Stellten heute die neuen ballistischen Helme und Schutzwesten der Kreispolizeibehörde vor, v.li.: Landrat Michael Makiolla und die Polizeibeamten Jennifer Reimann, Peter Baranowski, Bastian Brömmelhaus sowie Leitender Polizeidirektor Peter Schwab. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Mehr Sicherheit bei gefährlichen Einsätzen: Polizei mit ballistischen Helmen ausgerüstet

Stellten heute die neuen ballistischen Helme und Schutzwesten der Kreispolizeibehörde vor, v.li.: Landrat Michael Makiolla und die Polizeibeamten Jennifer Reimann, Peter Baranowski, Bastian Brömmelhaus sowie Leitender Polizeidirektor Peter Schwab.  (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Stellten heute die neuen bal­li­sti­schen Helme und Schutz­we­sten der Kreis­po­li­zei­be­hörde vor, v.li.: Landrat Michael Makiolla und die Poli­zei­be­amten Jen­nifer Rei­mann, Peter Bara­nowski, Bastian Bröm­mel­haus sowie Lei­tender Poli­zei­di­rektor Peter Schwab. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

NRW-Innen­mi­ni­ster Her­bert Reul hat heute (17. Januar) die ersten von ins­ge­samt 5.000 neuen bal­li­sti­schen Schutz­helmen an die Polizei in NRW aus­ge­geben. Rund 18 Mio. Euro sind dafür ein­ge­plant. Auch die Kreis­po­li­zei­be­hörde Unna hat 54 dieser neu­ar­tigen 3,32 kg schweren Titan-Aramid-Helme mit Split­ter­schutz­vi­sier erhalten.

Die Spe­zi­al­helme schützen die Poli­zi­sten vor allem im Front­be­reich vor dem Beschuss aus Schnell­feu­er­ge­wehren, Mes­ser­sti­chen. Flammen und Säure. In jedem der Strei­fen­wagen der Kreis­po­li­zei­be­hörde Unna sind ab sofort zwei dieser Spe­zi­al­helme vor­handen. Die Anschaf­fung der bal­li­sti­schen Helme ist ein wei­terer Schritt zur sicheren Aus­stat­tung der Polizei in NRW. Bereits im Jahr 2016 wurden Schutz­we­sten ange­schafft, die auch dem Beschuss von Sturm­ge­wehren stand­halten. In diesem Jahr kam dann noch eine neue Über­zieh­schutz­weste mit zusätz­li­chen Poly­car­bo­nat­ein­lagen hinzu. Zur wei­teren Aus­rü­stung gehören auch Maschi­nen­pi­stolen.

Heut­zu­tage sind die Täter, ins­be­son­dere wenn sie einen terro‍ristischen Hin­ter­grund haben, immer häu­figer mit Kriegs­waffen aus­ge­stattet.“

Landrat Michael Makiolla

Warum neben den Son­der­ein­satz­kom­mandos der Polizei auch nor­male Poli­zei­be­amte derart aus­ge­rü­stet werden, erklärt Landrat Michael Makiolla so: „Heut­zu­tage sind die Täter, ins­be­son­dere wenn sie einen ter­ro­ri­sti­schen Hin­ter­grund haben, immer häu­figer mit Kriegs­waffen aus­ge­stattet. Fast immer sind es nor­male Beamte, die mit sol­chen Tätern als erstes in Kon­takt kommen.“ Dann sind die Beamten etwa bei Amoklagen oder Ter­ror­an­schlägen bis zum Ein­treffen der Son­der­ein­satz­kom­mandos auf sich allein gestellt.

Helme halten auch Kugel aus Kalaschnikow stand

Des­halb sei es not­wendig, auch nor­male Strei­fen­po­li­zi­sten mit einer ent­spre­chenden Schutz­aus­rü­stung aus­zu­statten. Die neuen Helme schützen etwa auch vor Kugeln des Kali­bers 7,62 x 39 mm aus einer Kalasch­nikow, einer typi­schen Waffe von Ter­ro­ri­sten.

Es ist wichtig, dass nicht nur in Per­sonal, son­dern auch in den Schutz unserer Beamten inve­stiert wird“, betont auch Peter Schwab, Leiter der Kreis­po­li­zei­be­hörde Unna. Mit seinen 3,3 kg ist der neue bal­li­sti­sche Helm immer noch deut­lich leichter als die Helme der Son­der­ein­satz­kom­mandos. Trotzdem muss jeder Poli­zei­be­amte bzw. jede ‑beamtin noch gut zehn Kilo­gramm allein für den neuen Helm und die neuen Schutz­we­sten im Ernst­fall mit sich „schleppen“. „Da ist dann auch die kör­per­liche Fit­ness ent­schei­dend“, so Peter Schwab. Ebenso muss das schnelle Anlegen der Schutz­aus­rü­stung muss trai­niert werden. „Auch wenn wir davon aus­gehen, dass die Schutz­aus­rü­stung hof­fent­lich nie in einem Ernst­fall benö­tigt wird.“ 

Ganz wichtig ist es dem Lei­tenden Poli­zei­di­rektor zu betonen: „Natür­lich ver­lieren wir unsere Bür­ger­ori­en­tie­rung nicht durch die neuen Schutz­helme und ‑westen.“ Auch wenn die ange­legte Aus­rü­stung ziem­lich mar­tia­lisch aus­sehen mag.

Ausrüstung


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kontakt

Mobil: +49 (170)  9 03 26 14

E-mail: info@emscherblog.de

Folgen Sie uns

Archiv