SPD verabschiedet sich von Fusionsplänen: Alle vier Grundschulen bleiben erhalten

Bleibt auf absehbare Zeit erhalten: die Aloysiusschule mit ihrer Ganztagsbetreuung. (Foto: Peter Gräber)
Bleibt auf abseh­bare Zeit wie alle Grund­schulen in der Gemeinde erhalten: die Aloy­si­us­schule mit ihrer Ganz­tags­be­treuung. (Foto: Peter Gräber)

Ange­sichts der gestie­genen Anmel­de­zahlen in den vier Grund­schulen der Gemeinde Holzwickede hat auch in der SPD ein Umden­kungs­pro­zess statt­ge­funden. Klare Aus­sagen des SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zenden Michael Klim­ziak nach den Klau­sur­be­ra­tungen seiner Frak­tion: „Wir werden die Zusam­men­le­gung von Schul­stand­orten nicht wei­ter­be­treiben.“ Die SPD habe sich dazu ent­schieden, nachdem die ohnehin schon hohe Anmel­de­zahl von 135 Kin­dern inzwi­schen noch einmal auf 140 nach oben kor­ri­giert worden ist.

Duden­roth­schule wäre nicht groß genug für Fusion mit Aloy­si­us­schule

Die Anmel­de­zahlen seien ebenso erfreu­lich wie über­zeu­gend, räumt Michael Klim­ziak ein: Allein 80 Kinder seien für die Aloy­si­us­schule und die Duden­roth­schule ange­meldet worden – also die beiden Grund­schulen in der Gemein­de­mitte, für die eine Zusam­men­le­gung geplant war. „Für mich sind aber auch die 32 Anmel­dungen für die Paul-Ger­hardt-Schule eine wei­tere Über­ra­schung“, so Klim­ziak weiter.

Ehr­li­cher­weise müssen wir uns auch die Frage stellen, ob es wirk­lich richtig wäre, aus­ge­rechnet die beiden Grund­schulen in der Gemein­de­mitte zusam­men­zu­legen.“

Michel Klim­ziak, Frak­ti­ons­vor­sit­zender der SPD und Schul­aus­schuss­vor­sit­zender

Ehr­li­cher­weise müssen wir uns auch die Frage stellen, ob es wirk­lich richtig wäre, aus­ge­rechnet die beiden Grund­schulen in der Gemein­de­mitte zusam­men­zu­legen“, meint Klim­ziak weiter. Ange­sichts der aktu­ellen Schü­ler­zahlen wäre die Duden­roth­schule für alle Kinder (ein­schließ­lich der OGGS) wohl auch zu klein, so dass die Gemeinde um einen Ausbau der Duden­roth­schule gar nicht her­um­kommen würde. Und auch die Inklu­sion wird den Raum­be­darf noch zusätz­lich ver­grö­ßern.

Zuzüge wirken sich offenbar positiv aus

Michael Klimziak, SPD-Fraktionsvorsitzender (Foto: SPD Holzwickede)
Michael Klim­ziak, SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zender (Foto: SPD Holzwickede)

Wir haben in jüng­ster Ver­gan­gen­heit sehr eifrig über das Thema dis­ku­tiert und auch mit Leh­re­rinnen und Leh­rern gespro­chen. Ange­sichts der jüng­sten Anmel­de­zahlen wäre es den Eltern, die gerade ihre Kinder ange­meldet haben, wohl auch nicht mehr zu erklären, warum wir aus­ge­rechnet jetzt die Grund­schulen zusam­men­legen wollen. Es besteht ja auch keine Not­wen­dig­keit mehr dazu.“

Das habe nichts mit dem Ein­knicken vor Kri­ti­kern oder Bes­ser­wis­serei zu tun, meint Michael Klim­ziak, der auch Schul­aus­schuss­vor­sit­zender ist. „Es ist offen­sicht­lich doch so, dass sich die Zuzüge positiv bemerkbar machen. Das gibt ja auch Hoff­nung für die Zukunft, da wir noch ein paar neue Bau­ge­biete vor Augen haben.“ Des­halb sei es richtig, das Anmel­de­ver­halten in näch­ster Zukunft zu beob­achten. Aus­drück­lich warnt der SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zende vor vor­ei­ligen Schlüssen: „Auch wenn wir uns jetzt zunächst von Über­le­gungen zur Zusam­men­le­gung von Grund­schulen ver­ab­schieden, heißt das nicht, dass wir das für immer tun. Das wäre unred­lich. Wir werden jedes Jahr die Anmel­de­zahlen neu beob­achten und ana­ly­sieren. Wenn der Druck wieder größer wird, werden wir auch han­deln.“

Grundschulen, Klausurberatungen, SPD


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kontakt

Mobil: +49 (170)  9 03 26 14

E-mail: info@emscherblog.de

Folgen Sie uns

Archiv