(Foto: Succo - Pixabay)

Mit 1,9 Promille ohne Fahrerlaubnis am Steuer: Fünf Monate Haft zur Bewährung

Weil er am 17. November ver­gan­genen Jahres auf der B1 in Holzwickede bei einer Ver­kehrs­kon­trolle ohne Fahr­erlaubnis und mit 1,9 Pro­mille am Steuer seines Pkw erwischt wurde, fand sich der 50-jäh­rige geschie­dene Vater von zwei erwach­senen Kin­dern auf der Ankla­ge­bank des Amts­ge­richtes Unna wegen wieder.

Hier räumte der Ange­klagte, der auf einen Ver­tei­diger ver­zich­tete, zwar etwas thea­tra­lisch ein, dass er „zu 200 Pro­zent schuldig“ sei. Anson­sten hielt sich der 50-Jäh­rige aber ziem­lich bedeckt, was sein ver­gehen angeht.

Sein Geständnis sei zwar aller Ehren wert, so der Staats­an­walt zum Ange­klagten. Viel nega­tiver wirkte sich aber aus, dass dieser schon fünf Mal vor­be­straft ist, dar­unter auch ein­schlägig wegen Trun­ken­heit im Stra­ßen­ver­kehr, wes­halb ihm die Fahr­erlaubnis ent­zogen wurde. Da er nun erneut betrunken am Steuer erwischt wurde, müsse man von Vor­satz aus­gehen, so der Staats­an­walt. Eine Bewäh­rungs­strafe käme des­halb mehr in Frage. Der Ankla­ge­ver­treter for­derte des­halb eine Frei­heits­strafe von fünf Monaten, aus­ge­setzt zur Bewäh­rung auf drei Jahre und eine Sperre von zwei Jahren bis zur mög­li­chen Wie­der­erlan­gung der Fahr­erlaubnis. Zudem sollte der Ange­klagte 90 Stunden gemein­nüt­zige Arbeit lei­sten.

Das Urteil von Richter Jörn Grans­euer wich davon nur mar­ginal ab: Fünf Monate Gefängnis, aus­ge­setzt drei Jahre zur Bewäh­rung und eine Sperre für die Fahr­erlaubnis von zwei Jahren. Die Sozi­al­stunden wan­delte der Richter aller­dings in eine Geld­strafe von 500 Euro um, zahlbar an die Tafel in Unna in monat­li­chen Raten a‘ 50 Euro.

Gefährdung des Straßenverkehrs


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kontakt

Mobil: +49 (170)  9 03 26 14

E-mail: info@emscherblog.de

Folgen Sie uns

Archiv