Landrat und Bürgermeister diskutieren neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit

Landrat und Bürgermeister verabredeten bei der Klausur in Sundern die weitere interkommunale Zusammenarbeit. Foto: K. Schuon – Kreis Unna
Landrat und Bür­ger­mei­ster ver­ab­re­deten bei der Klausur in Sun­dern die wei­tere inter­kom­mu­nale Zusam­men­ar­beit. (Foto: K. Schuon – Kreis Unna)

(PK) Andern­orts wird sie noch gefor­dert – im Kreis Unna wird sie längst gelebt. Die Rede ist von der inter­kom­mu­nalen Zusam­men­ar­beit (IKZ). Erste Schritte gab es in den 1960er Jahren, inzwi­schen sind es rund 100 prak­ti­sche Bei­spiele. Und nach einer Klau­sur­ta­gung zum Thema sind sich der Landrat und die Bür­ger­mei­ster sicher: „Da geht noch was“.

Lei­stungs­fä­hig­keit erhalten, Know-how bün­deln und effi­zient ein­setzen, Kosten­druck senken und Stan­dards beim Bür­ger­ser­vice mög­lichst halten – dies sind einige der Antriebs­mo­toren, die in Zeiten knapper Kassen neu­er­li­chen Schwung in die Dis­kus­sion bringen.

Fußend auf den Erfah­rungen in unter­schied­li­chen Berei­chen und mit ver­schie­denen Koope­ra­ti­ons­formen, dis­ku­tierten die Ver­wal­tungs­chefs bei der Klausur im sauer­län­di­schen Sun­dern neue Mög­lich­keiten der inter­kom­mu­nalen Zusam­men­ar­beit bei den Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gien, der Beschu­lung von Behin­derten, der Flücht­lings­un­ter­brin­gung und beim Erwerb von Natur­schutz­flä­chen. Ein Thema wurde beson­ders gewichtet: „eGo­vernment“.

Bürgermeister einig: Kooperation bei EGovernment

Wir wollen weiter hand­lungs­fähig bleiben. Des­halb müssen wir die Gestal­tungs­po­ten­ziale inter­kom­mu­naler Zusam­men­ar­beit aus­schöpfen“, sind sich die Ver­wal­tungs­chefs einig. Sie denken dabei z.B. an neue Orga­ni­sa­ti­ons­formen und –struk­turen. So sollen Wege frei gemacht werden für ein effi­zi­en­teres (Zusammen-)Arbeiten im Hin­blick auf Kosten, Per­so­nal­ein­satz und Bür­ger­ser­vice.

Gerade wie­der­keh­rende Pro­zesse und Lei­stungen für Bür­ge­rinnen und Bürger müssen stärker stan­dar­di­siert und mehr digital erle­digt werden“, betonen die Behör­den­leiter das gesteckte Ziel auch mit Blick auf Aus­sagen des Fraun­hofer-Insti­tuts. Danach könnte der der­zei­tige Büro­kra­tie­auf­wand durch eine Digi­ta­li­sie­rung der 60 häu­fig­sten Ver­wal­tungs­pro­zesse um rund 34 Pro­zent gesenkt werden.

Ein kon­kretes Bei­spiel ist die Nut­zung von „ePay­ment-Systemen“. Die Kom­munen als Träger von Spar­kassen wollen prüfen, wie und ob das ent­wickelte Spar­kas­sen­an­gebot im eGo­vernment („GiroCode“|„GiroCheckout“|„Giropay“) ver­ein­heit­licht und damit wirt­schaft­liche Kraft gewonnen werden kann.

Mit der Ver­ab­re­dung zur wei­teren Zusam­men­ar­beit setzen Kreis und kreis­an­ge­hö­rige Städte und Gemeinden eine lange Erfolgs­ge­schichte fort. Bei­spiele für inter­kom­mu­nale Zusam­men­ar­beit unter Betei­li­gung des Kreises sind die gemein­same Wirt­schafts­för­de­rung (1961), die Orga­ni­sa­tion des Öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehrs über die Ver­kehrs­ge­sell­schaft VKU (1962), der Woh­nungsbau durch die UKBS (1979), das Kreis-Tier­heim (1979), die Abfall­be­sei­ti­gung über die MVA Hamm (1998), der Win­ter­dienst (2006) oder ganz aktuell der Umbau der För­der­schul­land­schaft.

Nicht immer ist der Kreis als Koope­ra­ti­ons­partner dabei. Ohne seine Betei­li­gung orga­ni­sieren Städte und Gemeinden z.B. die Arbeit von Musik­schulen, Volks­hoch­schulen, Ret­tungs­dienst oder Stadt­werken.

Kommunen, Kreis Unna

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