Hat das Bürgebegehren gegen die Kita im Emscherpark angemeldet: Peter Steckel (M.), Initiator der Initiative Pro Park mit Unterstützern. (Foto: privat)

Initiative Pro Park meldet erfolgreichen Start des Bürgerbegehrens

Hat das Bürgebegehren gegen die Kita im Emscherpark angemeldet: Peter Steckel (M.), Initiator der Initiative Pro Park mit Unterstützern. (Foto: privat)
Haben das Bür­ge­be­gehren gegen die Kita im Emscher­park ange­meldet: Peter Steckel (M.), Initiator der Initia­tive Pro Park mit Unter­stüt­zern. (Foto: privat)

Die Initia­tive Pro Park hat in der ver­gan­genen Woche damit begonnen, gegen den Bau der Kin­der­ta­ges­stätte auf der Grün­fläche süd­lich des Park­platzes Kirch­straße Unter­schriften zu sam­meln. Das Ergebnis der beiden Samm­lungen am Dienstag (20.11.) und Freitag (23.11.) wertet die Initia­tive als Erfolg: „Etwa 20 Pro­zent der benö­tigten 1301 Unter­schriften sind bereits gesam­melt, etliche Bürger haben sich Listen aus­hän­digen lassen, um in der Fami­lien und Bekann­ten­kreis wei­tere Unter­schriften zu sam­meln“, zieht Peter Steckel Zwi­schen­bi­lanz.

Wir haben einen guten Zuspruch von Bür­gern erhalten, gute Wün­sche und natür­lich auch Unter­schriften für den Erhalt des Parks. Selbst­ver­ständ­lich unter­stützt nicht jeder unser Bür­ger­be­gehren, aber die mei­sten Men­schen, die wir ange­spro­chen haben, haben durchaus positiv reagiert“, so Steckel weiter. Ulrike Beren­burg, die bei den ersten Sam­mel­ak­tionen dabei war, meint: „Natür­lich gibt es auch Park­gegner, denen wir ein Dorn im Auge sind. So kann es auch schon mal eine abfäl­lige Bemer­kung oder Geste sein, mit der ein freund­lich ange­spro­chener Pas­sant unser Anliegen quit­tiertet. Das spornt uns aber nur umso mehr an wei­ter­zu­ma­chen.“

Über 200 Unterschriften gesammelt

Auch Sascha Lipp­mann unter­stützt die Initia­tive: „Ich selbst bin Vater von kleinen Kin­dern und wohne in der Gemein­de­mitte. Aber ich möchte auch für meine Kinder diese Frei­fläche erhalten – auch wenn sie ihre Kin­der­gar­ten­zeit in den Con­tai­nern ver­bracht haben. Klar, das ist nicht ideal, aber wenn der Park erst einmal bebaut ist wird es nie wieder solch eine Fläche hier im Zen­trum geben.“

Gut drei Jahre lang hat die Suche nach einem geeig­neten Standort für die neue Kita gedauert, wobei das Kreis-Jugendamt den größten Bedarf dafür in der Gemein­de­mitte sieht. Nach langem Hin und Her hat sich der Rat der Gemeinde schließ­lich auf die Wiese süd­lich der Mul­tis­port­an­lage im Emscher­park geei­nigt, nachdem ein wei­terer Stand­ort­vor­schlag der Ver­wal­tung im Park ver­worfen wurde, weil meh­rere Bäume dafür fallen sollten. Doch es gibt „sicher­lich überall in Holzwickede noch Flä­chen, die dem Bedarf noch näher kommen“, glaubt dagegen Sascha Lipp­mann. „Ich per­sön­lich meine, dass im Norden die Kita viel drin­gender benö­tigt wird.“

Das nächste Treffen der Bür­ger­initia­tive Pro Park findet am Montag (26. November) um 18 Uhr im Logi­stik Aus­bil­dungs­zen­trum NRW GmbH, Schä­fer­kamp­straße 20, 59439 Holzwickede statt.

