ei den Investitionen in die Schulen der Gemeinde will der Bürgerblock keine Abstriche machen: Einsatz mobiler Displays im Unterricht der Dudenrothschule. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Stiftung Zukunft übergibt 25 Calliope Minicomputer an Dudenrothschule

Sparkassen-Chef Klaus Moßmeier (li.) und Landrat Michael Makiolla überreichten die Minicomputer Calliope im Auftrag der Stiftung Zukunft an die Dudenrothschule. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Die Stiftung Zukunft der Sparkasse Unna-Kamen hat bereits 29 interessierten Schulen in den Trägerkommunen der Sparkasse je einen Klassensatz des Minicomputers Calliope zur Verfügung gestellt. Damit leistet die Sparkasse einen Beitrag zur Digitalisierung in den Schulen. Heute schaute Landrat Michael Makiolla und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Klaus Moßmeier, in der Holzwickeder Dudenrothschule vorbei, die ebenfalls 25 Minicomputer erhalten hat.

Die Einplatinencomputer werden im Regelunterricht der Dudenrothschule eingesetzt, die als Medienschule beim Einsatz digitaler Medien Vorreiter ist. Seit den Osterferien ist der nur bierdeckelgroße Minicomputer dort im Einsatz. Aktuell programmieren die Schüler aus dem 4. Jahrgang unter Leitung ihres Lehrers Jan Günther mit dem Minicomputer einen Zufallsgenerator. „Der Calliope ist sehr simpel. Er besteht aus nur einer Platine und ist unfassbar einfach zu programmieren“, erklärt Jan Günther. „Die Kinder machen das sehr intuitiv und sind mit großer Begeisterung. Das macht richtig Spaß.“

Dudenrothschule ist Medienschule

Die Dudenrothschule ist als Medienschule Vorreiter beim Einsatz digitaler Medien: Drei große mobile Displays mit Touchscreen zum Einsatz im Unterricht stehen dort zur Verfügung. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Auch Schulleiterin Katja Buschsieweke ist begeistert: „Ich bin sehr dankbar für dieses Projekt. Mir und auch meinen anderen Kollegen macht es viel Freude, gemeinsam mit diesem Computer und den Kindern zu arbeiten. Perspektivisch wollen wir das fest in den Stundenplan des 3. Und 4. Jahrganges aufnehmen“, so die Schulleiterin.  „Die Kinder, egal ob Jungen oder Mädchen, gehen ganz unvoreingenommen an diese neue Technik heran. Diese Erfahrung haben wir auch schon vorher gemacht. Ich denke, dass auch der Einsatz  schon in der 2. Jahrgangsstufe kein Problem wäre.“

Was Katja Buschsieweke besonders überzeugt: Die Calliope Minicomputer passen genau in das Konzept der Dudenrothschule als Medienschule. Nicht ohne Grund hat die Dudenrothschule bei der Digitalisierung eine Vorreiterrolle. „Wir waren die erste Schule überhaupt in Holzwickede, die Tablets bekommen hat.“ Dass war der Anstoß für die Schulleitung, sich über den Einsatz von digitalen Medien zu informieren und ein nachhaltiges Konzept zu entwickeln. „Wir hatten damals auch so einen typischen Computerraum mit 18 zusammengewürfelten PC’s und Bildschirmen, von denen nur zehn mehr oder weniger funktionierten“, meint Katja Buschsieweke. „Diesen PC-Raum haben wir dann vor zwei Jahren ganz aufgelöst. Finanzielle Mittel, die es von der Gemeinde durchaus gab für Neuanschaffungen, wurden zunächst nicht verausgabt und gespart, bis das Konzept zur Medienschule stand. Zudem hat Dudenrothschule auch einen sehr engagierten Förderverein, der diesen Weg nach Kräften unterstützt.

