
Offizielle Schlüsselübergabe: Neue KiTa in Opherdicke entpuppt sich als echte „Schatzkiste“

Dass die neue evangelische Kindertagesstätte Schatzkiste an der Unnaer Straße 55 einem Gerücht zufolge umgetauft und nun KiTa Weitblick heißt, ist zwar purer Unsinn. Doch jeder, der die KiTa Schatzkiste am neuen Standort schon einmal besucht hat, wird sofort verstehen, warum sich dieses Gerücht so hartnäckig hält. „Die Aussicht hier ist wirklich ganz herrlich“, staunte auch Ulrike Drossel heute bei der symbolischen Schlüsselübergabe.
Neben Holzwickedes Bürgermeisterin waren auch Landrat Mario Löhr, der Architekt Simon Könemann (Büro WWK Lünen), UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer und sein Aufsichtsratsvorsitzender Theo Rieke sowie der Geschäftsführer des evangelischen Kindergartenwerks, Hermann Schiefer zur offziellen Übergabe der KiTa erschienen.
UKBS baute eineinhalb Jahre: 2,4 Mio. Euro Kosten

Umgezogen sind die drei Gruppen der Schatzkisten aus Hengsen bereits vor knapp drei Wochen nach Opherdicke. Eine Besichtigung des Inneren der KiTa war deshalb heute coronabedingt im laufenden Betrieb nur sehr eingeschränkt möglich. Doch auch ohne ausführlichen Rundgang offenbarte die ebenerdig auf dem rund 940 m² großen Grundstück in Opherdicke gebaute Einrichtung ihre architektonischen Qualitäten. Baubeginn war im Dezember 2019. Die Baukosten belaufen sich auf rd. 2,4 Mio. Euro.
Der Grundriss der Einrichtung wird von einer schönen alten Esche diktiert. Architekt Simon Könemann hat die KiTa quasi um die Esche herum gebaut, um diese zu erhalten. Die Bäder für die Kinder im Inneren sind mit originellen Mosaikböden in Strand- und Stegoptik gestaltet. Außerdem gibt es Wasserbassins in Form kleiner Swimmingpools. Ein großes Panoramafenster und ein weiteres Bullaugen-Fenster gestatten die Aussicht auf das großzügige Außengelände mit seinen Spielgeräten und einer großen Wasser-Spielmulde und die herrliche Aussicht vom Berg.
Leiter der Einrichtung, die mit dem Umzug um 20 weitere Kinder auf nunmehr insgesamt 75 erweitert wurde, ist Thomas Kupke. Er hat auch das pädagogische Konzept der Schatzkiste mitentwickelt und gestaltet: „Wir sind eine offene KiTa. Bis auf die U-3 Kinder gibt es bei uns keine festen Gruppen mehr“, erläutert Thomas Kupke. „Offene KiTa gibt schon viele, aber wir eine der wenigen Einrichtungen, die auch gebaut sind für dieses Konzept.“
Offenes pädagogisches Konzept ohne feste Gruppen

In der Opherdicker KiTa gibt es keine Gruppenräume, sondern sogenannte Erlebnisräume, so Kupke weiter. Es gebe etwa einen Musikraum, ein Atelier, einen Forscher- und einen Bauraum, einen Raum für Rollenspiele und natürlich auch eine Turnhalle. In jedem dieser Räume befinden sich Experten. Zu wem die Kinder gehen, können sie frei wählen.
„Der Vorteil ist, dass sich die Kinder mit einem Thema konzentrierter auseinandersetzen können“, erklärt Thomas Kupke. Sie kommen mit einer Spielidee in einen Raum mit Gleichgesinnter oder gehen woanders hin, wenn sie sich überfordert fühlen oder einfach keine Lust mehr haben auf Lernen. „Im Grunde geht es darum, ein Angebot zu schaffen und Lust auf Lernen zu machen“, so der Leiter der Einrichtung.
In der KiTa Schatzkiste kümmern sich insgesamt 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die Kinder.
Wie Landrat Mario Löhr und die übrigen Offiziellen zeigte sich auch Holzwickedes Bürgermeisterin ganz begeistert von der neuen Einrichtung: „Der gute Ruf ist dr Einrichtung schon voraus geeilt. Die Ausstattung ist wunderbar, praktisch und sehr schön und der großen Außenbereich bietet eine tolle Aussicht“, stellte Ulrike Drossel fest. „Ich freue mich wirklich über die Eröffnung heute und wünschen allen Beteiligten viel Erfolg und den Kindern viel Spaß.“

Volker Schütte
Was für ein tolles Gebäude und ein beeindruckendes Außengelände!
Das ist ein großer Gewinn für die beiden Bergdörfer auf dem Haarstrang – ganz besonders natürlich für unsere Kids.
Ein dickes Lob an den Architekten und die Personen, die diese Baumaßnahme an der Unnaer Straße gestemmt haben.
Auch wenn ich mich gerne an meine eigene Zeit im Hengser Kindergarten (1962 bis 1965) und besonders an meine Erzieherin mit Kultcharakter – „Tante Erika“ – erinnere, hat sich bezüglich der KITAs in den letzten Jahren sehr, sehr viel getan – weiter so!