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Land fördert „Extrazeit für Bewegung“ mit über fünf Mio. Euro: Schulministerin Feller besucht TuS Elch

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    NRW-Schulministerin Dorothee Feller und LSB-Präsident Stefan Klett (Mitte) beobachten auf der Anlage des TuS Elch die Kinder bei den Bewegungsspielen, die im Rahmen des "Extra Zeit"-Programms vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW gefördert werden.  (Foto: P. Gräber - Emscherblog) 

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    Bei dem vom TuS Elch in Kooperation mit Trainer Manuel Cantón Gomez durchgeführten Angebot für Kinder und Jugendliche geht es nicht nur um Tennis, sondern um Ball- und Bewegungsspiele  aller Art. Gefördert wird die "Extra-Zeit für Bewegung" vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW. (Foto: P. Gräber - Emscherblog) 

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    TuS-Vorsitzender Rolf Mergardt, LSB-Präsident Stefan Klett, NRW-Schulministerin Dorothee Feller und Trainer Manuel Cartón Gomez (von li.) beobachten die Kinder bei ihren Bewegungsspielen, die im Rahmen der "Extra Zeit für Bewegung" vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW gefördert werden.  (Foto: P. Gräber - Emscherblog) 

    Über das mittlerweile mehr als fünf Millionen Euro umfassende Förderprogramm „Extra-Zeit für Bewegung“ unterstützt das Schulministerium NRW zusätzliche außerschulische Angebote in Sportvereinen, die auf pandemiebedingte Bewegungsdefizite von Schülerinnen und Schülern abzielen. Ein solches sportliches Gruppenangebot für Kinder bietet auch der Tennisverein TuS Elch, das als zehntausendstes Projekt gefördert wird. Aus diesem Anlass schaute heute (31. Juli) NRW-Schulministerin Dorothee Feller beim, TuS Elch vorbei, um sich vor Ort das geförderte Projekt anzusehen.

    Gemeinsam mit Holzwickedes Bürgermeisterin Ulrike Drossel, dem Präsidenten des Landessportbundes (LSB) NRW, Stefan Klett und LSB-Vorstand Martin Wonik begrüßte Rolf Mergardt, Vorsitzender des TuS Elch, die Ministerin. Mergardt stellte kurz den TuS Elch vor, der 1963 gegründet, am kommenden Samstag das 60. Vereinsjubiläum feiert und auf dem Höhepunkt des Tennisbooms 850 Mitglieder zählte. „Von dieser Zahl sind wir momentan weit entfernt“, räumte der TuS-Vorsitzende ein. „Wir haben auch nur eine kleine Jugendabteilung mit zwölf Jugendlichen. Deswegen gilt es jetzt für uns, Neumitglieder zu werben.“

    TuS Elch stellte zehntausendsten Förderantrag

    Hohe Besuch beim TuS Elch, von li.: Bürgermeisterin Ulrike Drossel, LSB-Präsident Stefan Klett mit NRW-Schulminsterin Dorothee Feller und dem 1. Vorsitzenden des TuS Elch, Rolf Mergardt. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

     Auf das Förderprogramm sei man durch Trainer Manuel Cantón Gomez aufmerksam geworden, der mit seiner Tennisschule bereits Erfahrung damit gesammelt hatte. „Wir haben uns dann beim LSB darüber informiert und sind zu einer Kooperation mit Herrn Gomez gekommen“, erklärt Rolf Mergardt. „Durch das Förderprogramm haben wir Möglichkeiten erhalten, die wir so als Verein so nicht gehabt hätten.“ Erste Erfolge hätten sich sofort gezeigt: Gleich nach Bewilligung des Förderantrages hatte der TuS Elch Kontakt zu den Schulen am Ort aufgenommen und dort auch Flyer abgegeben. „So konnten wir innerhalb kürzester Zeit die Kinder erreichen und gleich beim ersten Programm waren 16 oder 17 Kinder hier“, bestätigt der TuS Vorsitzende. „Das war eine wirklich schöne Veranstaltung und hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht.“

    Ministerin Feller erinnert an Leiden der Kinder in Pandemie

    Minister Feller betonte die Bedeutung des „Extra-Zeit“-Programms, das bereits von ihrer Vorgängerin im Amt mit zunächst zwei Mio. Euro angelegt wurde. Unter ihrer Amtszeit stockte Ministerin Feller das Programm dann auf über fünf Mio. Euro auf. „Wir dürfen ja nicht vergessen, dass wir noch vor einem Jahr um diese Zeit über den Schutz vor Corona diskutiert haben“, so Dorothee Feller.

    Danach habe sie mit ganz vielen Schulleitungen gesprochen, die ihr erklärt hätten: „Die Kinder sind alle etwas runder zurückgekommen in die Schule.“  Den Kindern dürfe man das nicht verdenken, betont die Ministerin: „Ich möchte mal in Erinnerung rufen: Es waren nicht nur die Schulen, auch die Vereine geschlossen. Es gab Phasen, da mussten wir sogar die Spielplätze schließen.“

    Deshalb sei die Förderung der Bewegungsdefizite und das Programm Extra-Zeit so wichtig. „Die Zahl von über 10.000 Anträgen unterstreicht das auch noch einmal. Das Programm läuft sozusagen wie geschnitten Brot.“ Verantwortlich dafür, dass es so gut läuft, seien aber auch der LSB und seine zahlreichen Partner vor Ort.

