Kritisiert, dass die NRW-Landesregierung die fehlenden Gelder im Gemeindefinanzierungsgesetz nur Kredit aufstocken will: der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Hartmut Ganzke. (Foto: SPD)

Protest unterstützt SPD-Vorschlag zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge

Landtagsabgeordneter der SPD: Hartmut Ganzke. (Foto: SPD )

Die SPD im Landtag von Nordrhein-Westfalen will die Menschen von den Beiträgen bei Straßenausbaumaßnahmen entlasten. Im nordrhein-westfälischen Landtag kamen heute dazu Expertinnen und Experten zu Wort.

„Die Anhörung hat gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf beim Thema Straßenausbaubeiträge besteht. Die Hängepartie von Ministerin Scharrenbach und der Landesregierung ist den Kommunen in NRW und den Menschen im Land nicht länger zuzumuten“, so Hartmut Ganzke MdL nach der am Freitag stattgefunden Anhörung im Landtag von NRW.

In der Anhörung haben eine Vertreterin einer Bürgerinitiative und ein Bürgermeister eindrücklich geschildert, welche Schicksale die Erhebung der Straßenausbaubeiträge bei den betroffenen Anliegern verursacht.

„Es ist deutlich geworden, dass Menschen durch Straßenausbaubeiträge belastet werden, egal wie ihre persönliche finanzielle Situation ist. Das ist ungerecht und unsozial. Gleichzeitig bestätigte die Anhörung, dass die Erhebung der Beiträge bei den Kommunen einen großen bürokratischen Aufwand darstellt. Unser Gesetzentwurf würde eine unsoziale Regelung abschaffen und gleichzeitig Kommunen von aufwändigen Verfahren befreien. Das wäre ein wirklicher Beitrag zur Bürokratie-Entfesselung in NRW“, beschreibt Ganzke den Gesetzentwurf der Sozialdemokraten.

Auch Holzwickede gegen Straßenbausbaubeiträge

Durch die Bank haben sich alle Experten, auch die von den regierungstragenden Fraktionen von CDU und FDP benannten Sachverständigen, für eine einheitliche Regelung im Land ausgesprochen. 

„Die Idee, die Kommunen selber darüber entscheiden zu lassen, ob Straßenausbaubeiträge erhoben werden oder nicht, führt zu einem Flickenteppich im Land. Nur reiche Kommunen werden sich leisten können, auf diese Beiträge zu verzichten“ kritisiert der heimische Landtagsabgeordnete die Haltung von CDU und FDP.

Der Anhörung folgten hunderte Menschen, die extra hierfür nach Düsseldorf gereist waren.

Neben dem großen Interesse an der heutigen Anhörung hat der Bund der Steuerzahler bereits über 460.000 Unterschriften für die Abschaffung der Beiträge gesammelt. In knapp 60 Kommunen fordern Stadt- und Gemeinderäte die Landesregierung in Resolutionen auf, die Straßenausbaubeiträge abzuschaffen. Auch im Kreis Unna haben sich die Kommunen in Fröndenberg, Holzwickede und Lünen bereits gegen gegen Straßenausbaubeiträge ausgesprochen und fordern von der Landesregierung die Abschaffung.

„Unser Vorschlag liegt auf dem Tisch und wir bleiben am Ball. Die Landesregierung muss ihre Blockadehaltung beenden und endlich die Interessen der Menschen im Land ernst nehmen“ so Hartmut Ganzke MdL.  

SPD, Straßenausbaibeiträge


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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