Bürgerbegehren, Kita, Pro Park


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Comments (7)

  • Ich weiss natür­lich nicht was ein­zelne Mit­glieder und Sym­pa­thi­santen der BI „Pro Park“ ein­nehmen aber gesund ist das nicht. Es führt zu einer ver­fälschten Wahr­neh­mung.
    Da ist z.B. ein Fami­li­en­vater, der seine Kinder auf der Hun­de­scheiß­wiese spielen lassen möchte. Inmitten der Hunde und deren Hin­ter­las­sen­schaften, in den Scherben der zer­schla­genen Fla­schen und den Ziga­retten- und Joint­kippen die von den aso­zialen Jugend­li­chen anstatt in den Müll, auf die Wiese geworfen werden. Sehr ver­ant­wor­tungs­voll.
    Oder da ist eine Unter­schrif­ten­samm­lerin, die Bür­ge­rinnen und Bürger mit anderer Mei­nung als „Park­gegner“ bezeichnet. Wobei die BI selbst nicht Müde wird, Gebets­müh­len­artig darauf hin­zu­weisen, dass man ja nicht gegen Kinder sei, son­dern „nur“ gegen eine Kita auf diesem Hun­deklo. Die BI sollte sich „Anti-Kita“, „ gegen Kinder“ oder „wir sind gegen alles, egal was“ nennen.
    Also beenden sie end­lich ihre Sinn­freie Aktion und lösen sich auf. Sie stören und gefährden den gesell­schaft­li­chen Frieden in der Gemeinde.

    Glück Auf für Holzwickede

    • Herr Holzwickeder, Sie haben nichts aber
      auch gar nichts begriffen. Die Kita könnte
      schon längst fertig sein.

      Aber in der Nähe von füh­renden SPD Mit­glie­dern darf nicht gebaut werden.

      Ich gehöre keiner Partei an, aber ich mache mir sehr grosse Sorgen, dass meinen Enkel­kin­dern, eine durch Ego­ismus zur­störte Umwelt hin­ter­lassen
      wird.

      Denken Sie, dass sich die Situa­tion im Park durch den Bau einer Kita ver­bes­sert.

      Das Gelände ist dann gar nicht mehr ein­sehbar und die Klein­kinder werden mit
      dem Kon­fron­tiert, so wie Sie es beschreiben.

      Aber dass, was Sie schreiben stimmt ein­fach nicht, ist völlig über­trieben und
      teil­weise ein­fach unwahr.

      Wenn Sie Kinder haben, dann sollten Sie
      wissen, Umwelt­schutz dient der Gesund­heit. Aber machen Sie sich keine
      Sorgen, irgend­wann schaffen sich die
      Men­schen selber ab, weil die Umwelt immer weiter zer­stört wird.
      Füh­rende Wis­sen­schaftler behaupten, dass jeder Baum, jede Grün­fläche wichtig ist. Die Men­schen müssen end­lich lernen,
      dass auch viele kleine Mass­nahmen,
      ins­ge­samt etwas Großes für die Umwelt
      bedeuten.
      Herr Holzwickeder ich wün­sche Ihnen einen schönen nach­denk­li­chen Tag.

      • Hallo Herr Schmitz,
        dass in der Nähe von füh­renden SPD-Mit­glie­dern nicht gebaut werden darf, ist natür­lich eine unhalt­bare Unter­stel­lung. Der Gemein­derat hat seinen mit großer Mehr­heit gefassten Stand­ort­be­schluss damit begründet, dass der Standort auf der Wiese im Emscher­park deut­lich attrak­tiver für die Kinder ist und auch keine Bäume mehr in nen­nens­wertem Umfang gefällt werden müssen für den Neubau. Unrichtig ist auch, dass der Park nach Bau der Kita nicht mehr ein­sehbar sein wird. Dies zur Ver­sach­li­chung der Dis­kus­sion. MFG Peter Gräber

