Werben für die erste Direktwahl des Ruhrparlaments, v.l.: Thorsten Kröger, Leiter Büro Regionaldirektorin; Josef Hovenjürgen, Vorsitzender RVR-Verbandsversammlung; Jochem von der Heide, Leiter RVR-Referat Verbandsgremien, und Karola Geiß-Netthöfel, RVR-Regionaldirektorin. (Foto: Wiciok/RVR)

Mach es zu deinem Revier“: Informationskampagne zur ersten Direktwahl des Ruhrparlaments

Werben für die erste Direktwahl des Ruhrparlaments, v.l.: Thorsten Kröger, Leiter Büro Regionaldirektorin; Josef Hovenjürgen, Vorsitzender RVR-Verbandsversammlung; Jochem von der Heide, Leiter RVR-Referat Verbandsgremien, und Karola Geiß-Netthöfel, RVR-Regionaldirektorin. (Foto: Wiciok/RVR)
Werben für die erste Direkt­wahl des Ruhr­par­la­ments, v.l.: Thor­sten Kröger, Leiter Büro Regio­nal­di­rek­torin; Josef Hoven­jürgen, Vor­sit­zender RVR-Ver­bands­ver­samm­lung; Jochem von der Heide, Leiter RVR-Referat Ver­bands­gre­mien, und Karola Geiß-Nett­höfel, RVR-Regio­nal­di­rek­torin. (Foto: Wiciok/​RVR)

Im Rahmen der Kom­mu­nal­wahl am 13.September sind mehr als vier Mil­lionen Bür­ge­rinnen und Bürger im Ruhr­ge­biet auf­ge­rufen, die neue Ver­bands­ver­samm­lung des Regio­nal­ver­bandes Ruhr (RVR) – kurz Ruhr­par­la­ment – zu wählen. Das soge­nannte Ruhr­par­la­ment bildet die poli­ti­sche Klammer der elf kreis­freien Städte und vier Kreise, die das Ver­bands­ge­biet defi­nieren. Unter dem Motto „Mach es zu deinem Revier“ startet der RVR dazu eine Infor­ma­ti­ons­kam­pagne, um mög­lichst viele Men­schen in der Metro­pole Ruhr über das Ruhr­par­la­ment und die Wahl auf­zu­klären sowie zu moti­vieren, ihre Stimme abzu­geben.

In diesem Jahr sind alle Wahl­be­rech­tigten Erst­wäh­le­rinnen und Erst­wähler. Denn die Bür­ge­rinnen und Bürger ent­scheiden erst­malig selbst und direkt, wer ihre Inter­essen im Ruhr­par­la­ment ver­treten wird – ein Novum in der 100-jäh­rigen Geschichte des RVR.

Durch die Direkt­wahl erhält die Ver­bands­ver­samm­lung eine deut­li­chere Legi­ti­ma­tion. Jedes Mit­glied hat mit der Zustim­mung der Bür­ge­rinnen und Bürger auch mehr Ver­ant­wor­tung regional zu denken und zu agieren. Ins­be­son­dere für die Regio­nal­pla­nung ist es wichtig, das große Ganze zu betrachten und so für Hand­lungs­fä­hig­keit, Pla­nungs­si­cher­heit und Fair­ness in der gesamten Region zu sorgen,“ bekräf­tigt Josef Hoven­jürgen, Vor­sit­zender der RVR-Ver­bands­ver­samm­lung.

Mit der Kam­pagne des RVR sollen die Wäh­le­rinnen und Wähler infor­miert werden, welche Gestal­tungs­mög­lich­keiten und Ent­schei­dungs­be­fug­nisse das Ruhr­par­la­ment und der RVR haben – und warum es wichtig ist, zur Wahl zu gehen.

Die Auf­gaben des RVR sind so viel­fältig wie die Region selbst. Mit der ersten Direkt­wahl des Ruhr­par­la­ments haben die Wäh­le­rinnen und Wähler starken Ein­fluss darauf, was in der Wahl­pe­riode in ihrem unmit­tel­baren Lebens­um­feld pas­siert. Das Motto der Kam­pagne ‚Mach es zu deinem Revier‘ drückt genau das aus. Dafür möchten wir in den näch­sten Wochen bis zur Wahl sen­si­bi­li­sieren“, so Karola Geiß-Nett­höfel, RVR-Regio­nal­di­rek­torin.

