Die Räume des Sportheims im Montanhydraulik-Stadion sind als nächste Notunterkunft für Flüchtlinge vorgesehen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Nun geht es an Vereinsstrukturen: Gemeinde stark belastet durch Zuweisungen von Flüchtlingen

Die Räume des Sportheims im Montanhydraulik-Stadion sind als nächste Notunterkunft für Flüchtlinge vorgesehen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Die Räume des Sportheims im Montanhydraulik-Stadion sind als nächste Notunterkunft für Flüchtlinge vorgesehen. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Ganz am Ende der Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur kam auch die Frage nach der aktuellen Flüchtlingssituation in Holzwickede. Holzwickedes 1. Beigeordneter beantwortete sie kurz und bündig:

Täglich bis zu 800 Flüchtlinge sind in dieser Woche in Nordrhein-Westfalen angekommen. Die Flüchtlinge kommen längst nicht nur aus der Ukraine, auch aus vielen anderen Ländern dieser Erde. „Wir sehen uns stark belastet“, so Bernd Kasischke. „Uns gehen langsam die Unterbringungsplätze aus.“

Die vorhandenen Unterkünfte seien belegt und  bereits „stark verdichtet“. Weshalb hat sich die Gemeinde entscheiden musste, eine Containeranlage zu bestellen und auf dem Parkplatz am Aachener Weg aufzustellen.

Land nimmt keine Rücksicht mehr auf Kommunen

Doch damit nicht genug: Nachdem bereits im Sportheim am Haarstrang eine Flüchtlingsfamilie untergebracht ist, werden wir wahrscheinlich in ein bis zwei Wochen auch Räume im Sportheim des Montanhydraulik-Stadions herrichten müssen“, kündigt Kasischke an. „In einem nächsten Schritt müssen wir nun leider an die Vereinsstrukturen herangehen. Ultima Ratio wird danach die Rausinger Halle belegt.“

Während die Bezirksregierung bislang bei ihren Zuweisungen noch über begründete Verzögerungen mit sich reden ließ, ist das auch vorbei. „Das Land hat eindeutig klar gemacht, dass keine Rücksicht mehr auf die Bedürfnisse der Kommunen genommen wird bei den Zuweisungen.“ Das bedeutet, dass die geflüchteten Menschen praktisch gleichzeitig mit der Mitteilung über die Zuweisung in die Kommunen kommen.

Flüchtlinge, Zuweisungen


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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