Pflegeberaterin vor Ort: Andrea Schulte. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Pflege- und Wohnberatung: Mehr Schutz für Pflegebedürftige

Pflegeberaterin vor Ort: Andrea Schulte. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Pfle­ge­be­ra­terin im Kreis Unna: Andrea Schulte. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Es gibt Neu­re­ge­lungen in der Pfle­ge­ver­si­che­rung. Sie sind Ergebnis der zur Bekämp­fung der Corona-Pan­demie erlas­senen Gesetze. Zen­trales Anliegen: Pfle­ge­be­dürf­tige Men­schen, ihre Ange­hö­rigen und Pfle­ge­kräfte sollen besser geschützt und finan­ziell ent­la­stet werden. 

Andrea Schulte ist Mit­ar­bei­terin der Pflege- und Wohn­be­ra­tung im Kreis Unna und gibt einen Über­blick über die wich­tig­sten Ände­rungen. Wichtig zu wissen ist aus Ihrer Sicht: „Alle Rege­lungen sind zunächst befri­stet bis zum 30. Sep­tember diesen Jahres.“ Die zen­tralen Rege­lungen hat Andrea Schulte in einem Über­blick zusam­men­ge­fasst:

  • Wer einen Pfle­ge­grad bean­tragt, erhält der­zeit keinen Besuch durch den Medi­zi­ni­schen Dienst der Kran­ken­ver­si­che­rung (MDK). Die Fest­stel­lung des Pfle­ge­grades erfolgt jetzt durch eine aus­führ­liche tele­fo­ni­sche Befra­gung. Ange­hö­rige bzw. Pfle­ge­per­sonen sollen eben­falls am Tele­fon­ge­spräch betei­ligt werden. 
  • Pfle­ge­be­dürf­tige sind von der Pflicht, einen Bera­tungs­be­such durch einen ambu­lanten Pfle­ge­dienst in Anspruch zu nehmen, befreit. Das Pfle­ge­geld wird von der Pfle­ge­kasse den­noch weiter gezahlt. 
  • Rück­wir­kend ab 1. April diesen Jahres wurde die Kosten­er­stat­tung für zum Ver­brauch bestimmte Hilfs­mittel, wie z. B. Einmal-Hand­schuhe, Mund-Nasen-Schutz und Des­in­fek­ti­ons­mittel von 40 Euro auf 60 Euro pro Monat erhöht. Die Pau­schale kann bei der Pfle­ge­kasse gel­tend gemacht werden.
  • Noch nicht ver­brauchte Ent­la­stungs­lei­stungen aus dem letzten Jahr können jetzt statt bis zum 30. Juni diesen Jahres bis zum 30. Sep­tember bean­sprucht werden. Der monat­liche Ent­la­stungs­be­trag in Höhe von 125 Euro kann z.B. für eine Haus­halts­hilfe oder für Ein­kaufs­dienste ver­wendet werden.
  • Wegen der Corona-Pan­demie wurde auch der Anspruch auf Pfle­ge­un­ter­stüt­zungs­geld erwei­tert. Wenn berufs­tä­tige Ange­hö­rige auf­grund eines pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gungs­eng­passes die Pflege selbst über­nehmen oder neu orga­ni­sieren müssen, können sie sich von der Arbeit frei­stellen lassen.
  • Die Zah­lung des Pfle­ge­un­ter­stüt­zungs­geldes als Lohn­er­satz­lei­stung wird von zehn auf 20 Arbeits­tage ver­län­gert und von der Pfle­ge­kasse des Pfle­ge­be­dürf­tigen über­nommen. 

Bei Fragen zu diesem oder anderen The­men­kom­plexen steht die Pflege- und Wohn­be­ra­tung im Kreis Unna gerne zur Ver­fü­gung. Bera­tungs­an­fragen und Ter­min­ver­ein­ba­rungen sind täg­lich von 9 bis 12.30 Uhr und don­ners­tags auch von 14 bis 17 Uhr im Seve­r­ins­haus, Nor­den­mauer 18 in Kamen, Tel. 0 23 07 /​28 99 06 0 oder 0 800 /​27 200 200 (kosten­frei) mög­lich. Eben­falls mög­lich ist ein Kon­takt per E‑Mail an pwb@kreis-unna.de. PK | PKU

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