Dezernent für Bauen und Umwelt des Kreises: Ludwig Holzbeck. (Foto: Kreis Unna)

Kreis-Abfallgebühren 2022 stabil: Kommunen müssen rd. 22,16 Mio. Euro entrichten

Dezernent für Bauen und Umwelt des Kreises: Ludwig Holzbeck. (Foto: Kreis Unna)
Dezernent für Bauen und Umwelt des Kreises: Ludwig Holzbeck. (Foto: Kreis Unna)

Die Kreisverwaltung hat die Abfallgebühren für 2022 kalkuliert und der Kreistag dem Rechenwerk am 14. Dezember zugestimmt. Die Summe, die die Kommunen an den Kreis entrichten müssen, beträgt rund 22,16 Millionen Euro.  

Abfall muss nicht nur eingesammelt, sondern – soweit möglich – verwertet oder die verbleibende Menge schadlos beseitigt werden. Die Kosten für Verwertung und Beseitigung sind ein Baustein in der Gebührenrechnung der für das Einsammeln von Abfall und Wertstoffen zuständigen Städte und Gemeinden.  

Für das Jahr 2022 ergeben sich zum Vorjahr leicht erhöhte Gesamtkosten in Höhe von rund 22.167.000 Euro.  

„Allerdings stehen dem Verrechnungseffekte sowie erwartete Erlössteigerungen in der Altpapier- (680.000 Euro) und Altkleidersammlung (150.000 Euro) entgegen, mithin also eine Entlastung von rund 510.000 Euro gegenüber dem laufenden Jahr“, erklärt Umweltdezernent Ludwig Holzbeck.  

Insbesondere freut er sich, dass hiermit die abfallwirtschaftliche Prämisse des Kreises „stoffliche Verwertung hat Vorrang vor weiteren Verwertungs- und Behandlungsschritten“, sich wieder auszahlt. Dies wird auch zukünftig weiterhin zusammen mit der Kreisabfallgesellschaft GWA konsequent umgesetzt.  

Restmüll

Allein beim Restmüll rechnet der Kreis fürs kommende Jahr mit Verbrennungskosten von rund 10,1 Millionen Euro, hinzu kommen noch Kosten für Transport und Unterhaltung, so dass sich die Position Restmüll auf ca. 14,8 Millionen Euro summiert. Gegenüber dem laufenden Jahr wird von 54.620 Tonnen Restmüll und damit von einer leicht geringeren Menge als 2021 ausgegangen. Unterm Strich beträgt der Gebührensatz ab Januar 246,28 Euro pro Gewichtstonne.  

In dem leicht gestiegenen Gebührensatz enthalten sind auch die Kosten der Wertstofftonne von ca. 990.000 Euro bei einer kalkulierten Tonnage von 3.630 Tonnen. Durch die verbesserte Nachfrage nach Recyclingmaterial ist hier mit einer leichten Kostensenkung zu rechnen.  

Sperrmüll

Beim Sperrmüll geht der Kreis von 22.405 Tonnen und damit einem leicht steigenden Aufkommen für die Aufbereitung und Sortierung, insbesondere von Holz und Metall, aus. Für die sich aus zwei Komponenten zusammensetzende Sperrmüllgebühr heißt das: Insoweit kann die Gebühr 2022 mit 75,30 Euro um fast 3 Euro pro Gewichtstonne reduziert werden. Hier macht sich die verbesserte Nachfrage nach Materialien, insbesondere nach Holz und Metall, in einer leicht gesunkenen leistungsbezogenen Gebühr bemerkbar.

Bioabfall-Menge steigt

Auch beim Bioabfall gibt es eine erwartete Mengensteigerung. So steigt der Gebührensatz bei gestiegener Tonnage von 26.700 Tonnen gering auf 105,97 Euro je Gewichtstonne. Ziel des Kreises, der Kommunen und der GWA ist es weiterhin, qualitativ gute Bioabfallmengen zu steigern und somit der zweifachen Wertschöpfung von Vergärung und Kompostierung zuzuführen. Hier zeigen sich Erfolge durch die bereits in einigen Kommunen angelaufene Kampagne, mehr Biotonnen „unter die Leute“ zu bringen, was zu einer messbar höheren Tonnage führt.  

Beim Grünabfall wird mit stabilen Mengen von 12.470 Tonnen gerechnet, dadurch werden die Vergärungsanlagen weiterhin gut ausgelastet. Die Gebühren steigen ab Januar leicht auf 79,87 Euro pro Gewichtstonne.  

Positive Veränderungen bei Altpapier

Der Verkauf von Altpapier bringt im Vergleich mit dem vergangenen Jahr durch die gestiegene Nachfrage nach Altpapier wieder deutlich mehr: Den zu verrechnenden Erlös, der an die Kommunen weitergegeben wird, kalkuliert der Kreis für das kommende Jahr mit 870.177 Euro bei einem gemittelten Erlösanteil von 52,77 Euro pro Gewichtstonne (2021: 10,78 Euro) und einer erwarteten Tonnage von 16.490 Tonnen.

Altkleidermarkt erholt sich

Ähnlich erfreulich sieht es bei den Altkleidern aus: Eine Erholung des Marktes durch gestiegene Nachfrage nach Alttextilien bewirkt, dass bei der Verrechnung mit den Kommunen für das Jahr 2022 wieder höhere Erlöse von ca. 240.600 Euro erwartet werden (2021: 86.000 Euro), die der Kreis kostenmindernd an die Kommunen weitergibt. Erwartet wird eine Tonnage von gut 1.800 Tonnen, ähnlich der vergangenen Jahre. Die nicht mehr durch das System zu deckenden Sammelkosten werden weiterhin durch die Kommunen getragen.  

Holzbeck macht nochmals deutlich, dass alle auf den Entsorgungsanlagen des Kreises angelieferten Abfälle gegenüber den Städten und Gemeinden über verwogene Mengen abgerechnet werden. Jede Tonne vermiedener Abfall spart Entsorgungsgebühren. PK | PKU

Kreis-Abfallgebühren

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