Paul-Gerhardt-Schule: Kinder und Personal der OGS genießen die neue Großzügkeit

Die Kinder der Paul-Gerhardt-Schule genießen schon das neue großzügige Raumangebot im Anbau der OGS. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Knapp ein Jahr nach Baubeginn ist der Anbau an der Paul-Gerhardt-Schule fertig und seiner Bestimmung übergeben:  Nach den jahrelang äußerst beengten Verhältnissen genießen die Kinder und auch die Erwachsenen die großzügigen neuen Räumlichkeiten nun schon seit zwei Tagen. Am kommenden Samstag (15. Juni) soll nun auch die offizielle Eröffnung des Anbaus mit einem bunten Familienfest gefeiert werden.

Rund 540 m2 Nutzfläche bietet der neue Anbau, in dem die Offene Ganztagsbetreuung (OGS) der Schule untergebracht ist. Zum Vergleich: Bisher standen der OGS lediglich ein Klassen-, ein Tobe- und ein Ruheraum auf insgesamt 120 m2 im Erdgeschoss der Schule zur Verfügung. „Die OGS ist dort sind wirklich aus allen Nähten geplatzt“, bestätigt Schulleiter Magnus Krämer. „Die Kinder haben sich wirklich gestapelt.“

Kein Wunder also, dass die Kinder und auch OGS-Leiterin Martina Bleigel mit ihren zehn Mitarbeiterinnen  (einschließlich zwei Küchenkräften) das neue Platzangebot genießen. „Besonders spürbar war das bei dem heftigen Regen gestern“, freut sich Martina Bleigel. „Da waren natürlich alle Kinder hier im Anbau und haben sich wunderbar verteilt. Kein Vergleich zu der Enge vorher.“  Schulleiter Magnus Krämer ist zuversichtlich: „In ein paar Tagen wird die Entspannung bei den Kindern und beim Personal erst so richtig eintreten.“

Gruppenräume, Küche und Mensa für rd. 1,7 Mio. Euro

Wie der Leiter der Technischen Dienste der Gemeinde, Uwe Nettlenbusch, heute erläuterte, ist der Anbau für die OGS weitgehend in Holzbauweise errichtet worden. Die tragenden Wände sind aus großen steckbaren Elementen zusammengesetzt worden. Einzig die Decken und Böden sind in konventioneller Bauweise gebaut. Im Obergeschoss befinden sich zwei Gruppenräume, ein Chillraum und getrennte Sanitätsräume. Das Erdgeschoss wird mit einem Gruppen-, einem Toberaum, der großen Küche und Mensa für 50 Kinder sowie Sanitätsräumen genutzt. Außerdem finden sich dort diverse Personal- und Nebenräume. „Da es keinen Fahrstuhl gibt, ist der Anbau nur eingeschränkt behindertengerecht“, räumt Uwe Nettlenbusch ein. Ausgeglichen wird dieses Manko aber dadurch, dass alle nötigen Raumkapazitäten aus dem Obergeschoss bei Bedarf auch unten angeboten werden können.

Insgesamt 1,1 Mio. Euro hat der Anbau gekostet und hat damit den zu Beginn angepeilten Preis „nur geringfügig überschritten“, so Nettlenbusch. Weitere 45.000 Euro hat die Möblierung und noch einmal 25.000 Euro die Küche gekostet, wie Fachbereichsleiter Matthias Aufermann bestätigt.

„Ab übernächster Woche  wird bei uns selbst gekocht“, bestätigt OGS-Leiterin Martina Bleigel. „Aktuell werden bei uns 98 Kinder mittags verpflegt.“ Aber auch heute gab es schon leckeren Reis mit Schnitzel.

Samstag offizielle Schüsselübergabe und Familienfest

Auch die neue Küche hat schon geöffnet: Heute gab es leckeren Reis mit Schnitzel und Gemüse. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Von den insgesamt 144 Kindern der Paul-Gerhardt-Schule werden aktuell 98 Kinder in der OGS bis um 16.30 Uhr betreut und weitere 15 Kinder nur bis 13.30 Uhr. „Nachmittags betreuen wir die Kinder nicht klassenweise, sondern jahrgangsübergreifend“, erklärt Martina Bleigel, die seit zwölf Jahren schon die OGS in Hengsen leitet. „Wir haben uns ganz bewusst gegen den Schulcharakter entschieden. Die Kinder sollen, dass sie nicht mehr in der Schule sind und sich richtig wohlfühlen können.“

Praktisch zeitgleich mit dem OGS-Anbau ist auch die eigentliche Paul-Gerhardt-Schule für rund 200.000 Euro um zwei neue Klassenräume erweitert worden. Denn auch die Schule war längst zu klein geworden. Auch die alten Räume im Erdgeschoss, die bisher als Notquartier für die OGS genutzt wurden, sollen wieder in Klassenräume umgewandelt werden. Noch vor den großen Ferien soll auch die letzte Klasse aus den Containern an der Bredde wieder freigezogen werden. Die Container waren während des Umbaus als Notquartier genutzt worden. Der Jahrzehnte dauernde Zustand der Improvisation ist damit fast beendet, wie Magnus Krämer bestätigt. Nur fast, heißt es, weil noch einige weitere Förderräume innerhalb des Bestandes geschaffen werden müssen.  So soll etwa die alte Hausmeisterwohnung aufgelöst und umgenutzt werden.

Nach dem Umbau ist vor dem Umbau

Am Samstag (15. Juni) laden die Schule und die Gemeinde ab 11 Uhr zur offiziellen Schlüsselübergab an die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Mölle ein. Nach einigen Grußworten können die neuen Räumlichkeiten im Gebäude besichtigt werden. Anschließend stiegt ein buntes Familienfest. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Für die Gemeinde heißt es allerdings: Nach dem Umbau ist vor dem Umbau. Als nächstes kommt jetzt die Dudenrothschule an die Reihe, bestätigen die beiden zuständigen Fachbereichsleiter Uwe Nettlenbusch und Matthias Aufermann. Allerdings muss dazu zunächst das DRK vom Standort Im Hof in das alte Feuerwehrgerätehaus umquartiert werden. „Das dauert noch etwas, aber es tut sich was. Wir haben gerade heute erst wieder mit den DRK-Vertretern gesprochen.“  

  • Termin: Samstag (15. Juni), ab 11 Uhr, Paul-Gerhardt-Schule, Schulstraße 8

Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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