Stellen das Plakat zum gemeinsamen Appel vor, v.li.: Udo Wiesemann Vorsitzender OfS) , Elke Strauch,Fachbereichsleiter Matthias Aufermann und Bürgermeisterin Ulrike Drossel. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Ortsverband für Sport wirbt für Vereinsleben nach Corona: „Haltet den Vereinen die Treue“

Stellen das Plakat zum gemeinsamen Appel vor, v.li.: Udo Wiesemann Vorsitzender OfS) , Elke Strauch,Fachbereichsleiter  Matthias Aufermann und Bürgermeisterin Ulrike Drossel. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Stellen das Plakat zum gemeinsamen Appel vor, v.li.: Udo Wiesemann Vorsitzender OfS), Elke Strauch, Fachbereichsleiter Matthias Aufermann und Bürgermeisterin Ulrike Drossel. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Der Ortsverband für Sport fürchtet, dass das vielfältige Vereinsleben in der Gemeinde unwiderruflichen Schaden nehmen könnte. Fitness, Gesundheit, Miteinander, Gemeinschaft: All das erfahren Menschen in Sportvereinen. Corona bremst Clubs, Sportfreundinnen und Sportfreunde für viele Monate brutal aus. Damit aus der Vollbremsung kein Dauerstillstand wird, startet der Ortsverband für Sport zusammen mit der Gemeinde Holzwickede eine Kampagne und einem eindringlichen Appell. „Haltet den Vereinen die Treue“, so die dringende Bitte von Udo Wiesemann, Vorsitzender des Ortsverbands für Sport.

„Es sind die Zusammengehörigkeit, das gemeinsame Gewinnen und auch Verlieren, der Teamgeist, das Zusammensitzen mit kühlen Getränken nach dem Training oder Wettkampf – all das macht die Faszination des Sports aus. Corina darf das alles nicht stoppen.“ Udo Wiesemann appelliert deshalb an alle Holzwickeder: „Haltet den Holzwickeder Vereinen, in denen jahrelang ausnahmslos gute Arbeit auf sportlichen wie auch auf sozialem Sektor geleistet wird, die Treue. Bleibt dabei, tut etwas für das gesellschaftliche Miteinander und auch für die individuelle Gesundheitsvorsorge.“

Plakat zur Kampagne entworfen

Das von Elke Strauch entworfene Plakat. für die Aktion des Ortsverbands für Sport.
Das von Elke Strauch entworfene Plakat. für die Aktion des Ortsverbands für Sport.

Gemeinsam mit dem vierköpfigen Vorstand des Ortsverbands für Sport (OfS) und Bürgermeisterin Ulrike Drossel will Wiesemann die Menschen aufrütteln. „Grundsätzlich geht Gesundheit über alles. Jede Maßnahme die hilft, Corona zu stoppen, auch wenn sie uns als Sportlerinnen und Sportler nicht immer gefällt, ist absolut begrüßenswert. Die Hygieneregelungen müssen eingehalten werden“, so Udo Wiesemann weiter. „Für das Leben nach Corona müssen wir uns aber schon jetzt rüsten.“ Die Vereine lebten von den Menschen und dem Miteinander mit dem gemeinsamen Ziel der Gesunderhaltung und Fitness. „Wir müssen uns bewusst machen, dass wir um die Attraktivität unserer vereine und ihrer Angebote und den Sport ganz allgemein kämpfen müssen“, betont der Vorsitzende.  Denn Coronas zwang uns zur Pause, zum Verweilen zu Hause, zum Stillstand und Freunde treffen sich nicht mehr.

Im besten Fall führte der Lockdown, sportlich gesehen, zu Individual-Sportaktivitäten wie Jogging oder Walking. Viel zu oft aber führt der Stillstand zu Trägheit, Gewichtszunahme oder weniger sportlichen Aktivitäten wie Fernsehen oder Online-Spielen.

