MIT des Kreises Unna: „Bildung und Sprache gehören zusammen“

Vorsitzender der MIT Kreis Unna: Frank Murmann (Foto: privat)
Vor­sit­zender der MIT Kreis Unna: Frank Mur­mann (Foto: privat)

Die Mit­tel­stands- und Wirt­schafts­ver­ei­ni­gung (MIT) des Kreises Unna unter­stützt die For­de­rung ihres Bun­des­vor­sit­zenden Dr. Car­sten Lin­ne­mann, Kinder mit unzu­rei­chenden Deutsch­kennt­nissen in Vor­schul­klassen auf den nor­malen Unter­richt sprach­lich vor­zu­be­reiten. Erst danach sollten sie ein­ge­schult werden.

Die MIT ist davon über­zeugt, dass Bil­dung Grund­vor­aus­set­zung für Inte­gra­tion ist und Bil­dung nur dann gelingt, wenn aus­rei­chend deut­sche Sprach­kennt­nisse vor­handen sind. „Seit Jahren stellen Unter­nehmen fest, dass die Aus­bil­dungs­reife bei den Schul­ab­gän­gern sinkt. Es ist an der Zeit hier gegen­zu­steuern“, so Frank Mur­mann, MIT-Kreis­vor­sit­zender. Alle Kinder nun vor Beginn der schu­li­schen Lauf­bahn auf einen sprach­li­chen Kennt­nis­stand zu bringen, eröffne jedem Kind die glei­chen Mög­lich­keiten. Mur­mann: „Des­halb ist Car­sten Lin­ne­manns Vor­schlag ein Bei­trag zur Chan­cen­ge­rech­tig­keit und führt mit­nichten zu Aus­gren­zung, wie Kri­tiker in der aktu­ellen Dis­kus­sion behaupten.“

Die bis­he­rigen Ansätze zu Inte­gra­tion und Sprach­aus­bil­dung seien alle fehl­ge­schlagen, stellt Hans-Peter Mei­dinger, Prä­si­dent des deut­schen Leh­rer­ver­bandes, fest und unter­stützt daher eben­falls Car­sten Lin­ne­mann in der Sache. MIT-Kreis­chef Frank Mur­mann abschlie­ßend: „Natür­lich sind zur ent­spre­chenden Umset­zung spe­ziell aus­ge­bil­dete Lehr­kräfte nötig, die im vor­schu­li­schen Raum im Bereich Deutsch als Zweit­sprache (DAZ) Kinder beson­ders gut för­dern können“. Erzie­hungs­wis­sen­schaft­liche Kon­zepte für die Durch­füh­rung der Idee seien jedoch vor­handen und müssten nicht neu ent­wickelt werden. Die MIT im Kreis Unna for­dert ein poli­ti­sches Umdenken und die Umset­zung der For­de­rung von Lin­ne­mann.

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