25 Einplatinencomputer passen genau ins Konzept

Die Minicomputer passen genau ins digitale KonzepKlaus Moßmeier. „t der Schule: Schulleiterin Katja Buschsieweke mit einem Calliope-PC. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Mit dem Geld der Gemeinde und des Förderverein stieg die Schulleitung  schließlich komplett auf Tablets um. Statt Whiteboards, dier an so vielen anderen Schulen angeschafft wurden, entschied sich die Schule für den Kauf von drei großen Displays mit Touchscreens. „Der Vorteil ist, dass wir diese Displays mobil einsetzen können. Sie sind in der Höhe und in der Neigung verstellbar und wie ein  Tisch auch waagerecht nutzbar.“ Bis zu 20 Kinder können in einer Klasse an einem Display arbeiten.  

„Es war ein langer und schwerer Weg, bis wir soweit waren“, räumt Lehrer Jan Günther ein. „Doch der Einsatz dieser neuen Medien eröffnet unbegrenzte Möglichkeiten. Damit können wir Kinder mitnehmen, die wir sonst nicht so erreichen würden. “

Was die neuen Minicomputer angeht, die aus einem bundesweiten Projekt kommen,  schwärmt Günther: „Ich habe noch nie ein so durchdachtes System gesehen, wie dieses Angebot. Die Minicomputer sind ein sehr niederschwelliges Angebot. Und es gibt Apps zum Download und ein großes Netzwerk, wo man sich austauschen kann“, schwärmt Günther. „Einfach super.“  Auch die Schulen, an denen die Calliope eingesetzt werden, tauschen sich untereinander aus.

Die Kinder programmieren die neuen Calliope Minicomputer, indem sie auf ihren Tablets kleine „Puzzlestücke“ in die richtige Position schieben und so einen Zufallsgenerator (= Würfel)  programmieren. Anschließend senden sie das Programm per Bluetooth oder Kabel an den Calliope und die LED-bestückte Platine zeigt die Zahlen an, die „gewürfelt“ wurden – vorausgesetzt, die Kinder haben keinen Fehler gemacht. „Die Arbeit mit dem Calliope ist kein reines Informatikprojekt“, betont Lehrer Jan Günther.

Angebot an alle Schulen

Statt mit Desktop-PC wird an der Dudenrothschule seit zwei Jahren ausschließlich mit Tablets im Unterricht gearbeitet: Lehrer Jan Günther und Schulbegleiterin Martina Wagner unterstützen die Kinder beim Programmieren der Calliope. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Dass es mitunter nicht ganz leicht ist, wenn man Neuland betritt, haben Jan Günther und das Kollegium lernen müssen. „Wir sammeln aber auch Erfahrungen für andere. Als Vorreiter müssen wir eben die Geburtsschwierigkeiten ausbaden.“

Dazu gehören allerdings nicht die notorisch schlechten Internetverbindungen, die alle Schulen betreffen. Zurzeit hat die Dudenrothschule nur drei WLAN-Zugänge und eine ortsübliche miese Bandbreite.  „Aber das soll sich ja bald ändern“, ist Katja Buschsieweke optimistisch.

Die Stiftung Zukunft bietet den Minicomputer allen Schulen an, jedoch nicht voraussetzungslos. „Die Schulen müssen sich schon bewerben und Interesse zeigen“, betont Michael Makiolla. Danach finden zunächst entsprechende Fortbildungen für die Lehrer statt, bevor die Calliope übergeben werden. „Auch demnächst haben wir noch einen weiteren eintägigen Workshop für Lehrer der beteiligten Schulen.“

„Wir wollen mit dem Calliope Impulse setzen“, beschreibt Klaus Moßmeier das Motiv der Stiftung Zukunft. „Es ist heute wichtiger denn je, dass Kinder begreifen: Was passiert denn da in so einem Computer.“

Neben der Dudenrothschule haben auch die Paul-Gerhardt-Schule und die Aloysiusschule Sätze mit Calliope Minicomputern von der Stiftung Zukunft erhalten.

Medienschule, Stiftung Zukunft


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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