Eine Helfer des DRK Ortsvereins führt einen Corona-Schnelltest im Perthes-Haus durch. Das DRK führt ein- bis zweimal pro Woche solche Tests in der Einrichtung weg durch. (Foto: DRK Holzwickede)

Kostenlose Schnelltests für alle Holzwickeder vorläufig noch graue Theorie

Eine Helfer des DRK Ortsvereins führt einen Corona-Schnelltest im Perthes-Haus durch. Das DRK führt ein- bis zweimal pro Woche solche Tests in der Einrichtung weg durch. (Foto: DRK Holzwickede)
Eine Helfer des DRK Ortsvereins führt einen Corona-Schnelltest im Perthes-Haus durch. Kostenlose Schnelltests sollen seit Anfang der Woche auch für alle anderen Bürgereinmal in der Woche möglich sein. Wo und wie, weiß vor Ort noch niemand. (Foto: DRK Holzwickede)

Seit Anfang dieser Woche (ab 8.3.) können sich alle Bürgerinnen und Bürger auch mindestens einmal wöchentlich mit einem Schnelltest kostenlos testen lassen. Durchgeführt werden die Tests laut Bundesgesundheitsministerium in den Testzentren der Gesundheitsämter vor Ort oder von beauftragten Dritten (z.B. Apotheken, Ärzte). Die Kosten übernimmt der Bund. Soweit die graue Theorie. Die Praxis in Holzwickede sieht noch ganz anders aus.

Tatsächlich ist die Situation in hohem Maße unbefriedigend, wie auch der stellvertretende Fachbereichsleiter Ordnung, Bürgerservice und Soziales der Gemeinde Holzwickede weiß: „Die Leute wollen natürlich wissen, wo sie diese Schnelltestes machen können und wie es dann weitergeht“, sagt Torsten Doennges.

Gemeinde und Kreis haben noch keine Informationen

Fakt ist allerdings: „Wir wissen hier vor Ort noch von nichts. Aktueller Stand ist, dass wir noch keinerlei Informationen zu den angekündigten Schnelltests haben.“ Unbedingt beunruhigt ist Torsten Doennges, der auch das lokale Impfzentrum in der Hilgenbaumhalle organisiert, darum aber noch nicht. „Es ist ja während dieser Pandemie schon häufiger vorgekommen, dass wir genauso wenig Informationen haben wie die Bürger und Informationen auch erst zu einem Zeitpunkt erfahren wie alle anderen auch.“

Dabei wäre es „natürlich schon ein Vorteil“, wenn die Gemeinde einen Informationsvorsprung vor ihren Bürgern hätte, wie der stellvertretende Fachbereichsleiter süffisant anmerkt. Denn das Verfahren der Schnelltests, davon geht Doennges stark aus, wird zentral über die Gemeinde koordiniert oder zumindest nicht an ihr vorbei durchgeführt werden müssen. „Es gibt ja schon eine Corona-Testverordnung. Wir wollen natürlich von den Erfahrungen mit den Schnelltests aus den Heimen und Kliniken bei den privaten Schnelltests profitieren.“

„Es ist ja während dieser Pandemie schon häufiger vorgekommen, dass wir genauso wenig Informationen haben wie die Bürger und Informationen auch erst zu einem Zeitpunkt erfahren wie alle anderen auch.“

– Torsten Doennges (stv. Fachbereichsleiter)

Allerdings räumt der stellvertretende Fachbereichsleiter auch ein: „Einfach so übertragen lassen sich diese Erfahrungen nicht auf private Schnelltests.“ Es sei schließlich etwas etwas ganz anders, ob man Schnelltests in einem geschlossenen Altenheim oder zum Beispiel an einem Stand auf dem Marktplatz durchführt.“

Die Gemeinde steht auch mit dem Kreis-Gesundheitsamt in Kontakt, wo man derzeit aber auch noch keine weiteren Informationen zu den Schnelltest hat. Torsten Doennges verspricht aber: „Sobald wir etwas mehr wissen, werden wir auch sofort informieren.“

Schnelltests


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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