Literaturkurs des CSG lädt zu Märchen der etwas anderen Art ein: Where is the party?

Der Literaturkurs Q1 des CSG bei der probe im Forum: Am Fronleichnam-Wochenende laden die Schüler zu zwei Aufführungen des Stücks "Where is your party?" ein. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Der Lite­ra­tur­kurs Q1 des CSG bei der Pro­be im Forum: Am Fron­leich­nam-Wochen­en­de laden die Schü­ler zu zwei Auf­füh­run­gen des Stücks „Whe­re is the par­ty?“ ein. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

Whe­re ist the par­ty?“ –  unter die­sem Titel lädt der Lite­ra­tur­kurs Q1 (11. Jahr­gang) des Cla­ra-Schu­mann-Gym­na­si­ums am kom­men­den Fron­leich­nam-Wochen­en­de zu einer Begeg­nung mit einem Mär­chen der ande­ren Art ein.

Schon seit Sep­tem­ber vori­gen Jah­res arbei­ten die 32 Jugend­li­chen des Lite­ra­tur­kur­ses mit ihrer Deutsch­leh­re­rin Annett Schrö­ter dar­an, das Stück auf die Büh­ne zu brin­gen. „Whe­re is the par­ty?“ ist eine Col­la­ge aus ver­schie­de­nen deut­schen Mär­chen. Die Ori­gi­nal­tex­te haben sich die Schü­ler aus dem Deut­schen Thea­ter­ver­lag besorgt, anschlie­ßend aber noch etwas umge­schrie­ben und der gesell­schaft­li­chen Rea­li­tät von heu­te ange­passt. „Unser Hans im Glück ist schwul, Hän­sel und Gre­tel kom­men aus wirk­lich sehr schwie­ri­gen sozia­len Ver­hält­nis­sen und unse­re Mül­lers Toch­ter ist ein Sohn“, nennt Annett Schrö­ter eini­ge Bei­spie­le.

Unser Hans im Glück ist schwul, Hän­sel und Gre­tel kom­men aus wirk­lich sehr schwie­ri­gen sozia­len Ver­hält­nis­sen und unse­re Mül­lers Toch­ter ist ein Sohn.“

Annett Schrö­ter, Deutsch­leh­re­rin und  Regis­seu­rin

Jeder der 32 Jugend­li­chen des Lite­ra­tur­kur­ses hat eine Rol­le oder Auf­ga­be über­nom­men – von den Schau­spie­lern bis zu den Tech­ni­kern, Dreh­buch­au­to­ren und der Regie­as­si­stenz sind alle mit gro­ßem Enga­ge­ment dabei. „Das Stück haben sich die Schü­ler aus sie­ben ver­schie­de­nen Stücken selbst aus­ge­wählt“, meint die Deutsch­leh­re­rin und Regis­seu­rin. Die ver­schie­de­nen Auf­ga­ben wur­den von den Schü­lern basis­de­mo­kra­tisch ver­teilt – bis zu den ein­zel­nen Rol­len. „Dazu gab es vor­her sogar ein rich­ti­ges Casting“, meint Annett Schrö­ter.

Zwei Aufführungen am Fronleichnam-Wochenende

Drei Stun­den pro Woche hat­te der Lite­ra­tur­kurs Zeit, sich mit dem Stück zu befas­sen. „Das reicht natür­lich nicht“, weiß Annett Schrö­ter. „Allein des­halb schon ist ein außer­ge­wöhn­li­ches Enga­ge­ment der Schü­ler not­wen­dig. Aber alle sind recht bereit­wil­lig und mit gro­ßem Spaß am Schau­spie­lern mit­ge­zo­gen.“ Dabei sei es gar nicht so leicht für die Jugend­li­chen, bei­spiels­wei­se einen Schwu­len auf der Büh­ne zu spie­len, weiß die Leh­re­rin. „Aber alle haben sich ganz gut durch­ge­kämpft“, fin­det sie.

Auch mit eini­gen orga­ni­sa­to­ri­schen Pro­ble­men muss­ten die jun­gen Mimen fer­tig wer­den. So stand das Forum als Pro­benstät­te häu­fi­ger mal nicht zur Ver­fü­gung und der Lite­ra­tur­kurs muss­te dann in die Klas­sen aus­wei­chen für die Pro­ben. Auch mit dem Auf­füh­rungs­ter­min am kom­men­den Fron­leich­nam-Wochen­en­de sind die Regis­seu­rin und ihre Jung­mi­men nicht so ganz glück­lich: „Ich hat­te schon im Sep­tem­ber vori­gen Jah­res ange­fragt, aber lei­der war kein ande­rer Ter­min mehr frei“, sagt Annett Schrö­ter. Jetzt flat­tern allen die Ner­ven, dass wegen des Brücken­ta­ges nicht genü­gend Zuschau­er kom­men könn­ten. „Ande­rer­seits kom­men ja viel­leicht gera­de wegen des lan­gen Wochen­en­des mehr Zuschau­er“, meint Annett Schrö­ter. „Wer weiß?“

Loh­nen wür­de sich ein Besuch der bei­den Auf­füh­run­gen ganz sicher. Kar­ten für das Stück kosten an der Abend­kas­se drei Euro Kinder/Jugendliche sowie fünf Euro (Erwach­se­ne). Zwei Auf­füh­run­gen sind geplant:

  • Ter­min: Sams­tag und Sonn­tag (17./18. Juni), 19 Uhr (Ein­lass: 18 Uhr), Forum des Schul­zen­trums, Opher­dicker Str. 44

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visage

Dipl.-Journalist

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