Mit den vom Kreis vorgesehenen Schutzstreifen für Radfahrer an beiden Seiten der Fahrbahn wäre ein Parken nicht mehr zulässig: der Landweg in Holzwickede. (Foto: F. Brockbals)

Mit Fahrradschutzstreifen kein Parken mehr im Landweg: CDU fordert Bericht über Dialog mit dem Kreis

Mit den vom Kreis vorgesehenen Schutzstreifen für Radfahrer an beiden Seiten der Fahrbahn wäre ein Parken nicht mehr zulässig: der Landweg in Holzwickede. (Foto: F. Brockbals)
Mit den vom Kreis vorgesehenen Schutzstreifen für Radfahrer an beiden Seiten der Fahrbahn wäre ein Parken auf dem Landweg (Foto) nicht mehr zulässig. (Foto: F. Brockbals)

Die Ankündigung der Verwaltung im Verkehrsausschuss am 17. November vorigen Jahres, dass der Kreis Unna im Zuge seines Radverkehrskonzeptes einen beidseitigen Schutzstreifen auf dem Landweg anlegen wird, kam wohl für alle Fraktionen ziemlich überraschend. Die CDU hakt jetzt nach und hat eine Berichterstattung der Verwaltung zum Dialog mit dem Kreis Unna in dieser Sache beantragt.

In besagtem Ausschuss sei „erstmalig von dem Vorhaben des Kreises Unna berichtet (worden), dass im Rahmen der Umsetzung des angepassten Radverkehrskonzeptes ein beidseitiger Schutzstreifen für Radfahrer an der Straße Landweg geplant und im Jahr 2022 umgesetzt werden soll“, begründet die CDU-Fraktionen ihren Antrag.

Ca. 45 Parkplätze gehen verloren

Die Zielsetzung des Radverkehrskonzeptes des Kreises sehe „die Stärkung der klimafreundlichen Mobilität, die Förderung und den Erhalt der Mobilität für alle“ sowie „die Erhöhung der Attraktivität des Radverkehrs“ vor. Die Umsetzung der geplanten Maßnahme hätte deshalb zur Folge, „dass ein Halten oder Parken von Kraftfahrzeugen auf dem Landweg rechtswidrig und verboten ist“, so CDU-Fraktionschef Frank Markowski.

„Die CDU-Fraktion befürwortet die Stärkung der klimafreundlichen Mobilität, hat aber auch die Interessen und Sorgen der Anwohner des Landwegs fest im Blick und zu vertreten, denen durch diese Maßnahme die Abstellmöglichkeiten ihrer benötigten Kraftfahrzeuge (ca. 45 Kraftfahrzeuge) genommen wird“, heißt es in dem Antrag weiter.  Zudem kommt für die CDU „eine Verlagerung der Parkverkehre vom Landweg auf die angrenzenden Gemeindestraßen nicht in Betracht, da diese bereits heute nicht unerheblich belastet“ sind.

Kompromisslösung im Sinne der Anlieger nötig

In dem interfraktionellen Abstimmungsgespräch nach den Klausurberatungen am 1. Dezember sei „von der Verwaltung zugesagt“ worden, „dass die Gemeinde mit dem Kreis Unna einen diesbezüglichen Dialog führen wird“, so Markowski. „Hierüber bitten wir Bericht im nächsten Fachausschuss zu erstatten.  

Sollten die Gespräche zwischenzeitlich noch nicht geführt worden sein, fordern wir die Verwaltung auf, schnellstmöglich den dringlichen Dialog mit dem Kreis Unna zu vereinbaren, um hinsichtlich des Vorhabens und der geschilderten Prämisse nach einer einvernehmlichen Kompromisslösung, im Sinne der betroffenen Anwohner am Landweg, zu suchen und im Anschluss daran im Fachausschuss zu berichten.“

Landweg, Schutzstreifen


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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