Das Kreis-Umweltamt appelliert: Angeln ja, aber nicht mit Magneten. Magnetangeln ist nur mit einer Genehmigung erlaubt und stellt eine Gefahr für Tier und Mensch dar. (Foto: Pixabay)

Kreis-Umweltamt warnt: Magnetangeln eine Gefahr für Tier und Mensch

Das Kreis-Umweltamt appelliert: Angeln ja, aber nicht mit Magneten. Magnetangeln ist nur mit einer Genehmigung erlaubt und stellt eine Gefahr  für Tier und Mensch dar.  (Foto: Pixabay)
Das Kreis-Umweltamt warnt: Angeln ja, aber nicht mit Magneten. Magnet­an­geln ist nur mit Geneh­mi­gung erlaubt und stellt eine Gefahr für Tier und Mensch dar. (Foto: Pixabay)

Das Angeln mit Magneten nach Metall, das im Fluss gelandet ist, ist auch im Kreis Unna ein Trend. Immer mehr Men­schen möchten sich für die Umwelt ein­setzen und Schrott aus den Flüssen holen – eigent­lich eine gute Idee. Doch für das Leben unter Wasser kann das in einer Kata­strophe enden. Und je nach „Fang“ kann es auch für den Angler selbst lebens­ge­fähr­lich werden. 

Wenn ein schwerer Magnet von einer Brücke geworfen wird, sieht der Angler nicht, wo er hin­fällt. Muscheln, Krebse, kleine Lebe­wesen werden womög­lich zer­quetscht. Und wird der Magnet mit anhaf­tenden Metall­teilen einige Meter durch das Fluss­bett gezogen, wird das Fluss­bett und alles, was dort liegt, durch­pflügt“, warnen die Experten vom Fach­be­reich Natur und Umwelt. Klar ist dann, dass die im Schlamm und am Boden lebende Tiere ver­letzt oder getötet, schäd­liche Sedi­mente auf­ge­wir­belt und Pflanzen zer­stört werden. 

Magnetangeln bedarf Genehmigung

Schon aus diesem Grund sollten die Men­schen, die aus Umwelt­schutz­gründen Magnete in das Wasser werfen, den Plan noch einmal über­denken. Ein genauer Blick in das Gesetz­buch zeigt außerdem: Werden feste Stoffe wie etwa Fahr­räder, Tre­sore oder Schilder aus dem Gewässer ent­nommen, muss eine Geneh­mi­gung von der Umwelt­be­hörde her. Der Grund: Die im Gesetz so genannte „Gewäs­ser­ei­gen­schaft“ wird ver­än­dert, d.h. Pflanzen zer­stört, Sedi­mente auf­ge­wir­belt und Tiere geschä­digt. 

Zudem dürfen viele Bereiche an den Ufern ent­lang der Flüsse im Kreis Unna gar nicht oder nur ein­ge­schränkt betreten werden, weil es sich z.B. um Natur­schutz­ge­biete han­delt. Im Bereich von Kanälen müssen außerdem die Schiff­fahrts­ämter betei­ligt werden. Werden gar alte Münzen, Helme oder andere archäo­lo­gisch inter­es­sante Gegen­stände gehoben, müssen recht­liche Fragen geklärt werden – es gibt z.B. eine Mel­de­pflicht.

Lebensgefahr durch Munition

Es ist nicht unwahr­schein­lich, dass Magnet­angler auch die ein oder andere Schuss­waffe aus dem Fluss ziehen“, warnt der Fach­be­reich Natur und Umwelt. Wer damit falsch umgeht, ris­kiert sein Leben. Immer wieder werden rostige Gewehre, Gra­naten oder Muni­tion aus dem zweiten Welt­krieg in den hie­sigen Gewäs­sern gefunden. Nur Waf­fen­ex­perten können ein­schätzen, ob davon noch eine Gefahr aus­geht oder nicht. PK | PKU

Magnetangeln


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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