Amy ( J.), Aisling Haselhoff, Julie (7 J.), Ann-Kathrin Strege, Nele (6 J.) und Leon (7 J.) töpfern Tiere für die Arche Noah in der Sommerschule der Aloysiusschule. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Sommerschule in der Aloysiusschule: Zahlenforscher töpfern Tiere für Noahs Arche

Amy ( J.), Aisling Haselhoff, Julie (7 J.), Ann-Kathrin Strege, Nele (6 J.) und  Leon (7 J.) töpfern Tiere für die Arche Noah in der Sommerschule der Aloysiusschule. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Amy ( J.), Aisling Haselhoff, Julie (7 J.), Ann-Kathrin Strege, Nele (6 J.) und Leon (7 J.) töpfern Tiere für die Arche Noah in der Sommerschule der Aloysiusschule. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Verrückte Zeiten: Vor den Ferien waren unsere Schulen gähnend leer, in den Ferien herrscht nun rege Betriebsamkeit und dringt lautes Kinderlachen aus den Klassen – zumindest in der Aloysiusschule. Während die Sommerschule der ersten Ferienhälfte in der Nordschule vorige Woche auslief, werden in der katholischen Grundschule sechs Ferienwochen „durchgemacht“, wie Tobias Jansen von der Initiative Ganztag e.V. (INGA) der Aloysiusschule erklärt.

„Die Kinder kommen jeweils für eine Woche zur Sommerschule, darunter sind auch einige aus den anderen Grundschulen der Gemeinde. Unterrichtet und betreut werden sie hier von Ann-Kathrin Strege und Aisling Haselhoff. Beide studieren fürs Lehramt und machen das wirklich sehr gut“, bestätigt Tobias Jansen.

Dass dies nicht nur der Leiter der INGA so sieht, sondern vor allem auch die Kinder, erkennt jeder sofort, der sieht, mit welcher Begeisterung die Kinder trotz Ferien zur Schule gehen. Heute waren Sophie (9 Jahre), Amy (8 J.), Nele (6 J.), Julie (7 J.), Leon (7 J.) und Max (9 J.) in der Sommerschule in der Sommerschule.

„Verrückte Begrüßung“ als Morgen-Ritual

Die beiden angehenden Lehrerinnen sorgen für ein ausgewogenes Verhältnis von ernsthafter Aufarbeitung möglicher Defizite, die durch den Unterrichtsausfall in der Pandemie entstanden sind, und Spaß und guter Laune: „Morgens wenn die Kinder kommen steht zunächst Deutsch oder Mathe auf dem Stundenplan“, erklärt Ann-Kathrin Strege. „Es gibt zum Beispiel eine Forscherzahl, die für jede Altersstufe unterschiedlich ist. Die erforschen die Kinder mit uns dann gemeinsam.“ Es gibt aber auch ein lustiges morgendliches Begrüßungsritual in der Sommerschule, von denen die Kinder begeistert berichten: „Das verrückte Begrüßen!“  Was das ist?  „Jeder von uns muss sich etwas Besonderes überlegen, wie er morgens die anderen Kinder begrüßt“, erklären die Kinder.

Am späteren Vormittag folgt dann Sachkunde oder Kunstunterricht. „In dieser Woche haben wir uns mit der Kinderbibel beschäftigt und der Geschichte von Noah, der Arche und den Tieren“, sagt Aisling Haselhoff. Als Höhepunkt töpferten die Kinder heute einige Tiere, die Noah auf seiner Arche mitgenommen hat: Ein Schwein, die Schlange, eine Giraffe und viele andere Tiere haben die Kinder mit Wasser und Ton modelliert.

„Wir unternehmen aber auch kleinere Ausflüge und gehen zum Beispiel noch auf den Wochenmarkt“, berichten die beiden angehenden Lehrerinnen. Als krönenden Abschluss der Woche gehen alle gemeinsam dann Eis essen in der Eisdiele. 

Gegen 12.30 Uhr gibt’s dann Mittagessen für die Kinder und Erwachsenen. Gegen 14 Uhr klingt die Sommerschule dann aus.

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Auch Ferienbetreuung der OGS hat begonnen

Ganz unabhängig von der Sommerschule hat in dieser Woche auch die Ferienbetreuung an der Aloysiusschule begonnen. Kinder aller vier Grundschulen werden in der zweiten Ferienhälfte in der OGS betreut. Diese Aufgabe teilt sich das Stammpersonal der INGA, immerhin zwölf festangestellte Kräfte. „Allerdings hatten wir noch nie so wenig Kinder wie dieses Jahr in der Ferienbetreuung“, stellt Leiter Tobias Jansen fest. „Sonst haben wir um die 50 Kinder hier in der Betreuung, heute sind es nur 17.“ Woran das liegt, kann sich Tobias Jansen auch nicht so recht erklären. „Möglicherweise sind viele Eltern noch im Urlaub unterwegs.“

Erfahrungsgemäß ist es in der ersten Woche immer etwas ruhiger, weil weniger Kinder mit Betreuungsbedarf kommen. „Normalerweise müssten die Kinder ja angemeldet werden, aber erfahrungsgemäß passiert das längst nicht immer.“ Wenn Kinder, aus welchen Gründen auch immer, unangemeldet vorbeikommen, ist das aber auch kein Drama. „Wir schicken niemanden wieder weg“, verspricht Tobias Jansen.

Thema „Welt der Sinne“

In der ersten Betreuungswoche passiert ohnehin noch nicht so viel: „Wir spielen zumeist nur mit den Kindern, die sich kennenlernen können.“ In der nächsten Woche lautet das Thema des Programms dann: Welt der Sinne. „Es geht darum, unsere Sinne zu entdecken. Bei den Spielen, die wir uns ausgedacht haben, dreht sich alles um das Riechen, Fühlen, Schmecken, Sehen und Hören“, erläutert Tobias Jansen. „Auf einen großen Ausflug verzichten wir dieses Mal. Wegen der Corona-Pandemie sind wir da vorsichtig. Aber wir gehen mit den Kindern nächste Woche in den Wald, wo ja auch alle Sinne angesprochen werden.“

Wer in die Ferienbetreuung der Aloysiusschule kommt, muss also keine Sorge haben: Langeweile kommt dort ganz sicher nicht auf.

Aloysiusschule, Ferienbetreuung, Sommerschule


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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