Die nächste größere Renovierungsmaßnahme, diesmal im Inneren, steht an: die katholische Liebfrauenkirche. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Katholische Liebfrauenkirche wird umfangreich renoviert: Gläubige müssen in evangelische Kirche umziehen

Die nächste größere Renovierungsmaßnahme, diesmal im Inneren, steht an: die katholische Liebfrauenkirche. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Die nächste größere Renovierungsmaßnahme, diesmal im Inneren, steht an: die katholische Liebfrauenkirche. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Die katholische Liebfrauenkirche muss im Inneren umfangreich renoviert werden. Da die Liebfrauenkirche während der Renovierungsarbeiten von den Gemeindemitgliedern nicht genutzt werden kann, werden die Heiligen Messen während der Renovierungsmaßnahme in der evangelischen Kirche am Markt stattfinden. Wann die Bauarbeiten beginnen, steht allerdings noch nicht genau fest.

 Die Genehmigung des Erzbistums Paderborn liegt seit Ende Mai vor, so Wilfried Brinkmann, Mitglied im Kirchenvorstand der Liebfrauengemeinde. „Wir können uns jetzt mit Volldampf um den Start der Renovierungsmaßnahmen kümmern. Die Aufträge dazu sind schon frühzeitig an die Baufirmen und Handwerker vergeben worden. Wir hoffen natürlich, dass die Maßnahme inzwischen nicht viel teurer geworden ist.“  Insgesamt rund 900.000 Euro sind dafür bisher veranschlagt.

Einrüstung im Inneren nötig

Der Umfang der notwendigen Sanierungsmaßnahmen ist nicht ohne, wie Brinkmann erklärt. „Das Wichtigste sind sicher die Elektroarbeiten. Die alte Elektrik ist teilweise so alt wie Kirche und seit dem Bau noch nie erneuert worden. Es gibt auch Risse im Gewölbe der Kirche, einige Steinstücke sind schon herausgefallen. Schließlich müssen auch die Kabel der neuen Lautsprecheranlage ordentlich untergebracht werden und ist auch ein neuer Anstrich fällig“, so Brinkmann weiter. „Wenn das alles gemacht ist, dürfte es wieder für die nächsten 100 Jahre reichen.“

Für umfangreichen Bauarbeiten muss die Liebfrauenkirche eingerüstet werden. „Zweimal haben wir das ja schon erlebt“, erinnert Brinkmann. Noch vor Pfingsten sollte mit dem Ausräumen der Liebfrauenkirche begonnen werden. „In der Übergangszeit hat uns die evangelische Kirchengemeinde freundlicherweise angeboten, die Kirche am Markt nutzen zu können“, sagt Brinkmann. „Der genaue Zeitplan für die Renovierungsarbeiten ist noch offen. Der hängt von den Handwerkern und Baufirmen ab.“

Genauer Zeitplan noch offen

Der gemeinsame Pfarrgemeinderat der beiden katholischen Kirchengemeinde Liebfrauen und St. Stephanus hat für die Übergangszeit der anstehenden Innenrenovierung in Abstimmung mit dem Kirchenvorstand folgende Gottesdienstordnung beschlossen:

  • Samstags, 18 Uhr – Wortgottesdienstfeier in St. Stephanus
  • Sonntags, 9.30 Uhr – Heilige Messe in der ev. Kirche Am Markt
  • Sonntags, 11 Uhr – Heilige Messe in St. Stephanus
  • Werktags — alle Heiligen Messen in der ev. Kirche Am Markt
  • Donnerstags – Messen in den jeweiligen Altenheimen
  • Taufen und Hochzeiten – nach individueller Absprache in St. Stephanus
  • Beerdigungsgottesdienste und -andachten – St. Stephanus oder Friedhofskapelle     

„Der besondere Dank des Kirchenvorstandes“, so Klaus Lucka, „gilt den evangelischen Mitchristen für die Überlassung ihrer Kirche im ökumenischen Geist.“ 

Die Gottesdienste hätten zur Not auch im Alois-Gemmeke-Haus stattfinden können. Der Pfarrgemeinderat habe jedoch in seinen Überlegungen den Wunsch berücksichtigt, das Alois-Gemmeke-Haus für die weiteren gemeindlichen Aktivitäten zur Verfügung zu haben, so Lucka weiter. „Diese Aktivitäten waren bereits durch die Pandemie lange eingeschränkt. Deshalb wäre es schön, sobald es die Pandemie zulässt, wenn das Alois-Gemmeke-Haus von den Gruppierungen wieder genutzt werden könnte und keine Einschränkungen für die gottesdienstliche Nutzung bestehen.“

Liebfrauenkirche


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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