Rentner fährt Spiegel ab: Verfahren wegen Unfallflucht eingestellt

Weil er mit dem Kopf bei pri­vaten Pro­blemen war, kam ein 69 Jahre alter Rentner am Sil­ve­stertag (31.12.2018) gegen 12 Uhr auf der Teu­to­nen­straße zu weit nach rechts von der Fahr­bahn ab und tou­chierte mit seinem Spiegel den Außen­spiegel eines par­kenden Pkw. Gesamtsach­schaden: 295 Euro. Weil er sich anschlie­ßend uner­laubt vom Unfallort ent­fernte fand er sich in am Don­nerstag auf der Ankla­ge­bank des Amts­ge­richts Unna wegen Unfall­flucht wieder.

Ort schil­derte der sicht­lich auf­ge­regte 69-Jäh­rige, dass er sogar ange­hakten hatte und etwa zehn Minuten lang am Unfallort gewartet hatte. „Doch es war weit und breit nie­mand zu sehen. Da war absolut ‚tote Hose‘.“

Polizeiwache nicht besetzt

Des­halb will er von der Teu­to­nen­straße zur Poli­zei­wache in die Opher­dicker Straße gefahren sein. „Doch die war nicht besetzt.“ Weil er zu Hause Hand­werker erwar­tete, fuhr er des­halb nach Hause. „Das war ein Fehler. Es tut mir sehr leid“, zeigte der Rentner Reue.

Richter Jörg Hücht­mann zeigte sich gnädig, zumal der Schaden nur gering ist. In Ein­ver­nehmen mit der Staats­an­wältin stellte er das Ver­fahren mit Blick auf ein wei­teres Urteil gegen den anson­sten unbe­schol­tenen Rentner ein: Der 69-Jäh­rige war bereits im Vor­jahr, eben­falls wegen Fah­rer­flucht, zu einer Geld­strafe und einem Monat Fahr­verbot ver­ur­teilt worden.

Unfallflucht


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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