Integration durch Bildung greift auch bei Lehrkräften mit einem abgeschlossenen Studium, mit teilweise langjähriger Berufserfahrung und hoher Motivation. Im Rahmen einer Feierstunde im corona-bedingt kleineren Kreis erhielten vorige Woche 15 neue Lehrerinnen und Lehrer mit Fluchtgeschichte einen Anstellungsvertrag an Schulen im Regierungsbezirk, zwei davon auch im Kreis Unna.

Integration durch Bildung: 15 internationale Lehrkräfte erhalten Arbeitsverträge

Die neuen Lehrkräfte sowie Absolventinnen und Absolventen mit Christiane Kampelmann-Springer (1. Reihe, Mitte) und weiteren Projektpartnern. (Foto: Bezirksregierung Arnsberg)
Die neuen Lehr­kräfte sowie Absol­ven­tinnen und Absol­venten mit Chri­stiane Kam­pel­mann-Springer (1. Reihe, Mitte) und wei­teren Pro­jekt­part­nern. (Foto: Bezirks­re­gie­rung Arns­berg)

Inte­gra­tion durch Bil­dung greift auch bei Lehr­kräften mit einem abge­schlos­senen Stu­dium, mit teil­weise lang­jäh­riger Berufs­er­fah­rung und hoher Moti­va­tion. Im Rahmen einer Fei­er­stunde im corona-bedingt klei­neren Kreis erhielten vorige Woche 15 neue Leh­re­rinnen und Lehrer mit Flucht­ge­schichte einen Anstel­lungs­ver­trag an Schulen im Regie­rungs­be­zirk, zwei davon auch im Kreis Unna.

Zeit­gleich wurden sieben Lehr­kräfte des ersten Durch­gangs des Arns­berger Pilot­pro­jektes „ILF – Inter­na­tio­nale Lehr­kräfte För­dern“ mit der Über­gabe der Nach­weise ihrer erfolg­rei­chen Teil­nahme am Pro­gramm, mit schu­li­scher Aus­bil­dung und eigens ein­ge­rich­tetem Qua­li­fi­zie­rungs­an­gebot, ver­ab­schiedet. Damit können sie jetzt regulär im Schul­dienst starten.

Ins­ge­samt werden und wurden damit bisher in dem Pro­jekt durch die Bezirks­re­gie­rung Arns­berg 42 Lehr­kräfte geschult. Das Pro­jekt läuft inzwi­schen in allen fünf Regie­rungs­be­zirken.

Sieben Lehrkräfte schließen Projekt erfolgreich ab

Um neue Lehr­kräfte zu gewinnen, Lehr­kräfte mit Flucht­hin­ter­grund wei­ter­zu­qua­li­fi­zieren und eine Brücke zur Bewer­bung auf eine Ein­stel­lung zu bauen, ent­wickelte die Bezirks­re­gie­rung Arns­berg das Pilot­pro­jekt „ILF-Inter­na­tio­nale Lehr­kräfte För­dern“. „Die Diver­sität der Schü­ler­schaft muss sich bei den Lehr­kräften spie­geln – um das besser zu gewähr­lei­sten, ist unser Pro­jekt ein wich­tiger Bau­stein“, betonte die zustän­dige Dezer­nentin Chri­stiane Kam­pel­mann-Springer.

Die Teil­neh­menden des Pro­jekts werden als Teil­zeit­kräfte befri­stet auf maximal zwei Jahre in den Man­gel­fä­chern Mathe­matik, Chemie, Physik, Eng­lisch, Fran­zö­sisch, Kunst und Sport ein­ge­stellt. Davon unter­richten die Lehr­kräfte zwölf Stunden, begin­nend im Team-Tea­ching und zuneh­mend selbst­ständig. Zudem nehmen sie an Fort­bil­dungen zur Methodik und Didaktik und am eigens ent­wickelten Kurs „Deutsch als beruf­liche Sprache“ am Dort­munder „Zen­trum für schul­prak­ti­sche Leh­rer­aus­bil­dung“ teil.

Wir qua­li­fi­zieren Lehr­kräfte, die in ihren Hei­mat­län­dern eine her­vor­ra­gende fach­liche Aus­bil­dung genossen haben, für das deut­sche Schul­sy­stem weiter. Ins­be­son­dere die Leh­rer­rolle und Unter­richts­me­thoden, wie zum Bei­spiel das koope­ra­tive oder das indi­vi­dua­li­sierte Lernen, sind für die Lehr­kräfte mit Flucht­hin­ter­grund häufig noch unge­wohnt. Des­halb ist Kern des Pro­gramms eine enge indi­vi­du­elle Beglei­tung auch in der schu­li­schen Praxis. Das ILF-Pro­jekt ist eine echte Berei­che­rung“, betont Chri­stiane Kam­pel­mann-Springer.

Bezirksregierung, Integration

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