Die SPD fordert eine Aufhebung der Parkzeitbegrenzung eingangs der Vinckestraße. .(Foto: P. Gräber -Emscherblog )

SPD-Anträge: Tempo-30-Zone auf der Schlossallee – unbegrenztes Parken auf Vinckestraße

Die SPD fordert eine Aufhebung der Parkzeitbegrenzung eingangs der Vinckestraße.  .(Foto: P. Gräber -Emscherblog )
Die SPD fordert eine Aufhebung der Parkzeitbegrenzung eingangs der Vinckestraße. (Foto: P. Gräber -Emscherblog )

Die SPD hat gleich zwei Antrage für den Verkehrsausschuss gestellt: Zum einen fordert sie die Einrichtung einer Tempo-30-Zone auf der Schlossallee. Zum anderen möchte die SPD die Parkzeitbegrenzung eingangs der Vinckestraße aufheben.

Die Einführung von Tempo 30 auf der Schlossallee begründen die Sozialdemokraten damit, dass in Opherdicke viele Fußgänger und Radfahrer die Zuwegung zu den Feldern und Wegen für die Naherholung nutzen. Sogar ein Stück des Premiumwanderweges „Westfalen-Wander-Weg“ führt über die Schlossallee und den anschließenden Stennert durch Opherdicke.

„Da die Einmündung zur Schlossallee hinter dem Ortseingangsschild für Opherdicke liegt, gilt hier eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Die ersten 70 Meter von der Einmündung Dorfstraße werden zwar durch einen parallel verlaufenden Fußweg begleitet, der aber an der Abzweigung in das Wohnquartier Schlossallee endet“, heißt es in dem Antrag weiter. Die Straße innerhalb des Quartiers habe eher den Charakter einer verkehrsberuhigten Zone bzw. Spielstraße. Die Fläche ist durchgängig gepflastert, nicht asphaltiert.

Die Schlossallee ist in ihrem weiteren Verlauf Richtung Hof Blennemann und weiter zum Stennert durchgängig asphaltiert ohne Geh- und Radweg. Alle Verkehrsteilnehmer müssen sich also eine Verkehrsfläche teilen.

Umwandlung Wohnraum in Vinckestraße

Aufgrund der starken Frequentierung der Schlossallee durch Fußgänger und Radfahrer und den für sie entstehenden Gefahren durch eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h hält die SPD die beantragte Maßnahme für notwendig.

Die Aufhebung der Parkzeitbegrenzung eingangs der Vinckestraße begründet die Fraktion mit Anregungen durch die Anwohner: Die Vinckestraße hat auf den ersten 80 Metern eine zweistündige Begrenzung der Parkzeit. Nach dem Wegfall eines Großteiles der Gewerbebetriebe (Blumenladen, Bäckerei Reimann, Fahrrad Kemper, Arztpraxis) in der Vinckestraße und der teilweisen Umwandlung in Wohnraum sei „diese Regelung nicht mehr zeitgemäß“.

Ein Teil der neu entstandenen Wohnungen ist als Seniorenwohnungen ausgelegt und wird entsprechend genutzt. Mit Aufhebung der Parkzeitbegrenzung wird den Anwohnern die Möglichkeit gegeben, ortsnah an ihren Wohnungen zeitlich unbegrenzt parken zu können.


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Comments (5)

  • Jahrelang wurde die Fläche für die Kundschaft des Einzelhandels freigehalten. Anwohner mussten sich mit der Situation arrangieren. Aber anstatt die Chance jetzt zu nutzen, wird den autobesitzenden Anwohnern Wahlkampfgeschenke gemacht.

    Dabei bestünde die Chance, das Mirkroklima in der Straße durch mehr Grünflächen zu verbessern. Die Frage, die man sich vor allem heute stellen sollte: gilt eine Stadt noch als lebenswert, wenn die Straßen zugeparkt werden, oder sollte man doch eher für mehr Aufenthaltsqualität sorgen? Im Weiteren Verlauf der Vinckestraße kümmern sich Anwohner liebevoll um die Baumscheiben, warum sollte ähnliches an besagter Stelle nicht funktionieren?

  • “ Die Frage, die man sich vor allem heute stellen sollte: gilt eine Stadt noch als lebenswert, wenn die Straßen zugeparkt werden, oder sollte man doch eher für mehr Aufenthaltsqualität sorgen? „…. wenn man sich in dieser „Stadt“ nicht mehr wohlfühlt, könnte man ja auf´s Land ziehen!! Aber selbst dort würde Karsten ein Haar in der Suppe finden.

    • Liebe/r J.,
      ich wohne recht ländlich, vergleichbar mit Hengsen oder Opherdicke. Als Kind konnte ich noch mit meinen Freunden auf der Straße spielen, wohlgemerkt keine hübsche Sackgasse, sondern eine Zulaufstraße. Ab und an kam mal ein Auto, dem wir Platz machen mussten.
      Heute sind die Straßen zugeparkt und alle Nase lang kommt irgendein Auto angebraust. Man sieht hier (obwohl zahlreich vorhanden) keine Kinder mehr auf der Straße spielen, dieses beschränkt sich lediglich noch auf den Spiel- und Bolzplatz, der schön eingefriedet ist, damit u.a. bloß kein parkendes Auto beschädigt wird oder lästige Kinder den achsowichtigen Straßenverkehr behindern.
      Man kann die Kritik mit Polemik abbügeln wie Sie. Oder man kann mal die Windschutzscheibendenke beiseite legen und ernsthaft darüber nachdenken.

  • Warum wird in der Schlossallee nicht noch Schwellen gefordert. Auch eine LKW-Durchfahrtbeschränkung halte ich für angebracht. Vielleicht noch zwei Fußgängerampeln. Manche Anträge sind einfach nicht ganz durchgedacht

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