essante Gespräche am Rande der Vertragsunterzeichnung am in Aachen, v.li.: Jochen Hake mit Dr. Margarete Mehdorn (Präsidentin des Bundesverbandes der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften VDFG für Europa e.V.) und Reinhard Sommer, dem Vorsitzenden des Deutsch-Französischen Ausschusses im Rat der Gemeinden Europas in Deutschland (RGRE). Foto: privat)

Jochen Hake Zeuge eines historischen deutsch-französischen Moments

essante Gespräche am Rande der Vertragsunterzeichnung am in Aachen, v.li.: Jochen Hake mit Dr. Margarete Mehdorn (Präsidentin des Bundesverbandes der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften VDFG für Europa e.V.) und Reinhard Sommer, dem Vorsitzenden des Deutsch-Französischen Ausschusses im Rat der Gemeinden Europas in Deutschland (RGRE). Foto: privat)
Am Rande der Ver­trags­un­ter­zeich­nung in Aachen war Netz­werken ange­sagt, v.li.: Jochen Hake mit Dr. Mar­ga­rete Meh­dorn (Prä­si­dentin des Bun­des­ver­bandes der Ver­ei­ni­gung Deutsch-Fran­zö­si­scher Gesell­schaften VDFG für Europa e.V.) und Rein­hard Sommer, dem Vor­sit­zenden des Deutsch-Fran­zö­si­schen Aus­schusses im Rat der Gemeinden Europas in Deutsch­land (RGRE). Foto: privat)

Für Jochen Hake, den Vor­sit­zenden der FDP-Rats­frak­tion und des Freun­des­kreises Holzwickede-Lou­viers war die Ein­la­dung nach Aachen zur Unter­zeich­nung des deut­sche-fran­zö­si­schen Freund­schafts­ver­trages eine große Ehre und die Erneue­rung der Freund­schaft beider Länder sicher auch eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit. 

Doch bevor Hake und die anderen gela­denen Gäste dem Festakt bei­wohnen konnten, war zunächst Warten ange­sagt. Auf­grund der lei­digen, aber not­wen­digen Sicher­heits­maß­nahmen war das Erscheinen der etwa 400 bis 500 Gäste um 8 Uhr mit einem erheb­li­chen zeit­li­chen Vor­lauf erfor­der­lich. Jochen Hake nutzte die rund drei­stün­dige War­te­zeit schon einmal für anre­gende Gespräche. Grö­ßere Pro­teste habe es wohl weniger als erwartet vor dem Aachener Rat­haus gegeben. Drinnen im Königs­saal „haben wir kaum etwas mit­be­kommen“, meint Jochen Hake. „Nur ab und zu war mal eine Tril­ler­pfeife zu hören.“ Pro Euro­päer von Pulse of Europe mit ihren blau-gelben Fahnen seien aber min­de­stens ebenso viele da gewesen wie die Gegner, die so genannten Gelb­we­sten. Deren Zahl schätzt Hake auf „etwa 100 bis 150 – übri­gens alles Deut­sche“.

Vertrag enthält auch konkrete Verbesserungen

Geschichte bin Reich­weite: Hinter Angela Merkel und Emma­nuel Macron der franz. Aussen­mi­ni­ster Jean Yves Le Drian, vorne links: EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Jean Claude Juncker. (Foto: privat)

Dass der Ver­trag zwi­schen beiden Län­dern noch vor der Euro­pa­wahl im Mai unter­zeichnet worden ist, war aus Sicht von Jochen Hake wichtig und ein klares Bekenntnis zu einem ver­einten Europa. Das hätten Emma­nuel Macron und Angela Merkel auch in ihren Reden deut­lich gemacht. Über­haupt sei „eine große Ernst­haf­tig­keit zu spüren gewesen, gemeinsam für ein geeintes Europa ein­zu­stehen“, findet Hake. Die Ver­trags­un­ter­zeich­nung sei ja auch kei­nes­wegs als Allein­gang von Deutsch­land und Frank­reich miss­zu­ver­stehen, wie es etwa die fran­zö­si­sche Rechte um Marine Le Pen unter­stellt. Viel­mehr könne man als Pro-Euro­päer froh sein, dass Deutsch­land und Frank­reich sich mit ihrem engen Schul­ter­schluss zum Motor für ein gemein­sames Europa auf­schwingen, wie es der rumä­ni­sche Prä­si­dent Klaus Johannis, der die EU-Rats­prä­si­dent­schaft aktuell innehat, in seiner Rede zum Aus­druck brachte.

Viele fragen sich ja auch, was der in ein­ein­halb Jahren aus­ge­ar­bei­tete Freund­schafts­ver­trag beinhaltet, weiß Jochen Hake. Für den Freun­des­kreis-Vor­sit­zenden bildet der Ver­trag eine gute Grand­lage für die Zusam­men­ar­beit beider Länder. „In dem Ver­trag sind auch viele Ele­mente ent­halten, die Emma­nuel Macron schon vor ein­ein­halb Jahren in seiner Sor­bonne-Rede gefor­dert hat.“ Das habe auch Angela Merkel in ihrer Rede aus­drück­lich betont.

Macron glaubwürdig als überzeugter Europäer

Ein kon­kretes inhalt­li­ches Bei­spiel, das Hake aus­drück­lich begrüßt, sind etwa die Bür­ger­fonds. „Über diese Bür­ger­fonds werden finan­zi­elle Mittel für Aus­tausch- und andere part­ner­schaft­liche Pro­jekte bereit­ge­stellt“, erläu­tert Jochen Hake. „Als Zivil­ge­sell­schaft in Holzwickede haben wir zwar auch bisher schon keine Pro­bleme gehabt, finan­zi­elle Unter­stüt­zung zu bekommen. Aber in anderen Kom­munen sieht das ganz anders aus. Mit den Bür­ger­fonds können aber ab 2020 alle gesell­schaft­li­chen Gruppen für alle Arten deutsch-fran­zö­si­sche Begeg­nung För­der­mittel bean­tragen, unab­hängig von einer Städ­te­part­ner­schaft.“

Auch wurde ver­trag­lich ver­ein­bart, die Part­ner­spra­chen gegen­seitig wesent­lich besser zu för­dern und unter­stützen. „Da bin ich wirk­lich mal gespannt, wie das gere­gelt werden soll“, meint Jochen Hake. „Denn es fehlt in beiden Län­dern ein­fach an den nötigen Lehr­kräften, um die jeweils andere Sprache zu ver­mit­teln.“

Was der Freun­des­kreis-Vor­sit­zende von der Ver­an­stal­tung am Dienstag in ASa­chen mit­ge­nommen hat: Anders als Angela Merkel habe Emma­nuel Macron mit viel Empa­thie über­zeu­gend das Gefühl ver­mit­telt, ein über­zeugter Euro­päer zu sein, so Jochen Hakes Ein­druck. Er selbst habe die Ver­an­stal­tung nutzen können, um „unheim­lich viel zu netz­werken“, neue Kon­takte zu knüpfen und alte auf­zu­fri­schen.

Freundeskreis


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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