Das Freibad Schöne Flöte startet voraussichtlich am 30. Mai in die Badesaison - mit erheblichen Auflagen und Einschränkungen. So steht etwa das Nichtschwimmerbecken und auch die Brücke nicht zur Verfügung. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Schöne Flöte: Weitere Badesaison ohne Nichtschwimmerbecken, aber mit neuen Ideen

Das Nichtschwimmerbecken wird auch in der nächsten Saison nicht zur Verfügung stehen. Aber dafür soll das große Schwimmerbecken beheizt und ein kleiner Sportpark errichtet werden: Blick in das Freibad Schöne Flöte. (Foto: Kreis Unna)
Das Nichtschwimmerbecken wird auch in der nächsten Saison nicht zur Verfügung stehen. Aber dafür soll das große Schwimmerbecken beheizt und ein kleiner Sportpark errichtet werden: Blick in das Freibad Schöne Flöte. (Foto: Kreis Unna)

Die Holzwickeder müssen sich auf eine weitere Badesaison ohne Nichtschwimmerbecken einstellen. Das wurde in der letzten Ratssitzung des Jahres am Donnerstagabend (17. Dezember), deutlich, wo das Freibad Schöne Flöte auf der Tagesordnung stand. Als „Trostpflaster“ könnte es für die  Badegäste wärmeres Wasser im großen Schwimmerbecken und einen kleinen Sportpark geben.

Bekanntlich soll das Nichtschwimmerbecken durch ein Edelstahlbecken ersetzt werden. Ein Förderantrag ist gestellt, wurde aber für das laufende Jahr nicht genehmigt. Bei geschätzten Baukosten von rd. 830 0000 Euro wäre nächstes Jahr eine Förderung von 747 000 Euro möglich.

Förderung offen – Bauzeit mindestens fünf Monate

Die Entscheidung über den Förderantrag fällt im Frühjahr. Sie will die Gemeinde auf jeden Fall abwarten. Allerdings wäre eine Fertigstellung des neuen Edelstahlbeckens rechtzeitig zur Saisoneröffnung im Mai ohnehin nicht möglich gewesen, da die Auftragsbücher möglicher Anbieter bis weit in die Jahresmitte voll sind, wie Betriebsleiter Stefan Petersmann erläuterte. Die voraussichtliche Bauzeit für das neue Becken wird aber „mindestens fünf Monate“ betragen.

Um nicht wieder eine verkorkste Saison zu erleben, in der Badegäste ständig auf einen Bauzaun schauen müssen, hat der Bäderchef einige Ideen entwickelt, die nun umgesetzt werden sollen:

Großes Schwimmerbecken soll beheizt werden

Das große Schwimmerbecken könnte mit relativ geringem Aufwand beheizt werden. Die technischen und finanziellen Berechnungen sind nicht ganz einfach, räumte Petersmann ein. „Wir sind noch dabei die Berechnungen anzustellen.“ Der Bäderchef verspricht aber: „Es wird eine Dauerlösung sein, auch für die Zukunft.“  Deshalb sind die Berechnungen etwas aufwendiger. „Ich denken aber, wir können die Ergebnisse bis zur nächsten Sitzung im Februar präsentieren.“ 

Auf Nachfrage erläuterte Stefan Petersmann: Die Wassertemperatur in dem großen Schwimmerbecken wird bei etwa 22 bis 24 Grad liegen. Vielleicht sind auch noch etwas wärmere Temperaturen drin, doch da wollte sich der Betriebsleiter nicht festlegen. „Letztlich ist das auch immer eine Frage des Energieverbrauchs.“

Temporärer kleiner Sportpark mit Geräten

Doch eine angenehmere Wassertemperatur ist nicht alles. Außerdem soll das vorhandene (defekte) Becken einschließlich der Umgänge in einen „provisorischen kleinen Sportpark“ umgewandelt werden. Das gesamte Areal hat immerhin eine Fläche von rd. 1.400 m² (Nichtschwimmerbecken: 399 m² und Beckenumgangsbereich: 1.000 m²) Darauf könnten folgende Maßnahmen umgesetzt werden:  

  • Teilweise Verfüllung des Beckens mit Sand, um die Unfallgefahr zu mindern
  • Beckenwände durch Matten schützen
  • Aufstellen von Sportgeräten, z.B. Trampolin, Tischkicker, Tischtennisplatten, Laufbänder, Spinningräder, Rudergeräte usw.
  • Fitnesskurse in Zusammenarbeit mit Fit ‚n‘ well

Die Nutzung soll kostenlos und mit dem Eintrittsgeld abgegolten sein. Die Sportgeräte könnten teilweise als Investition getätigt und in den künftigen Badesaisons an einem anderen Ort im Freibad zur Verfügung gestellt werden, etwa auf den plattierten Flächen.  Für größere Geräte böte sich auch eine saisonale Anmietung an.

Bis zum Frühjahr sollen Details der Realisierung und die Kosten eines  temporären Sportparks zusammengetragen und zur Beratung über den endgültigen Beschluss eingebracht werden.

Freibad, Rat


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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