Kreiskämmerer übergibt geprüften Gemeindehaushalt 2020 frühzeitig

Kreis­di­rektor und ‑käm­merer Mike-Seba­stian Janke (3.v.l.) und Sabine Schetter vom Steue­rungs­dienst des Kreises (2.v.l.) über­gaben heute den geprüften Gemein­de­haus­halt 2020 an Bür­ger­mei­sterin Ulrike Drossel und den stv. Käm­merer Andreas Hein­rich (r.) sowie Uwe Nett­len­busch (Leiter Tech­ni­sche Dienste) (Foto: P. Gräber – Emscher­blog)

Kreis­di­rektor und Kreis­käm­merer Mike-Seba­stian Janke und Sabine Schetter vom Steue­rungs­dienst des Kreises über­gaben den Holzwickeder Haus­halts­plan 2020 nach ein­ge­hender Prü­fung heute (30. Januar) an Bür­ger­mei­sterin Ulrike Drossel und den stell­ver­tre­tenden Käm­merer der Gemeinde, Andreas Hein­rich. „Eine haus­halts­recht­liche Geneh­mi­gung ist nicht erfor­der­lich“, stellt der Kreis­käm­merer sicht­lich zufrieden fest. „Es gibt keine grund­sätz­li­chen Bedenken gegen die Haus­halts­füh­rung“ der Gemeinde.

Wie denn auch: Um ihre finan­zi­elle Situa­tion dürften die Gemeinde viele andere Kom­munen beneiden. Ist es der Gemeinde doch seit 2014 zum siebten Mal hin­ter­ein­ander gelungen, einen in Ein­nahmen und Aus­gaben aus­ge­gli­chenen Haus­halt vor­zu­legen. Wobei es dem Kreis­käm­merer natür­lich nicht ent­gangen ist, dass der erneute Aus­gleich nur des­halb mög­lich war, weil die Kreis­um­lagen noch einmal etwas gesenkt wurden.

Haushaltsausgleich im siebten Jahr in Folge gelungen

Ein Extralob gab es für den Ver­treter des erkrankten Käm­me­rers Chri­stian Grimm: Andreas Hein­rich und seine ver­blie­benen Leute haben trotz großer per­so­neller Pro­bleme „her­vor­ra­gende Arbeit gelei­stet“, so Janke.

Bemer­kens­wert: Der Gemein­de­haus­halt ist nicht nur aus­ge­gli­chen, son­dern weist auch recht hohe Inve­sti­tionen von rd. 13,8 Mio. Euro aus, wobei der Löwen­an­teil davon auf den Rat­haus-Neubau ent­fällt. Diese Inve­sti­tionen sind zwar über Kre­dite finan­ziert. „Aber dafür tut sich ja auch etwas und es werden neue Werte geschaffen“, so der Kreis­käm­merer. Außerdem hat die Gemeinde Holzwickede inzwi­schen alle Liqui­di­täts­kre­dite abge­löst und keine Alt­schulden mehr, die so viele Kom­munen im Revier erdrücken.

Der Grund für diese gesunden Gemein­de­fi­nanzen sind die sehr guten Gewer­be­steu­er­ein­nahmen der Gemeinde und die Gewer­be­ge­biet direkt gegen­über dem Flug­hafen, mit denen die Gemeinde „gesegnet“ sei, so der Kreis­käm­merer. Aller­dings: Die guten Gewer­be­steu­er­ein­nahmen sind Segen und Fluch zugleich, wie er fest­stellt: Denn Schlüs­sel­zu­wei­sungen vom Land kann die Gemeinde Holzwickede bei derart guten Steu­er­ein­nahmen nicht mehr erwarten.

Frühzeitige Freigabe der Haushaltsmittel

Die Über­gabe des geprüften Gemein­de­haus­haltes zu diesem frühen Zeit­punkt hat einen großen Vor­teil: Die im Haus­halt vor­ge­se­henen Inve­sti­tionen können auch früh­zeitig umge­setzt werden. Für Uwe Nett­len­busch, den Leiter der Tech­ni­schen Dienste, der Holzwickedes Bei­geord­neten Bernd Kasischke heute ver­trat, ein ganz neues Gefühl, wie er ein­räumte: „Ich habe ja bisher nur in Kom­munen mit unaus­ge­gli­chenen Haus­halten gear­beitet, wo die Haus­halts­mittel oft erst im Sommer frei­ge­geben wurden. Es ist wirk­lich sehr ange­nehm, schon so früh über alle Haus­halts­mittel ver­fügen zu können.“ 

Wie der stell­ver­tre­tende Käm­merer Andres Hein­rich erläu­tert, hat es auch bei den Jah­res­rech­nungen eine Umstel­lung gegeben: „Den Jah­res­ab­schluss 2019 haben wir schon am 15. Januar gemacht und nicht erst im März. Darum können wir ihn auch schon im Juni beschließen und nicht erst im Dezember. Wir sind also ein halbes Jahr früher fertig als sonst damit.“

Haushalt 2020


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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