Martina Ruppenstein gibt auf: Waffelstand auf Wochenmarkt schmerzlich vermisst

Mar­ti­na und Udo Rup­pen­stein, wie sie ihre Kun­den auf dem Holzwicke­der Wochen­markt ken­nen: Ihren Waf­fel­stand wol­len die bei­den jetzt aus gesund­heit­li­chen Grün­den auf­ge­ben und ver­kau­fen. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

Je klei­ner ein Wochen­markt, umso schmerz­li­cher wird ein Händ­ler und sein Ange­bot ver­misst. Dass auf dem Holzwicke­der Wochen­markt eini­ge Ange­bo­te feh­len – dar­an haben sich die Markt­be­su­cher leid­lich gewöhnt. Wirk­lich schmerz­lich ver­misst wird dage­gen die Waf­fel­bu­de von Mar­ti­na Rup­pen­stein seit Anfang des Jah­res. Eine Nach­fol­ge für d e n zen­tra­len Treff­punkt auf dem Holzwicke­der Wochen­markt ist nicht in Sicht.  

Mehr als zehn Jah­re lang gehör­te Mar­ti­na Rup­pen­stein zum Inven­tar des Holzwicke­der Wochen­mark­tes: Wenn ande­re Händ­ler bei Wind und Wet­ter sich schon mal eine Pau­se gönn­ten – die Unnae­rin war immer da.

Im Som­mer 2007 hat­te sie den Waf­fel­stand von Hil­de Thie­mann über­nom­men und war schnell, genau wie ihre Vor­gän­ge­rin, mit ihrer auf­ge­schlos­se­nen und freund­li­chen Art zur Sym­pa­thie­trä­ge­rin auf dem Markt gewor­den. Ihr Stand auf dem Markt im Eck von Allee und Goe­the­stra­ße war deut­lich erkenn­bar einer der belieb­te­sten auf dem gan­zen Wochen­markt. Was nur zum Teil an ihren sehr lecke­ren Waf­feln lag.

Zentraler Treffpunkt

Denn bei Waf­fel-Mar­ti­na traf sich regel­mä­ßig halb Holzwicke­de: Markt­be­su­cher leg­ten hier ger­ne ein Päu­schen beim Ein­kauf ein, um eine lecke­re Waf­fel mit hei­ßem Kaf­fee zu genie­ßen, Müt­ter steu­er­ten mit ihrem Nach­wuchs nach der Schu­le den Stand an und auch Omas oder Opas kamen mit ihren Enkeln so gut wie nie an den duf­ten­den Waf­feln von Mar­ti­na Rup­pen­stein vor­bei. Für etli­che Bewoh­ner des Per­t­hes-Hau­ses war der frei­täg­li­che Aus­flug im Roll­stuhl zum Waf­fel­stand auf dem Markt sogar ein Höhe­punkt der gan­zen Woche.

So beliebt war der Waf­fel­stand , dass Mar­ti­na Rup­pen­stein an den mei­sten Tagen des Jah­res auch Stüh­le und Tische für ihre Kun­den auf­ge­baut hat­te. Dass waren zusätz­li­che Stand­ge­büh­ren für sie – doch für ihre dank­ba­ren Kun­den hat sie das ger­ne in Kauf genom­men.

Gesundheitliche Gründe

Damit ist es nun seit Anfang des Jah­res vor­bei. Denn ganz uner­war­tet für ihre vie­len Kun­den, die sich noch immer nicht damit abfin­den mögen, bleibt Mar­ti­na Rup­pen­stein dem Wochen­markt fern. Und so wird es lei­der auch blei­ben. Denn wie Mar­ti­na Rup­pen­stein dem Emscher­blog erklär­te, hat sie „aus gesund­heit­li­chen Grün­den“ ihren Waf­fel­stand nach mehr als zehn Jah­ren auf­ge­ge­ben. „Es tut mir sehr leid, aber es geht lei­der nicht mehr anders.“

Auch für sie selbst und ihren Mann Udo kam die Geschäfts­auf­ga­be und der Rück­zug vom Wochen­markt über­ra­schend kurz­fri­stig. Eine Nach­fol­ge­rin oder einen Nach­fol­ger haben die die bei­den des­halb auch noch gar nicht fin­den,  geschwei­ge denn ein­ar­bei­ten kön­nen.

Der­zeit suchen die Rup­pen­steins noch eine Nach­fol­ge für ihren Waf­fel­stand, den sie ver­kau­fen wol­len.  Inter­es­sier­te soll­ten sich bei Udo Rup­pen­stein unter Tel. 0163 1 58 83 39 mel­den.

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Dipl.-Journalist

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