nachforschungen den Verursacher zu ermitteln.

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