Regisseur Çağdaş Eren Yüksel ist nach den Filmvorführungen zur Gesprächsrunde vor Ort. (Foto: Daniel Roos)

Kommunales Integrationszentrum (KI) lädt ein: Filmvorführung „Gleis 11“ für Schulen und Abendvorstellung

Regisseur Çağdaş Eren Yüksel ist nach den Filmvorführungen zur Gesprächsrunde vor Ort. (Foto: Daniel Roos)

Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei, lädt das Kommunale Integrationszentrum (KI) Kreis Unna zur Filmvorführung von „Gleis 11“ ins Kinorama in Unna ein. Am Montag, 22. November findet um 10.30 Uhr eine Schulvorstellung und um 19.30 Uhr eine Abendvorstellung des Films von Regisseur Çağdaş Eren Yüksel statt.  

Wie war das damals vor 60 Jahren, als die ersten „Gastarbeiter“ in Deutschland ankamen? Welche Ängste und Hoffnungen hatten sie? Wie viele von diesen Geschichten kennen wir heute noch? Ist die 4. Generation „angekommen“? In „Gleis 11“ nimmt Regisseur Çağdaş Eren Yüksel die Zuschauer mit auf die Suche nach seinem Großvater, eine Reise durch die Republik – und die Zeit.  

Der Film aus dem Jahr 2018 zeigt ein Portrait aus sechs Perspektiven über die ersten Jahre in einer neuen Heimat, über Einsamkeit, Hoffnungen, Träume und Ängste. Ein Film, der der Großeltern-Generation eine Stimme verleiht, die in der deutschen Öffentlichkeit wenig zu Wort gekommen ist. Die Vorstellung dauert 60 Minuten, im Anschluss ist jeweils eine 40-minütige Gesprächsrunde mit dem Regisseur geplant.  

Anmeldung und Tickets

Am Montag, 22. November finden zwei Filmvorführungen im Kinorama, Massener Straße 32-38 in Unna statt. Für die Schulvorstellung um 10.30 Uhr ist eine Anmeldung bis Donnerstag, 18. November beim KI an Sevgi Kahraman-Brust per E-Mail an sevgi.kahraman-brust@kreis-unna.de erforderlich. Für die Abendvorstellung um 19.30 Uhr gibt es kostenfreie Tickets unter www.kultur-in-unna.de. Für beide Vorstellungen gilt die 3G-Regel und außerhalb des Sitzplatzes Maskenpflicht. PK | PKU

  • Hintergrund: Am 30. Oktober 1961 schlossen Deutschland und die Türkei ein bilaterales Anwerbeabkommen. Bis heute prägt es die Gesellschaften in beiden Ländern. Das 60-jährige Jubiläum ist ein Anlass zu feiern und die Lebensleistung der „Gastarbeiter*innen“ und der Folgegenerationen zu würdigen. „Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen.“ Dieser berühmte Satz des ebenso berühmten Max Frisch aus dem Jahr 1965 traf einen Nerv. Frisch hatte bereits damals verstanden, dass die Beschäftigungspolitik der 1960er- und 1970er-Jahre zu kurz gedacht war. Dieser 60. Jahrestag soll vor allem an die erste Generation der Menschen erinnern, die dieses Land zu ihrer Heimat machten. Denn ein türkisches Sprichwort sagt: „Heimat ist nicht da wo Du geboren bist, sondern da, wo Du satt wirst.“  

    In seiner Festrede sagte der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, dass „die Geschichten der Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter einen angemessenen Raum in unseren Schulbüchern und in unserer Erinnerungskultur verdient; eine Randnotiz wird ihrem Beitrag für unser Land nicht gerecht. Wenn wir ihre Geschichten erzählen, als integralen Teil der Geschichte dieser Republik, dieses Landes, erst dann verstehen wir unser aller Geschichte.“ Alle Gastarbeiter, ob aus der Türkei, aus Italien, dem ehemaligen Jugoslawien, Griechenland, Spanien, Portugal, Vietnam oder Angola – sie alle sind Teil der deutschen Geschichte. Sie alle haben ihren Beitrag dazu geleistet, dass Deutschland so ist, wie es heute ist: stark, bunt, großartig. (KI Kreis Unna)

Gleis 11, KI

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