Lebensmittelkontrolleure auch 2014 unterwegs: Fast 3.730 Betriebskontrollen

In Holzwickede wurden voriges Jahr von den Lebensmittelkontrolleuren des Kreises 207 Betriebe überprüft. (Fotomontage: Tim Redckmann/Pixelio/P. Gräber)

In Holzwicke­de wur­den vori­ges Jahr von den Lebens­mit­tel­kon­trol­leu­ren des Krei­ses 207 Betrie­be über­prüft. (Foto­mon­ta­ge: Tim Reckmann/Pixelio/P. Grä­ber)

Die Gemein­de Holzwicke­de ist neben der Stadt Wer­ne die ein­zi­ge Kom­mu­ne im Kreis Unna, in der die Lebens­mit­tel­kon­trol­leu­re des Krei­ses im ver­gan­ge­nen Jahr kein Buß­geld nach Bean­stan­dun­gen gegen Betrie­be ver­hän­gen muss­ten.

Lebens­mit­tel­kon­trol­len sind ange­wand­ter Ver­brau­cher­schutz. Um Men­schen vor Gesund­heits­ge­fah­ren und vor Täu­schung zu schüt­zen, führ­ten die Lebens­mit­tel­kon­trol­leu­re und Tier­ärz­te des Krei­ses 2014 ins­ge­samt 3.728 Kon­trol­len durch und zogen 2.174 Pro­ben.

In der Gemein­de Holzwicke­de wur­den in ins­ge­samt 207 Betrie­ben 219 Kon­trol­len durch­ge­führt und 73 Pro­ben genom­men. Dabei gab es ledig­lich 14 Bean­stan­dun­gen. Zwei Fäl­le wur­den an ande­re Behör­den abge­ge­ben. In einem Fall wur­de die Behör­de auf­grund eines Ver­brau­cher­hin­wei­ses tätig.

Grund­sätz­lich tra­gen die­je­ni­gen, die Lebens­mit­tel, Kos­me­tik und son­sti­ge Bedarfs­ge­gen­stän­de wie bei­spiels­wei­se Klei­dung, Spiel­wa­ren oder Scherz­ar­ti­kel her­stel­len, wei­ter­ver­ar­bei­ten oder ver­kau­fen, die Ver­ant­wor­tung für die Sicher­heit ihrer Pro­duk­te. „Sie müs­sen also dafür sor­gen, dass ihre Waren den recht­li­chen Vor­schrif­ten ent­spre­chen“, sagt Dr. Anja Dirk­sen, die die Lebens­mit­tel­über­wa­chung des Krei­ses lei­tet.

Zwei Tier­ärz­te, acht Lebens­mit­tel­kon­trol­leu­re und eine Kon­trollas­si­sten­tin der Kreis­ver­wal­tung  über­prü­fen regel­mä­ßig, ob die Betriebs­in­ha­ber ihrer Sorg­falts­pflicht wirk­lich nach­kom­men. Ins­ge­samt kon­trol­lier­ten sie im letz­ten Jahr 4.646 Betrie­be in den zehn Städ­ten und Gemein­den im Kreis­ge­biet. Sie füh­ren unan­ge­mel­de­te Kon­trol­len und Pro­benah­men durch — von der Pro­duk­ti­on bis zur Laden­the­ke. Wie oft sie die Betrie­be über­prü­fen, rich­tet sich nach dem Ergeb­nis einer Risi­ko­be­wer­tung, die auf­grund der jewei­li­gen Betriebs­art und der bis­her fest­ge­stell­ten betrieb­li­chen Hygie­ne erfolgt.

Breite Palette an Sanktionsmöglichkeiten

Bei den Kon­trol­len wer­den z.B. die Hygie­ne, der sach­kun­di­ge Umgang mit dem Lebens­mit­tel, deren Zusam­men­set­zung und Kenn­zeich­nung, eben­so wie die Eigen­kon­trol­len und deren Doku­men­ta­ti­on über­prüft. „Wer­den Män­gel fest­ge­stellt, tref­fen die Mit­ar­bei­ter des Krei­ses vor Ort die not­wen­di­gen Maß­nah­men“, erläu­tert Dr. Anja Dirk­sen.

Die­se vari­ie­ren von der Beleh­rung über Anord­nun­gen zur Abstel­lung bau­li­cher oder hygie­ni­scher Män­gel, die Anord­nung von Per­so­nal­schu­lun­gen, das Ver­bot des Inver­kehr­brin­gens von Lebens­mit­teln bis hin zur vor­über­ge­hen­den Schlie­ßung oder dem Ent­zug einer Zulas­sung. Schwe­re Män­gel oder wie­der­hol­te Män­gel kön­nen mit Buß­gel­dern geahn­det wer­den oder zur Straf­an­zei­ge gebracht wer­den.

Nach den knapp 3.730 Betriebs­kon­trol­len gab es 271 Bean­stan­dun­gen. Außer­dem wur­den 15 Buß­gel­der ver­hängt. Von den 2.174 Pro­be­ent­nah­men waren elf durch Ver­brau­cher­infor­ma­tio­nen aus­ge­löst wor­den. Ins­ge­samt zeich­net sich auch hier ein zufrie­den­stel­len­des Bild, denn nur in vier Fäl­len muss­te ein Buß­geld ver­hängt wer­den. 46 Mal wur­de das Pro­ben­er­geb­nis an eine ande­re Behör­de wei­ter­ge­lei­tet. Das ist z.B. dann der Fall, wenn das beprob­te Unter­neh­men sei­nen Sitz außer­halb des Krei­ses hat.

Die ver­gleichs­wei­se klei­ne Zahl an Bean­stan­dun­gen zeigt, dass wir mit unse­rem Kon­zept der früh­zei­ti­gen Bera­tung und Beglei­tung und regel­mä­ßi­gen Kon­trol­le rich­tig lie­gen und ein­grei­fen, bevor es zu grö­ße­ren Pro­ble­men kommt“, sagt Sach­ge­biets­lei­te­rin Dr. Anja Dirk­sen.

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visage

Dipl.-Journalist

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