Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion haben sich bei einem Besuch vom baulichen Zustand der Karl-Brauckmann-Schule in Holzwickede überzeugt: "Es besteht zweifelsfrei dringender Handlungsbedarf." (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de) Karl-Brauckmann-Schule

Kreis-CDU für Erhalt und Modernisierung kreiseigener Förderschulen

Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion haben sich bei einem Besuch  vom baulichen Zustand  der Karl-Brauckmann-Schule in Holzwickede überzeugt: "Es besteht zweifelsfrei dringender Handlungsbedarf." (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)  Karl-Brauckmann-Schule
Ver­treter der CDU-Kreis­tags­frak­tion haben sich bei einem Besuch vom bau­li­chen Zustand der Karl-Brauck­mann-Schule in Holzwickede über­zeugt: „Es besteht zwei­fels­frei drin­gender Hand­lungs­be­darf.“ (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de) (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Auch die CDU-Kreis­tags­frak­tion Unna spricht sich für den Erhalt und die Moder­ni­sie­rung der kreis­ei­genen För­der­schulen mit dem För­der­schwer­punkt „gei­stige Ent­wick­lung“ (GE) aus. Der Kreis Unna betreibt zwei sol­cher Schulen, die Karl-Brauck­mann-Schule in Holzwickede und die Fried­rich-von – Bodel­schwingh-Schule in Berg­kamen-Heil. Die Gebäude beider Schulen sind sanie­rungs­be­dürftig. „Es war daher eine rich­tige Ent­schei­dung, die Haus­halts­mittel für die Sanie­rung der Karl-Brauck­mann-Schule auch auf die Fried­rich-von-Bodel­schwingh-Schule aus­zu­weiten“, ver­weist Wil­fried Feld­mann, bau­po­li­ti­scher Spre­cher der CDU-Kreis­tags­frak­tion, auf einen Antrag der Christ­de­mo­kraten zum Haus­halt 2020, der vom Kreistag beschlossen wurde.

Gemeinsam mit dem Frak­ti­ons­vor­sit­zenden Wil­helm Jas­per­n­eite hatte sich Feld­mann im Laufe der Woche den bau­li­chen Zustand der beiden Schul­ge­bäude ange­schaut. „Es besteht zwei­fels­frei drin­gender Hand­lungs­be­darf“, so Feld­mann.

Inklusion: Wahlfreiheit der Eltern unverzichtbar

Hinzu kommt, dass die Fried­rich-von-Bodel­schwingh-Schule aus allen Nähten platzt. „In Berg­kamen-Heil werden der­zeit über 300 Schü­le­rinnen und Schüler beschult. Die Schule ist aber nur auf die Hälfte der Schü­ler­zahl aus­ge­legt“, erklärt Peter Dörner, schul­po­li­ti­scher Spre­cher der CDU-Frak­tion. Daher stehen die Christ­de­mo­kraten der Neu­grün­dung einer Schule mit dem För­der­schwer­punkt GE grund­sätz­lich positiv gegen­über. „Über den Standort und die Frage, ob ein still­ge­legtes Schul­ge­bäude reak­ti­viert wird oder wir einen Neubau erstellen, müssen wir natür­lich noch intensiv bespre­chen“, so Dörner.

Wichtig ist den Christ­de­mo­kraten, das Thema der schu­li­schen Inklu­sion nicht nur unter bau­li­chen Gesichts­punkten zu dis­ku­tieren. Des­halb ist von der Frak­tion ein Grund­satz­be­schluss gefasst worden:

Inklu­sion im Sinne der UN-Behin­der­ten­kon­ven­tion meint gleich­be­rech­tigte und indi­vi­du­elle Teil­habe. För­der­schulen und Inklu­sion stehen dabei nicht im Gegen­satz zuein­ander. Denn die schu­li­sche Inklu­sion muss vom Kind aus gedacht werden und nicht von der Insti­tu­tion aus. Ent­schei­dend sind das Wohl der Kinder und Jugend­li­chen sowie deren kon­kreten, indi­vi­du­ellen Bedarfe. Jedes Kind muss die Mög­lich­keit haben, nach seinen Bedürf­nissen, in seiner Geschwin­dig­keit und in den Rah­men­be­din­gungen zu lernen, die es braucht. Wir bekennen uns zum Wahl­recht der Eltern. Als Schul­träger sehen wir uns in der Pflicht die Vor­aus­set­zungen dafür zu schaffen, dieses Wahl­recht zu ermög­li­chen.

Grunsatzbeschluss im Kreistag am 23. Juni

Dieser Beschluss steht im Ein­klang mit der Beschluss­lage unserer Landes- und Bun­des­partei. Mit Blick auf das gesetz­lich ver­an­kerte Wahl­recht der Eltern sind die För­der­schulen des Kreises Unna auch zukünftig wich­tiger und unver­zicht­barer Bestand­teil einer inklu­siven Schul­land­schaft“, erklärt Wil­helm Jas­per­n­eite, Vor­sit­zender der CDU-Frak­tion im Kreistag Unna.

Es sei wichtig das Thema Inklu­sion prag­ma­tisch zu behan­deln. Die För­der­schulen im Kreis Unna böten ein bedarfs­ge­rechtes Angebot für Schü­le­rinnen und Schüler mit Behin­de­rungen. Sie lei­sten eine gute Arbeit. „An ideo­lo­gi­schen Gra­ben­kämpfen zula­sten der betrof­fenen Kinder, Eltern und Lehrer werden wir uns nicht betei­ligen“, so Jas­per­n­eite.

Ein Grund­satz­be­schluss zur Wei­ter­ent­wick­lung der För­der­schulen mit dem För­der­schwer­punkt „gei­stige Ent­wick­lung“ soll am 23. Juni 2020 vom Kreistag gefasst werden. Peter Dörner wagt einen Aus­blick: „Es ist auch zukünftig richtig ein bedarfs­ge­rechtes Angebot für Schü­le­rinnen und Schüler mit Behin­de­rungen vor­zu­halten. Die För­der­schulen des Kreises Unna müssen im Zuge der Umset­zung der schu­li­schen Inklu­sion fort­lau­fend wei­ter­ent­wickelt werden. Hier sind ins­be­son­dere auch Mög­lich­keiten der Öff­nung der För­der­schulen (Stich­wort „umge­kehrte Inklu­sion“) zu prüfen.“

Förderschulen, Kreis-CDU


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kontakt

Mobil: +49 (170)  9 03 26 14

E-mail: info@emscherblog.de

Folgen Sie uns

Archiv