Integration durch Bildung: Großes Interesse am Fachtag

Landrat Makiolla begrüßte die zahlreichen Teilnehmer des Fachtags Integration durch Bildung. (Foto: A. Hunke – Kreis Unna)

Landrat Makiolla begrüßte die zahl­rei­chen Teil­nehmer des Fach­tags Inte­gra­tion durch Bil­dung. (Foto: A. Hunke – Kreis Unna)

(PK) Bil­dung ist ein wich­tiger Faktor, wenn Inte­gra­tion gelingen soll. Das war die Kern­bot­schaft eines Fach­tages, den das Schulamt für den Kreis Unna gemeinsam mit dem Kom­pe­tenz­team Unna und der Schul­psy­cho­lo­gi­schen Bera­tungs­stelle für den Kreis Unna orga­ni­sierte.

Rund 100 Leh­re­rinnen und Lehrer aller Schul­formen aus dem Kreis Unna nahmen teil und doku­men­tierten das große Inter­esse am Thema. „Inte­gra­tion in die Gesell­schaft ist kein ein­sei­tiger Pro­zess. Inte­gra­tion bedeutet Ver­än­de­rung für die Men­schen, die neu in eine Gesell­schaft kommen, und Ver­än­de­rung für die Men­schen, die bereits Teil dieser Gesell­schaft sind.“ Mit diesen Worten lei­tete Susanne Wes­sels, Schul­amts­di­rek­torin im Kreis Unna, den Fachtag ein.

Inte­gra­tion in die Gesell­schaft ist kein ein­sei­tiger Pro­zess. Inte­gra­tion bedeutet Ver­än­de­rung für die Men­schen, die neu in eine Gesell­schaft kommen, und Ver­än­de­rung für die Men­schen, die bereits Teil dieser Gesell­schaft sind.“

Susanne Wes­sels, Schul­amts­di­rek­torin im Kreis Unna

Landrat Michael Makiolla machte in seinem Gruß­wort deut­lich, dass die Auf­nahme und Inte­gra­tion so vieler Flücht­linge in so kurzer Zeit für alle Betei­ligten eine große Her­aus­for­de­rung dar­stelle, die nur gemeinsam zu bewäl­tigen sei. Er brachte den anwe­senden Leh­re­rinnen und Leh­rern seinen Respekt und seine Wert­schät­zung für ihren wich­tigen Bei­trag bei der Inte­gra­tion neu zuge­wan­derter Kinder und Jugend­li­cher zum Aus­druck.

Keine Rezepte bei Traumatisierungen: Offenheit wichtig

Anschlie­ßend refe­rierte der Trau­ma­the­ra­peut Joa­chim Sobotta über Trau­ma­ti­sie­rungen bei Kin­dern und Jugend­li­chen mit Flucht­er­fah­rungen und stellte anhand von anschau­li­chen Bei­spielen aus der eigenen Praxis fest: „Jedes Kind ist anders und braucht etwas anderes, es gibt keine Rezepte. Offen­heit gegen­über den Kin­dern ist wichtig – eine gute Bezie­hung zu Leh­re­rinnen und Leh­rern kann viel Sta­bi­lität bieten.“

Nach einem kleinen Imbiss konnten sich die Lehr­kräfte zehn unter­schied­li­chen Work­shops zuordnen, um sich über prak­ti­sche Erfah­rungen in der schu­li­schen Arbeit mit neu zuge­wan­derten Kin­dern und Jugend­li­chen aus­zu­tau­schen. Dabei ging es in den Work­shops von ganz kon­kreten Fragen z.B. zum Deutsch­un­ter­richt über all­ge­meine Infor­ma­tionen zum Asyl­ver­fahren bis zur Schaf­fung einer Will­kom­mens­kultur an Schulen. Dabei konnten die Teil­nehmer gegen­seitig von posi­tiven Erfah­rungen und Bei­spielen der Kol­legen pro­fi­tieren, wie die kurze Aus­wer­tung am Ende der Ver­an­stal­tung zeigte.

Die Band der Ludwig-Uhland-Real­schule (Red Tears) ließ den erfolg­rei­chen Fachtag musi­ka­lisch aus­klingen.

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