SPD will Ratsbeschluss zum Kita-Standort auf Festplatz aufheben

Diese in der nördlich Ecke des Festplatz6es gelegene Fläche favorisieren die Grünen als SYtandort für den neuen Kindergarten. Friedhelm Klemp udn Ulrich Bangert erläuterten heute vor Ort den Vorschlag ihrer Fraktion. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Diese in der nörd­lich Ecke des Fest­platzes gele­gene Fläche favo­ri­sieren die Grünen als Standort für den neuen Kin­der­garten. Fried­helm Klemp (l.) und Ulrich Ban­gert erläu­terten heute vor Ort den Vor­schlag ihrer Frak­tion. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Nach der Bür­ger­an­hö­rung in der ver­gan­genen Woche ist die Dis­kus­sion um den Standort für den neuen vier­zü­gigen Kin­der­garten wieder voll ent­brannt. „In Stein gemei­ßelt“ scheint da plötz­lich gar nichts mehr. SPD-Spre­cher Michael Klim­ziak kün­digte heute gegen­über dem Emscher­blog an: „Wir werden die Auf­he­bung des Rats­be­schlusses zum Standort auf dem Fest­platz bean­tragen.“

Zur Erin­ne­rung: Der Mehr­heits­ent­scheid, der sei­ner­zeit zur Stand­ort­wahl auf dem Fest­platz führte, war äußerst knapp. Nur weil FDP-Chef Jochen Hake an der Abstim­mung im Rat nicht teil­nehmen konnte und auch die SPD-Frak­tion nicht kom­plett war, kam der Beschluss mit einer Stimme Mehr­heit von Bür­ger­block und CDU zustande. „Wir halten unseren Stand­ort­vor­schlag im Emscher­park nach wie vor für die bes­sere Alter­na­tive und werden für eine neue Mehr­heit werben“, erklärt Klim­ziak vor diesem Hin­ter­grund. Auch der Hol- und Bring­ver­kehr sei auf der SPD-Fläche ein­fa­cher über den Park­platz Kirch­straße zu bewerk­stel­ligen.

Ratsmehrheit ist denkbar knapp

Die Holzwickeder Grünen plä­dieren eben­falls dafür, den Rats­be­schluss auf­zu­heben und den neuen Kin­der­garten nicht mehr auf der Fläche im süd­li­chen Bereich des Fest­platzes zu bauen. Dieser Standort liege tat­säch­lich zu nahe an der Wohn­be­bauung und sei total ver­schattet. „Ein Kin­der­garten muss viel Sonne haben, auch im Spiel- und Außen­be­reich. Und das ist dort nicht gegeben“, so Fried­helm Klemp.

Wenn Schüt­zen­fest ist, kann sowieso kein Kin­der­garten statt­finden, egal wo die Kita auf dem Fest­platz errichtet wird.“

Fried­helm Klemp, Frak­ti­ons­spre­cher der Grünen

Bei einem Orts­termin teilte der Grünen-Spre­cher des­halb heute mit, dass seine Frak­tion eine Fläche schräg gegen­über dem aktuell geplanten Standort im nörd­li­chen Teil des Fest­platzes für den Kita-Neubau favo­ri­siert. „Dieser Standort ist viel son­niger und auch die Anfahrt ist direkter und kürzer mög­lich.“ Vor allem aber würden Anwohner deut­lich weniger beein­träch­tigt.

Auch die Grünen machen alternativen Vorschlag

Die rot markierte Fläche bringen die Grünen als neuen Standort für die Kita auf dem Festplatz in die Diskussion. (Foto: Googlemaps.de)

Die rot mar­kierte Fläche bringen die Grünen als neuen Standort für die Kita auf dem Fest­platz in die Dis­kus­sion. (Foto: Googlemaps.de)

Auf eine Hol- und Bring-Zone wollen die Grünen jedoch kom­plett ver­zichten. „Die brau­chen wir nicht. Die anderen Kin­der­gärten in der Gemeinde haben ja auch keine eigene Hol- und Bring-Zone“, so Klemp weiter. „Hier rund um den Fest­platz gibt es so viele Park­mög­lich­keiten wie sonst nir­gendwo. Das müsste doch rei­chen.“

Den Ein­wand, dass die Schützen bei ihrem Fest beim Vogel­schießen genau in Rich­tung des Kin­der­gar­tens schießen würden, wollen die Grünen nicht gelten lassen: „Wenn Schüt­zen­fest ist, kann sowieso kein Kin­der­garten statt­finden, egal wo die Kita auf dem Fest­platz errichtet wird.“ Wichtig sei für die Grünen jetzt eine „ganz schnelle Lösung“. Der neue Vor­schlag seiner Frak­tion sei „die ein­fachste Ver­än­de­rung“ gegen­über dem Status quo.

Ob sich die Politik auf einen alter­na­tiven Standort einigen kann und der Rats­be­schluss tat­säch­lich noch einmal auf­ge­hoben wird, ist frag­lich. Der Bür­ger­block hat bereits erklärt, am bis­he­rigen Standort fest­halten zu wollen. Allen­falls eine alter­na­tive Zufahrt aus Rich­tung Park­platz Kirch­straße könnte sich der Bür­ger­block vor­stellen. CDU und FDP haben sich bis­lang nach der Bür­ger­an­hö­rung noch nicht geäu­ßert.

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