Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Holzwickede, Manuela Hubrach (4.v.l.), und ihre Kolleginnen aus dem Kreis Unna machen Mut, das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ anzurufen. (Foto: Kreis Unna)

Internationaler Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“: Häusliche Gewalt auch vor Ort

Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Holzwickede, Manuela Hubrach (4.v.l.), und ihre Kolleginnen aus dem Kreis Unna machen Mut, das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ anzurufen. (Foto: Kreis Unna)
Die Gleich­stel­lungs­be­auf­tragte der Gemeinde Holzwickede, Manuela Hub­rach (4.v.l.), und ihre Kol­le­ginnen aus dem Kreis Unna machen Mut, das Hil­fe­te­lefon „Gewalt gegen Frauen“ anzu­rufen. (Foto: Kreis Unna)

Welt­weit setzen sich Men­schen am 25. November, dem inter­na­tio­nalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ für die Besei­ti­gung von Gewalt und Dis­kri­mi­nie­rung an Frauen ein. Auch in Holzwickede werden immer wieder Fälle häus­li­cher Gewalt poli­zei­lich erfasst, so die Gleich­stel­lungs­be­auf­tragte der Gemeinde, Manuela Hub­rach.

Gewalt gegen Frauen ist immer noch trau­riger Alltag, jede vierte Frau im Alter von 16 bis 85 Jahren wurde bereits zum Opfer. Häus­liche Gewalt ist sowohl kör­per­lich als auch see­lisch beson­ders bela­stend, weil sie zu Hause statt­findet – an einem Ort, der eigent­lich Schutz und Gebor­gen­heit ver­mit­telt.

Nur ca. 20 Pro­zent der betrof­fenen Frauen nutzen die ver­schie­denen Bera­tungs­mög­lich­keiten, auch des­halb ist seit einigen Jahren das wie­der­keh­rende Motto des 25. November „Wir bre­chen das Schweigen“.

Die aktu­ellen Zahlen der Kreis­po­li­zei­be­hörde Unna belegen, dass es auch in Holzwickede zu Fällen häus­li­cher Gewalt kommt. Zwi­schen dem 1. Januar und dem 31. Oktober 2019 doku­men­tierte die Polizei in Holzwickede 26 Ein­sätze wegen häus­li­cher Gewalt, wei­terhin wurden vier Woh­nungs­ver­wei­sungen aus­ge­spro­chen. Eine Infor­ma­tion der Polizei an die Frau­en­be­ra­tungs­stelle in Unna ist in diesem Jahr noch nicht not­wendig gewesen. 2018 erfolgte dies aller­dings sieben Mal.

Wichtig bleibt es, die Bera­tungs­an­ge­bote bekannt zu machen und betrof­fene Frauen und Fami­lien zu ermu­tigen, sich früh­zeitig Unter­stüt­zung zu holen“, sagt die Gleich­stel­lungs­be­auf­tragte der Gemeinde.

Da geht zum einen über das Hil­fe­te­lefon 08000116016, das 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr kosten­frei erreichbar ist und auch die Mög­lich­keit bietet, sich online per E‑Mail und Chat zu jeder Zeit anonym, kom­pe­tent, sicher und bar­rie­re­frei beraten zu lassen (www.hilfetelefon.de) oder auch über die Frauen- und Mäd­chen­be­ra­tungs­stelle in Unna unter Tel. 02303 /​8 22 02 oder unter www.frauenforum-unna.de.


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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