Kampagne für ganzes Ruhrgebiet

Auf der neuen Web­seite www.ruhrwahl.de finden Inter­es­sierte Infor­ma­tionen zur Kam­pagne, zum Wahl­pro­ze­dere sowie zu den Auf­ga­ben­fel­dern und Ent­schei­dungs­mög­lich­keiten des Ruhr­par­la­ments. Dar­über hinaus erhalten Kom­munen vom RVR kosten­frei Bro­schüren, Poster, Post­karten und Lese­zei­chen, die in Rat­häu­sern, Bür­ger­äm­tern und anderen öffent­li­chen Ein­rich­tungen auf­ge­hängt und aus­ge­legt werden können.

Ein Akti­onstag mit Info­ständen in meh­reren Städten im Ruhr­ge­biet soll die Bür­ge­rinnen und Bürger unmit­telbar vor der Wahl moti­vieren, am 13. Sep­tember ihre Stimme abzu­geben. Außerdem werden die Haus­halte mit einer Bei­lage in Tages­zei­tungen über das Ruhr­par­la­ment und die Wahl infor­miert. Begleitet wird die gesamte Kam­pagne mit eigens ent­wickelten Social-Media-For­maten und über die Schal­tung von Prin­t­an­zeigen sowie Kam­pa­gnen­mo­tiven im öffent­li­chen Raum.

Juniorwahl an Schulen

Jugend­liche der Jahr­gangs­stufen 7 bis 13 sollen zusätz­lich über ein inno­va­tives Format an das Thema Wählen her­an­ge­führt werden: die Junior­wahl. Das Kon­zept stammt vom Ber­liner Verein Kumulus und sieht vor, dass die Schü­le­rinnen und Schüler nach den Som­mer­fe­rien im Unter­richt durch ihre Lehr­kräfte auf die Wahl vor­be­reitet und über die Themen des Ruhr­par­la­ments infor­miert werden. Die Junior­wahl 2020 findet zeitnah vor der eigent­li­chen Wahl zum Ruhr­par­la­ment statt. Mit dem Start der Kam­pagne beginnt auch der Aufruf an die Schulen, sich an der Junior­wahl zu betei­ligen. Das Bil­dungs­an­gebot ist für teil­neh­mende Schulen kostenlos.

RVR: Großes Aufgabenspektrum, viele Gestaltungsmöglichkeiten

Der Regio­nal­ver­band Ruhr (RVR) mit Sitz in Essen ist eine Kör­per­schaft des öffent­li­chen Rechts. Zum Ver­bands­ge­biet gehören die kreis­freien Städte Bochum, Bot­trop, Dort­mund, Duis­burg, Essen, Gel­sen­kir­chen, Hagen, Hamm, Herne, Mül­heim an der Ruhr, Ober­hausen und die Kreise Ennepe-Ruhr, Reck­ling­hausen, Unna sowie Wesel mit ins­ge­samt rund 5,1 Mio. Ein­woh­nern. Im Zen­trum des gesetz­li­chen Auf­trags des RVR steht das Wohl der Metro­pole Ruhr: Auf allen rele­vanten regio­nalen Hand­lungs­fel­dern agiert der Ver­band als Netz­werker, Koor­di­nator, Impuls­geber, Dienst­lei­ster oder Pro­jekt­träger für das Ruhr­ge­biet.

Die Auf­gaben und Tätig­keiten des Ver­bandes sind im RVR-Gesetz gere­gelt. Der RVR ist für die staat­liche Regio­nal­pla­nung in der Metro­pole Ruhr zuständig und ist Träger bedeu­tender Infra­struk­tur­pro­jekte wie die „Route Indu­strie­kultur“ und den „Emscher Land­schafts­park“. Zu den älte­sten Kern­auf­gaben des RVR zählen Schutz und Pflege der Umwelt durch Siche­rung von Frei­flä­chen. Der RVR ist einer der größten kom­mu­nalen Wald­be­sitzer in Deutsch­land. Zu seinen gesetz­li­chen Auf­gaben gehören zudem die regio­nale Wirt­schafts- und Tou­ris­mus­för­de­rung sowie die Öffent­lich­keits­ar­beit für die Metro­pole Ruhr.

Der RVR ist an zahl­rei­chen Gesell­schaften betei­ligt: Als Allein­ge­sell­schafter fun­giert er u. a. bei der Ruhr Tou­rismus GmbH (RTG), der Busi­ness Metro­pole Ruhr GmbH (BMR) sowie der Abfall­ent­sor­gungs­ge­sell­schaft Ruhr­ge­biet mbH (AGR).

Der RVR wird durch eine Umlage seiner Mit­glieder finan­ziert und bei Pro­jekten durch För­der­mittel von Land, Bund und EU unter­stützt. Organe des Ver­bandes sind die Ver­bands­ver­samm­lung, der Ver­bands­aus­schuss und die Regio­nal­di­rek­torin.

Ruhrparlament, RVR


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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