Die LRS-Experten mit den Zertifikaten und Vertreterinnen und Vertretern aus dem Schulamt für den Kreis Unna und der Schulpsychologischen Beratungsstelle. (Foto: Max Rolke - Kreis Unna)

Lehrer als LRS-Experten geschult: Boitl statt Beutel

Die LRS-Experten mit den Zertifikaten und Vertreterinnen und Vertretern aus dem Schulamt für den Kreis Unna und der Schulpsychologischen Beratungsstelle. (Foto: Max Rolke - Kreis Unna)
Die LRS-Experten mit den Zer­ti­fi­katen und Ver­tre­te­rinnen und Ver­tre­tern aus dem Schulamt für den Kreis Unna und der Schul­psy­cho­lo­gi­schen Bera­tungs­stelle. (Foto: Max Rolke – Kreis Unna)

Manche Kinder lesen lange Zeit stockend und feh­ler­haft. Sie ver­tau­schen Buch­staben oder lassen diese ganz weg – ihre Texte sind kaum lesbar. Die Rede ist von Kin­dern mit Schwie­rig­keiten beim Lernen des Lesens und Recht­schrei­bens. Wie die Kinder besser geför­dert werden können, haben zwölf Lehr­kräfte von Grund­schulen im Kreis Unna im Rahmen einer Fort­bil­dung gelernt.

Zum Abschluss gab es am 27. Juni im Kreis­haus die ent­spre­chenden Zer­ti­fi­kate. Die Päd­agogen haben über ein Jahr an dem Koope­ra­ti­ons­pro­jekt der schul­psy­cho­lo­gi­schen Bera­tungs­stelle für den Kreis Unna und des Schul­amts für den Kreis Unna teil­ge­nommen: Genauer gesagt an der Leh­rer­fort­bil­dung „SchiKU“ (Schrift­sprach­liche Basis­för­de­rung für Schü­le­rinnen und Schüler mit Lese-Recht­schreib-Schwie­rig­keiten (LRS) im Kreis Unna).

Ein Jahr Fortbildung

Es geht bei der Fort­bil­dung um den Ausbau und die Stär­kung der schu­li­schen Kom­pe­tenzen bei der För­de­rung von Kin­dern mit beson­deren Schwie­rig­keiten beim Lesen und Schreiben lernen“, erklärt Andreas Hunke, Leiter der schul­psy­cho­lo­gi­schen Bera­tungs­stelle. „Die teil­neh­menden Lehr­kräfte sind wäh­rend und nach der Fort­bil­dung für ihr Kol­le­gium in der Schule Fach­kräfte und Ansprech­partner zum Thema LRS.“

Schü­le­rinnen und Schüler mit LRS schreiben zum Bei­spiel Boitl statt Beutel, Laita statt Leiter oder gafn statt kaufen. Ihnen gelingt es nicht oder nur mit großer Anstren­gung und Zeit­auf­wand ein­zelne Wörter wie Dame oder Salami zu erlesen.

Die Lehrer, die an der Fort­bil­dung teil­ge­nommen haben, arbeiten mit Kin­dern, denen die not­wen­digen Vor­aus­set­zungen für das Lesen und Schreiben lernen noch fehlen und die die grund­le­genden Ziele des Lese- und Recht­schreib­un­ter­richts der Klassen 1 und 2 nicht errei­chen.

Ziel: rechtzeitig fördern

Die recht­zei­tige För­de­rung dieser Schüler ist von ent­schei­dender Bedeu­tung für deren wei­tere Schul­lauf­bahn“, sagt Hunke. „Erst aus­rei­chende schrift­sprach­liche Kennt­nisse ermög­li­chen den Schul­erfolg auch in allen anderen Fächern und letzt­lich die Teil­habe am gesell­schaft­li­chen Leben.“ Die Lehr­kräfte sollen diese Kinder wirksam auf ihrem Weg zum Erwerb der Schrift­sprache unter­stützen, getreu nach dem Motto „Kein Kind zurück­lassen“. PK | PKU

LRS-Schulung

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