Standortübungsplatz in Hengsen-Opherdicke: Keine Freilaufstätte für Hunde

HengsenTruppi

Der Stand­ort­übungs­platz in Hengsen mit der ehe­ma­ligen Rake­ten­sta­tion: Spa­zier­gänger und Hun­de­halter sollten das Wege­sy­stem nutzen. (Luft­bild: Archiv)

(PK) Der Stand­ort­übungs­platz in Hengsen-Opher­dicke ist kein Hun­de­aus­lauf. Daran erin­nern Bun­des­wehr, Bun­des­forst, die Bio­lo­gi­sche Sta­tion und die Untere Land­schafts­be­hörde beim Kreis und appel­lieren gemeinsam an Hun­de­halter, Rück­sicht auf die Natur zu nehmen.

Und das aus gutem Grund, denn in den letzten Jahren ging der Bestand ein­zelner Tier­arten auf dem Gelände spürbar zurück. Betroffen sind vor allem boden­brü­tende Vögel wie die Feld­lerche oder der Wie­sen­pieper. Die sel­tene Kreuz­kröte kommt noch in kleinen Beständen auf dem Übungs­ge­lände vor und nutzt eigens von der Bun­des­wehr für diese Art ange­legte Flach­ge­wässer zum Lai­chen. Frei lau­fende, in den Gewäs­sern badende oder stö­bernde Hunde können die Bestände gefährden.

Das Unter­stüt­zungs­per­sonal des Stand­ort­äl­te­sten (Mili­tä­ri­scher Nutzer), Mit­ar­beiter des Bun­des­for­stes, des Bun­des­wehr­dienst­lei­stungs­zen­trums, der Bio­lo­gi­schen Sta­tion und der Unteren Land­schafts­be­hörde wissen, dass das Gelände ein reiz­voller und des­halb beliebter Nah­erho­lungsort ist. Wäh­rend die einen beim Spa­zier­gang die fri­sche Luft genießen, möchten andere hier ihrem Hund Aus­lauf bieten.

Der Stand­ort­übungs­platz bleibt jedoch von seiner Zweck­be­stim­mung her ein mili­tä­ri­sches Übungs­ge­lände. Er kann für Erho­lungs­zwecke genutzt werden, wenn sich alle an gel­tende Regeln halten und auf den jeweils anderen Rück­sicht nehmen.

Gelände darf nur auf befestigten Wegen betreten werden

Wegen der bevor­ste­henden Brut- und Setz­zeit und ange­sichts der mili­tä­ri­schen Nut­zung des Stand­ort­übungs­platzes erin­nern die Untere Land­schafts­be­hörde gemeinsam mit dem Bun­des­wehr­dienst­lei­stungs­zen­trum und dem Stand­ort­äl­te­sten an die gel­tenden Ver­hal­tens­re­geln:

Das Gelände darf nur auf den befe­stigten Wegen betreten werden (s. Karte unten).

Wäh­rend des Übungs­be­triebes – Infor­ma­ti­ons­schilder an den offi­zi­ellen Zugängen weisen jeweils auf statt­fin­denden Übungs­be­trieb hin – ist der Übungs­platz gesperrt.

Auf dem gesamten Platz sind Hunde grund­sätz­lich anzu­leinen. Die Ver­wen­dung von Lang­leinen stellt eine Mög­lich­keit dar, Hunden mehr Bewe­gungs­frei­heit zu lassen, ohne mit den bestehenden Rege­lungen in Kon­flikt zu geraten.

PKW dürfen nicht in Hal­te­ver­bots­zonen und vor allem nicht in den Zugangs­be­rei­chen abge­stellt werden, da es sich hierbei um Feu­er­wehr­zu­fahrten han­delt. Wer diese Bereiche ver­sperrt, muss mit einem Buß­geld rechnen.

Wie die Untere Land­schafts­be­hörde mit­teilt, kon­trol­liert die Bun­des­wehr regel­mäßig den Platz und achtet auf die Ein­hal­tung der bestehenden Regeln.

  • Hin­ter­grund: Der Stand­ort­übungs­platz Hengsen-Opher­dicke wird bereits seit 1935 als mili­tä­ri­sches Übungs­ge­lände genutzt. Auch heute noch dient das Gebiet der Aus­bil­dung von Bun­des­wehr­an­ge­hö­rigen.
  • Zugleich besitzt der auch land­schaft­lich reiz­volle Übungs­platz einen hohen Natur­schutz­wert. Das Gelände war lange Zeit ein wich­tiges Rast- und Brut­ge­biet für selten gewor­dene Vogel­arten. Brach­pieper und Hei­de­lerche waren hier einst hei­misch. Diese Arten sind längst ver­schwunden. Die Insek­ten­welt, beson­ders die Schmet­ter­lings­fauna, ist für die Region immer noch von her­aus­ra­gender Bedeu­tung.
Diese Karte zeigt das Wegesystem auf dem Standortübungsplatz in Hengsen.

Diese Karte zeigt das Wege­sy­stem auf dem Stand­ort­übungs­platz in Hengsen.

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