„Im Moment fühlen sich viele einsam und isoliert und von ihrem Verein wie abgeschnitten“, weiß auch Elke Strauch. Die Diplom-Designerin hat die Plakate zum gemeinsamen Appell des Ortsverbands und der Gemeinde entworfen. Ab heute werden die Plakate überall im Gemeindegebiet auf den offiziellen Plakatwänden aufgehängt. „Mir war es ein Bedürfnis, mit dem Plakatmotiv eine kommunikative Brücke zu bauen, um den Menschen draußen zu zeigen: Deine Heimat ist Dein Verein mit den Menschen, die Deine Interessen teilen.“

Ehrenamtliche brennen darauf, wieder loslegen zu können

Die Vereinsmitglieder sollen wissen, dass die Verbindung zu ihrer starken Gruppe nach wie vor da ist, auch wenn man sich aktuell nicht regelmäßig trifft. „Man sieht es nicht, aber man fühlt es, welche starke Power von der eigenen Interessengruppe immer noch ausgeht und das trägt besonders in harten Zeiten, wie diesen“, glaubt Elke Strauch.

„Es geht darum, den Menschen zu zeigen: Wir sind für Euch da und warten nur auf den Startschuss, um unsere wichtige und ehrenamtliche Arbeit für Euch da draußen weiterzuführen“

Elke Strauch

Udo Wiesemann ist auch sicher: „So viele qualifizierte Ehrenamtliche brennen darauf, endlich wieder in ihrer Gruppe loslegen zu können. Und auch die Sportsfreunde freuen sich schon auf einen Wiederstart. Der Holzwickeder Ortsverband für Sport möchte genau das alle wissen lassen und ist mit gutem Beispiel mit einer Plakatkampagne vorangegangen.“

Er und die übrigen Beteiligten würden sich freuen, wenn auch Vertreter anderer Bereiche des soziokulturellen Lebens in der Gemeinde, wie die Kirchen, Kultur- und Fördervereine und sozial-caritative Einrichtungen, ihrem Beispiel folgen würden. „Es geht darum, den Menschen zu zeigen: Wir sind für Euch da und warten nur auf den Startschuss, um unsere wichtige und ehrenamtliche Arbeit für Euch da draußen weiterzuführen“, sagt Elke Strauch.

Öffnung des Stadions am Schulzentrum kommt gut an

„Viele Sportbegeisterte treibt der Frust“, weiß Udo Wiesemann. „Unsere Hoffnung ist, dass diese Menschen den vereinen nicht verloren gehen.“ Derzeit werde noch versuch, die genaue Zahl der Vereinsaustritte zu ermittelt. „Im nächsten Fachausschuss werde ich dann dazu berichten.“

Abgesehen davon gibt es natürlich auch noch einen gesundheitlichen Aspekt, betont Wiesemann. „Man muss sich auch in diesen Zeiten fit halten. Deshalb ist es ein tolles Angebot, dass die Gemeinde das Sportstadion am Schulzentrum geöffnet hat.“ Das sei einzigartig im Kreis. Die Nutzung sei kostenlos, obwohl natürlich für die Gemeinde auch Kosten anfallen, etwa Energiekosten für die Beleuchtung. „Das Angebot wird auch sehr gut genutzt. Wir haben sogar Gäste aus Fröndenberg, die zum Training kommen“, bestätigt Wiesemann. „Aber natürlich ist nicht jeder ein Jogger oder hat Lust zu laufen.“ Etwas anderes als Individualsport (maximal zwei Personen) ist aber derzeit nicht zulässig.

„Haltet Euch an die Regeln, dann bleibt das Stadion offen.“

Ulrike Drossel (Bürgermeisterin)

„Leider haben wir gerade erst wieder einige dabei erwischt, die meinten, dass sie unbedingt Ballspiele im Stadion machen müssen“, bedauert Bürgermeisterin Ulrike Drossel. „Wenn das Ballspielen nicht aufhört, wird es dazu führen, dass wir die Nutzung des Stadions wieder ganz verbieten müssen.“ Klarer Appell der Bürgermeisterin: „Haltet Euch an die Regeln, dann bleibt das Stadion offen.“

Ortsverband für Sport, Plakataktion

Kommentar

  • Solange es geht, sollte sich jeder zweimal überlegen, während der Pandemie aus Vereinen auszutreten. Im Gegenteil: man sollte sich mal Gedanken machen, etwas zu spenden. Zum Beispiel einen Betrag, den man bei Veranstaltungen ausgegeben hätte; für die Bratwurst, für die Cola, für den Eintritt. Für viele Vereine sind diese Einnahmen eine wichtige Stütze der Finanzierung ihrer Arbeit zum Wohle der Gesellschaft.

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