Novum im DRK-Kreisverband Unna: In der Holzwickeder DK-Kita startet heute die erste von insgesamt neun Praxisintergrierten Auszubildenden (PIA) ihre Ausbildung. Das Foto entstand beim Fest zum 20jährigen Bestehen der Kita. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Praxiserfahrung ab dem ersten Tag: DRK startet neues Ausbildungskonzept in Kitas

Novum im DRK-Kreisverband Unna: In der Holzwickeder DK-Kita startet heute die erste von insgesamt neun Praxisintergrierten Auszubildenden (PIA) ihre Ausbildung. Das Foto entstand beim Fest zum 20jährigen Bestehen der Kita. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Novum im DRK-Kreis­ver­band Unna: In der Holzwickeder DK-Kita startet heute die erste von ins­ge­samt neun Pra­xis­in­ter­grierten Aus­zu­bil­denden (PIA) ihre Aus­bil­dung. Das Foto ent­stand beim Fest zum 20jährigen Bestehen der Kita. (Foto: P. Gräber – Emscher­blog)

Will­kommen im Team!“ heißt es heute (4. August) in der Holzwickeder Kita „Hokus­pokus“ und spä­te­stens nach dem Ende der Ferien in allen anderen DRK-Kin­der­ta­ges­stätten des Kreis­ver­bandes Unna für ins­ge­samt neun „Pra­xis­in­te­grierte Aus­zu­bil­dende“ – kurz „PIAs“. Die Nach­wuchs-Erzie­he­rinnen werden regel­mäßig zweimal pro Woche vor Ort im Ein­satz sein, ihre festen Gruppen, ver­traute Kinder und eine Pra­xis­an­lei­terin haben, mit deren Hilfe sie so von Beginn an nach Her­zens­lust Pra­xis­er­fah­rungen sam­meln können.

Der Ein­satz der PIAs ist Novum für den DRK-Kreis­ver­band und auch für viele Berufs­schulen noch ein recht neues Kon­zept. Denn nachdem die Erzie­he­rinnen-Aus­bil­dung bis vor kurzem aus­schließ­lich aus einer Kom­bi­na­tion aus zwei Jahren schu­li­scher Aus­bil­dung und einem ein­jäh­rigen Berufs­prak­tikum bestand, geht es nun auch anders: Ähn­lich wie bei anderen dualen Aus­bil­dungen besu­chen die PIAs im ersten Jahr drei Tage die Schule und sind in der Ein­rich­tung. Ab dem zweiten Jahr dreht sich dieses Ver­hältnis und die Praxis in der Kita nimmt einen noch grö­ßeren Raum inner­halb der Aus­bil­dung ein.

Neue „PIA“ auch in der Kita „Hokuspokus“

Durch ihre regel­mä­ßige Anwe­sen­heit in der Kita können die Aus­zu­bil­denden wesent­lich leichter die ein­zelnen Ent­wick­lungs­schritte der Kinder mit­er­leben und so viele ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gi­sche Aspekte, die in der Schule the­ma­ti­siert werden, direkt am Kind erleben“, weiß Kita-Lei­terin Ste­fanie Kamp aus Holzwickede die Vor­teile der engen Ver­zah­nung aus Theorie und Praxis zu schätzen. „Außerdem gehören die PIAs von Beginn an richtig zum Team, nehmen regel­mäßig an internen Sit­zungen teil, lernen es Abspra­chen zu treffen und inner­halb des Erzie­he­rinnen-Kol­le­giums ihren Platz zu finden.“

Das begei­stert auch Nadine Dei­ters, die Fach­be­reichs­lei­terin für den Bereich Kin­der­ta­ges­ein­rich­tungen beim DRK-Kreis­ver­band Unna: „Wir freuen wir uns sehr, den PIAs in unseren Ein­rich­tungen nun drei Jahre lang Werte, Leit­ge­danken und päd­ago­gi­schen Über­zeu­gungen des Roten Kreuzes ver­mit­teln zu können. So ent­steht nochmal eine ganz andere, sehr enge Ver­bun­den­heit zwi­schen den Aus­zu­bil­denden und uns als Träger.“

Ein wei­terer ent­schei­dender Vor­teil des Ange­botes, das Sicher­heit gibt und bereits im Vor­feld für hohe Bewer­ber­zahlen und viele Inter­es­senten sorgte: Die PIAs erhalten von Beginn ihrer drei­jäh­rigen Aus­bil­dung ein regel­mä­ßiges festes Gehalt.

Neue Wege bieten Raum zur Mitgestaltung

Dass das Kon­zept noch so neu ist, gibt uns viele Mit­ge­stal­tungs­mög­lich­keiten“ sieht Nadine Dei­ters span­nende Poten­ziale. In den zurück­lie­genden Monaten wurden des­halb enge Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rungen mit den umlie­genden Berufs­schulen geschlossen. „So können wir gemein­schaft­lich an den Lehr­plänen arbeiten, damit sich die schu­li­schen Inhalte später auch in der Praxis wie­der­spie­geln und umge­kehrt.“ Dazu soll es in Zukunft nicht nur regel­mä­ßige Koope­ra­ti­ons­ge­spräche mit den Berufs­schulen, son­dern auch eine DRK-interne AG der PIA-Anlei­te­rinnen geben. Schließ­lich starten im Kreis­ver­band Unna nicht nur neun Aus­zu­bil­dende, son­dern auch neun Pra­xis­an­lei­te­rinnen in eine neue Auf­gabe, bei der sie vom gemein­samen Aus­tausch nur pro­fi­tieren können.

Gleich­zeitig beginnt in den DRK-Kitas aber natür­lich auch wei­terhin die
Pra­xis­phase für diverse Jah­res­prak­ti­kanten und ‑prak­ti­kan­tinnen, die den bis­he­rigen Weg über zwei fach­theo­re­ti­sche Jahre in der Schule und ein anschlie­ßendes ein­jäh­riges Berufs­prak­tikum gewählt haben.

Ausbildung, DRK-Kita


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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