Aufgrund der Lage zwischen zwei Autobahnen und der Verkehrsbelastung halten es Die Grünen für notwendig, einen Luftreinhalteplan für Holzwickede aufzustellen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Sechsspuriger Ausbau der B1 zur A 40 hat begonnen: Fahrspuren verengt und Tempo 80

Aufgrund der Lage zwischen zwei Autobahnen und der Verkehrsbelastung halten es Die Grünen für notwendig, einen Luftreinhalteplan für Holzwickede aufzustellen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Aufgrund der Lage zwischen zwei Autobahnen und der Verkehrsbelastung halten es Die Grünen für notwendig, einen Luftreinhalteplan für Holzwickede aufzustellen. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Berufspendler und andere Verkehrsteilnehmern werden es bereits bemerkt haben: Ab heute werden auf der B1 in Fahrtrichtung Dortmund bis zur Abfahrt Stadtkrone Ost die Fahrstreifen verengt. Auch der Standstreifen steht nicht mehr zur Verfügung. Gleichzeitig wird die Geschwindigkeit im gesamten Baustellenbereich auf Tempo 80 begrenzt. Die Anschlussstellen Holzwickede, Dortmund-Sölde und Dortmund-Aplerbeck können weiter genutzt werden. Die Zu- und Abfahrten zur B1 sind allerdings verkürzt.

Ab heute (5.Oktober) kann auch die Shell Tankstelle (Westfalendamm 411) in Höhe Stadtkrone-Ost nicht mehr direkt von der B1 aus angefahren werden.  

Ausbaustrecke 9,5 Kilometer lang

Grund für diese Verkehrseinschränkungen: Der lange angekündigte sechsspurige Ausbau der B1 zur A 40 zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund/Unna und der Anschlussstelle Dortmund-Ost hat begonnen. Im Zusammenhang mit dem sechsspurigen Ausbau werden auch der Standstreifen sowie die Verzögerungs- und Beschleunigungsstreifen sowie die Entwässerungseinrichtung verbessert.

Geplant und koordiniert wird die Maßnahme im Auftrag des Bundes durch die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES).

Für den 9,5 Kilometer langen auszubauenden Abschnitt der A 40 zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund/Unna und Anschluss Dortmund-Ost wird das Jahr 2025 ein Verkehrsaufkommen von über 100.000 Fahrzeuge pro Tag (24 h) h prognostiziert, wie die DEGES dazu informiert. Zum Vergleich: Derzeit beträgt die Verkehrsbelastung auf diesem Abschnitt 70.000 Kfz/24 h. Deshalb genügt die vorhandene vierspurige Straße nicht mehr den künftigen Verkehrsanforderungen.

Im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der B1 zur A40 wird die brücke mit dem Wirtschaftsweg zwischen Rausinger Straße und Eco Port ersatzlos abgerissen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der B1 zur A40 wird die Brücke mit dem Wirtschaftsweg zwischen Rausinger Straße und Eco Port ersatzlos abgerissen. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Vier Brücken im Gemeindegebiet betroffen

Auf Holzwickeder Gebiet wurde im Zuge der Ausbaumaßnahme zur A 40 auch bereits die Brücke mit der Kurze Straße erneuert. Die Brücke mit der Vincenz-Wiederholt-Straße bleibt erhalten, während die Brücke mit dem Wirtschaftsweg im Zuge der Ausbaumaßnahme komplett entfällt. Ebenfalls erneuert wird die Brücke über die Nordstraße (Anschluss Holzwickede). Die Brücke über den Oelpfad wird ebenfalls noch ersetzt, so die DEGES. Entlang der B1/A40 sind im Ortsbereich von Holzwickede bereits auch zwischen drei und zwölf Meter hohe Lärmschutzwände errichtet worden, die Anwohnerinnen und Anwohner von Abgas- und Lärmimmissionen spürbar entlasten sollen.

Bauzeit bis 2023: Kosten mindestens 105 Mio. Euro

Wie die DEGES zum Ausbau informiert, werden für jede Fahrtrichtung drei Spuren und ein Standstreifen gebaut. Im Bereich Nordstraße und im Teilabschnitt von der Marsbruchstraße bis etwas östlich der Emschertalstraße wird die Fahrbahn leicht nach Norden verbreitet. So soll der Abstand zwischen der Trasse und der in diesen Bereichen südlich angrenzenden Wohnbebauung erhalten bleiben. In den übrigen Bereichen wird die Fahrbahn nach beiden Seiten hin erweitert.

Insgesamt befinden sich zwölf Brücken auf der 9,5 Kilometer langen Ausbaustrecke.  

Nach Angaben der DEGES sollen die Ausbaumaßnahmen voraussichtlich bis 2023 beendet werden können. Die Gesamtkosten werden mit ca. 105,137 Mio. Euro (Stand 4/2018) angegeben.


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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