    LSB-Präsident lobt enge Zusammenarbeit

    LSB-Präsident Stefan Klett überreichte der Ministerin ein kleines Schweinchen als Maskottchen und Symbol für den „inneren Schweinehund“, den es nicht nur im Sport zu überwinden gilt. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

    Dieses Lob gab LSB-Präsident Stefan Klett gerne zurück: Der LSB mit seinen rund fünf Mio. Mitgliedern und die Vereine hätten in der Coronazeit eine ganze Menge mitgemacht. „Darum ist das Förderprogramm Extra-Zeit wirklich ein Segen gewesen.“  Die physischen, psychischen und auch die sozialen Umstände hätten in der Pandemie zu einer „massiven Verschlechterung in den Vereinen“ geführt. „Deswegen sind wir sehr dankbar, in enger Abstimmung mit dem Schul- und Bildungsministerium agieren zu können“, so Stefan Klett weiter.

    Denn dies sei ein weiterer wichtiger Aspekt des Extra-Zeit-Förderprogramms: „Darüber haben Schule und Sportvereine zusammengefunden“, betont der LSB-Präsident: „Diese Landesregierung macht mit der ressortübergreifenden Zusammenarbeit wirklich ernst.“ Zuvor sei der Ansprechpartner für den LSB allein das Jugendministerium und die Staatskanzlei gewesen. Nun sei die Zusammenarbeit insbesondere auch mit dem Schulministerium sehr eng. Dies sei darum so wichtig, weil die Kinder, die der LSB erreichen will, in der Schule sind.

    Vom Antrag zur Bewilligung in drei bis vier Tagen

    Als Ergebnis dieser neuen Zusammenarbeit konnte der LSB ein eigenes Portal im Internet einrichten, auf dem die Förderanträge der Vereine angenommen werden, wie LSB-Vorstand Martin Wonik erläuterte. „Von der Antragstellung bis zum Zuwendungsbescheid dauerte es nicht mehr als drei bis vier Tage.“ In dieser Geschwindigkeit könnten die Bezirksregierungen das nicht. „Es ist also immer sehr schnell gegangen, was als sehr positiv empfunden worden ist.“ Der LSB-Vorstand schwärmt geradezu: „Eine absolut super Partnerschaft, die es in dieser Form so in den letzten 20 Jahren nicht gegeben hat. Wir sind der Schulministerin sehr dankbar, dass wir das Programm für die Kinder, Jugendlichen und unsere Vereine auch so umsetzen durften.“   

    Gefördert werden im Rahmen der „Extra-Zeit“ Projekte mit bis zu 500 Euro am Tag, die unterrichtsbegleitend oder in den Ferien mit mindestens zehn Teilnehmern und sechs Stunden täglich durchgeführt werden. Bislang sind 10.500 Anträge genehmigt und rd. 4,7 Mio. Euro von bereitgestellten 5,75 Mio. Euro verausgabt, wie Martin Wonik, Vorstand des Landessportbund (LSB) NRW erklärt. „Bis zum 6. August, dem Ferienende, können auch noch weitere Anträge gestellt werden.“

    Ministerin: „Sport braucht das Ehrenamt“

    Bei aller Freude über das gut funktionierende Förderprogramm wünscht sich Ministerin Feller: „Es wäre sehr schön, wenn aus dem Programm auch wieder eine Verbindung ins Vereinsleben führen würde und sich mehr Menschen dort engagieren. Der Sport braucht das Vereinsleben. Man sagt ja immer, der Breitensport braucht den Spitzensport und umgekehrt. Das setzt aber auch voraus, dass sich viele Menschen in den Vereinen engagieren. Daher gilt mein besonderer Dank den Ehrenamtlern, die sich in den Vereinen engagieren.“  

    Dem Wunsch der Ministerin kann sich LSB-Präsident Stefan Klett nur anschließend. Dazu nannte er auch ein paar konkrete Zahlen: So waren unter den rd. 5,1 Mio. Mitgliedern des LSB vor Corona gut 500.000 ehrenamtlich Tätige gewesen: Trainer, Übungs- und Jugendleiter, Vorständler usw. In der Pandemie habe der LSB rd. 120.000 dieser Ehrenamtlichen aus den unterschiedlichsten Gründen verloren.

    Ulrike Drossel sieht „echtes Vorzeige-Förderprogramm“

    Bürgermeisterin Ulrike Drossel (li.) begrüßt NRW-Schulministerin Dorothee Feller bei ihrer Ankunft auf der Vereinsanlage des TuS Elch. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

    Holzwickedes Bürgermeister bezeichnete „Extra Zeit“ als ein „echtes Vorzeige-Förderprogramm, das Kinder abholt und in Bewegung“ bringt. Bekanntlich bildeten „Körper, Geist und Seele eine Einheit“, weshalb das ein toller Ansatz sei. Über die schnelle Förderung vom Antrag bis zur Bewilligung kann Ulrike Drossel nur staunen: „Da haben wir bei der Gemeinde oft mit ganz anderen Hindernissen zu kämpfen.“

    Die Bedeutung des Ehrenamtes und den Dank an alle ehrenamtlich Tätigen unterstrich auch Holzwickedes Bürgermeisterin, verbunden mit einer Einladung zum Ehrenamtstag (15. September) im Forum. „Wir feiern diesen Ehrenamtstag alle zwei Jahre als kleines Dankeschön für alle ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde“, erklärte Ulrike Drossel der Ministerin.

    Extra-Zeit, Schulministerin


    Peter Gräber

    Dipl.-Journalist

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