Die Multisportanlage am Parkplatz Kirchstraße ist fertiggestellt und soll am Montag freigegeben werden. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Kritik der Anwohner an geplantem Bolzplatz auf Festplatz stößt auf viel Unverständnis

Die Multisportanlage am Parkplatz Kirchstraße ist fertiggestellt und soll am Montag freigegeben werden. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Vorbild für den geplanten Bolzplatz auf dem Festplatz: die Multisportanlage am Parkplatz Kirchstraße. Allerdings soll die Anlage auf dem Festplatz für das Schützenfest leicht auf- und abgebaut werden können. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.

Die deutliche Ablehnung des geplanten mobilen Bolzplatzes auf dem Festplatz durch die unmittelbar betroffenen Anwohner und ihre unverhohlene Drohung mit einer Klage stößt bei vielen Holzwickedern auf Unverständnis. Das zeigt die Resonanz auf den Bericht im Emscherblog in den Kommentarspalten und sozialen Medien. Bürgermeisterin Ulrike Drossel, an die die beiden Anwohner ebenfalls geschrieben haben, verwies auf Nachfrage auf den Stand des Verfahrens:

„Beschlossen ist noch nichts. Die Verwaltung hat zunächst nur einen Prüfauftrag von der Politik bekommen. Mehr nicht.“  Die Verwaltung werde in einer der nächsten Sitzungen des Planungs- und Bauausschusses darüber informieren, wie groß und auch wie teuer eine solche mobile Bolzplatz-Anlage ist. „Danach werden wir die Dinge dann noch einmal in aller Ruhe besprechen.“

Zunächst nur Prüfauftrag

Was die rechtliche Beurteilung angeht, sei „die Verwaltung der Ansicht, dass eine solche mobile Bolzplatzanlage „planungsrechtlich zulässig“ sei im Geltungsbereich des Bebauungsplanes 8a „Gemeindliche Mitte“. Eine Nutzung als Bolzplatz sei darin vorgesehen. Darüber sei die „Politik im Planungs- und Bauausschuss auch entsprechend informiert“ worden, so die Bürgermeisterin weiter.  „Es ist aber auch gesagt worden, dass hier vermutlich auf eine Einzelfallentscheidung hinausläuft. Deshalb werden wir auch darüber noch reden müssen.“

Bürgermeisterin sieht keinen Zeitdruck

Zeitdruck sieht Ulrike Drossel allerdings nicht. „Hintergrund ist ja, dass der Bolzplatz an der Montanhydraulikstraße für das Sportforum aufgegeben wird. Deshalb hat die SPD den Antrag gestellt, einen mobilen Bolzplatz auf dem Festplatz einzurichten. Das Sportforum kommt ja auch noch nicht. Darum ist jetzt auch keine Eile bei dem Bolzplatz geboten.“

Darauf, wie das fünfseitige Schreiben der Anwohner an die Politik und Verwaltung zu bewerten ist, wollte Ulrike Drossel nicht weiter eingehen. Nur so viel: „Eines ist wieder ganz deutlich geworden: Die Anwohner lehnen den Bolzplatz ab. Sie wollten keine Kita, keine Rollschuhbahn und auch keine Gokart-Veranstaltung und sind eigentlich gegen alles. Selbst dann, wenn es etwas für die Jugend der Gemeinde sein soll.“

Auch SPD-Fraktionschef Michael Klimziak, dessen Fraktion den Bolzplatz für den Festplatz beantragte, war heute spürbar angefressen wegen des Schreibens seines Parteifreundes Karl-Gustav Mölle an die Holzwickeder Politik und Verwaltung, in dem dieser mit juristischen Schritten drohte, falls der Bolzplatz auf dem Festplatz gebaut würde. Inhaltlich wollte Klimziak dazu gar keine Stellungnahme abgeben. „Wir sind von der Verwaltung informiert worden, dass eine Realisierung der Anlage rechtlich zulässig ist. Alles weitere soll nun die Verwaltung klären. Wenn das Ergebnis vorliegt, berät die Politik nochmal und entscheidet dann.“

Bolzplatz, Bürgermeisterin, Festplatz


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Kommentar

  • Die Stadt Dortmund hat ein gutes Beispiel gegeben, wie die lärmgeplackten Bürger geschützt werden können. Zwischen Sportplatz und Wohnblock wurde in Dortmund-Husen eine 4 Meter hohe Lärmschutzwand errichtet. Leider wurde den Anwohner der ungetrübte Ausblick genommen.

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