Internationaler Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen und Mädchen“

Anlässlich des Internationalen Gedanktages hängen aucvh vo0r dem Rathaus in Holzwickede Flaggen. (Foto: M. Hubrach)
Anlässlich des Internationalen Gedenktages „NEIN zu Gewalt an Frauen und Mädchen“ wurde auch am Rathaus in Holzwickede geflaggt. (Foto: privat)

Anlässlich des  Internationalen Gedenktages „NEIN zu Gewalt an Frauen und Mädchen“ am 25. Novembers 2016 hängen auch vor dem Holzwickeder Rathaus die Fahnen „frei leben – ohne Gewalt“.

Seit mehr als 30 Jahren setzen sich Menschen an diesem Tag weltweit für die Beseitigung von Gewalt und Diskriminierung  an Frauen ein. So auch in Deutschland, wo Gewalt gegen Frauen noch immer trauriger Alltag ist. Jede dritte Frau ist von  körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen. Rund 25 Prozent aller Frauen erleben Gewalt in ihrer Partnerschaft. Mehr als die Hälfte der Frauen wurde mindestens einmal im Leben sexuell belästigt.

„Häusliche Gewalt gehört leider für Frauen immer noch zum Alltag, auch hier in Holzwickede“ so die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Holzwickede, Manuela Hubrach. Nach den aktuellen Zahlen der Polizei gab es in den ersten zehn Monaten diesen Jahres in Holzwickede 20 Einsätze, zweimal wurde der Täter der Wohnung verwiesen.

20 Einsätze wegen häuslicher Gewalt in zehn Monaten

Bis Ende Oktober hatte die Polizei kreisweit 277 Einsätze und sprach 85 Wohnungsverweisungen aus. Die Frauenberatungsstelle des Frauenforums Unna wurde in diesem Zeitraum 54mal informiert.

Das Frauenforum im Kreis Unna e. V. bietet professionell abgestimmte Hilfen für Frauen und Mädchen. Zu den Einrichtungen gehören die Frauen- und Mädchenberatungsstelle Tel. 02303 / 8 22 02 mit der online-Beratung (www.frauenforum-unna.de), außerdem das Frauenhaus, täglich 24 Stunden erreichbar unter Tel. 02303 / 77 891-50, die FrauenRäume sowie die Frauenübernachtungsstelle Tel. 0 23 03  77 8 91-30.

Kostenlos und auch anonym ist das bundesweite Hilfetelefon unter der Rufnummer 08000116016 rund um die Uhr in mittlerweile 15 Sprachen erreichbar.

„Da nur 20 % der gewaltbetroffenen Frauen die bestehenden Beratungsangebote nutzen, weil sie vielleicht auch den Weg zu den Einrichtungen vor Ort scheuen, ist es ein weiteres Ziel dieser Aktion, das Hilfetelefon weiter bekannt zu machen.“


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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