    • NACHSATZ
      Die Initia­tive Pro­Park macht sich Sorgen
      um den Umwelt­schutz in Holzwickede.
      Legi­time demo­kra­ti­sche Mög­lich­keiten,
      die das Gesetz vor­sieht werden genutzt.
      Warum ver­su­chen wenige Bürger/​innen
      diesen demo­kra­ti­schen Pro­zess zu ver­hin­dern? Das macht mich traurig und
      betroffen.
      Die SPD, FDP und Grünen sollten sich einmal hin­ter­fragen, was sie mit ihrer
      Kli­entel-Politik ange­richtet haben.

      • Das Kli­entel dieser drei Frak­tionen sind in diesem Fall Kinder und deren Fami­lien.
        Ich möchte ja gar­nicht bestreiten das es dem/​der einen oder anderen in der BI wirk­lich um Natur­schutz geht, aber dann bitte um Natur und nicht diese Wiese die von vielen als Hun­de­wiese, Hun­deklo und Müll­platz miss­braucht wird. Das würde sich auch in Zukunft nicht ändern, also nutzt man die Fläche für etwas sinn­volles.
        Aber dem Wort­führer der BI geht es nur um sich und sich wichtig zutun und einen Feldzug gegen die SPD zu führen. Herr Steckel war selbst mal SPD-Mit­glied. Ein Mann mit Hoppys wie fliegen und Old­timer hat wohl eher weniger den Umwelt­schutz im Kopf. Das sollten mal alle hin­ter­fragen und nicht die demo­kra­ti­sche Ent­schei­dung die Kita auf eine Wiese zu bauen.
        Im übrigen habe ich sehr gut begriffen was Zeit­gemäß und nötig ist. Sie auch?

        Glück Auf für Holzwickede

  • Sehr geehrter Herr Unbe­kannt (Holzwickeder)
    ich denke, es macht wenig Sinn, die Kor­re­spon­denz mit Herrn Unbe­kannt fort­zu­setzen. Nach
    Artikel 5 GG kann jeder seine Mei­nung grund­sätz­lich frei äußern. In unserem Rechts­staat muss
    sich nie­mand hinter einem Pseud­onym ver­stecken. Was sie über Herrn Steckel schreiben, ist mir
    völlig egal. Mir geht es um die Sache, näm­lich darum, dass eine 9000 qm ver­sie­gelte Fläche nicht bebaut werden darf. Einige Meter weiter gelegen, wird eine intakte Park­land­schaft durch den Bau einer Kita zer­stört. Holzwickede gehört ver­gleichs­weise zu den Gemeinden mit den
    gering­sten Baum­be­ständen bun­des­weit! Dieser Tage sagte ein junges Mäd­chen im WDR, „der
    Baum war schon vor meiner Zeit hier und wird auch noch lange nach meiner Zeit hier sein“!
    Das junge Mäd­chen wehrte sich mit dieser Aus­sage gegen eine geplante Baum­fäl­lung in ihrer
    Gemeinde. Diese Aus­sage bestärkt mich noch weiter in meiner Auf­fas­sung, wenn Gemeinde-Mitte, dann gehört die Kita auf den Fest­platz! Auch im Inter­esse aller nach­fol­genden Genera­tionen.

  • Hallo Herr Gräber,
    vor wenigen Wochen war mir der Emscher­blog noch nicht bekannt. In den
    letzten Tagen habe ich die von Ihnen jour­na­li­stisch betreute Platt­form als teil­weise niveaulos ken­nen­ge­lernt. Wenn sich im Emscher­blog jeder Namen­lose wie der Holzwickeder aus­kotzen kann, dann ist

    für mich der Emscher­blog ab sofort
    tabu. Ihnen wün­sche ich für eine neu­trale jour­na­li­sti­sche Arbeit viel
    Erfolg.

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