IHK-Umfrage zeigt gute konjunkturelle Lage: Industrie nimmt deutlich an Fahrt auf

Die aktu­elle IHK-Umfrage zeigt: 94 Pro­zent der Unter­nehmen in Dort­mund, Hamm und dem Kreis Unna beur­teilen ihre aktu­elle Geschäfts­lage als gut oder befrie­digen: Gewer­be­ge­biet Eco Port in Holzwickede. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Ein freund­li­ches Kon­sum­klima, breite Zufrie­den­heit in allen Bran­chen und ein opti­mi­sti­scher Blick in die Zukunft – zum Jah­res­an­fang 2017 prä­sen­tiert sich die Wirt­schaft in der Region der Indu­strie- und Han­dels­kammer (IHK) zu Dort­mund in her­vor­ra­gender Stim­mung. Rund 94 Pro­zent der Unter­nehmen in Dort­mund, Hamm und dem Kreis Unna beur­teilen ihre aktu­elle Geschäfts­lage als gut oder befrie­di­gend.

Das ent­spricht dem Wert der bereits sehr posi­tiven Herbst­um­frage. Der Opti­mismus hat also nicht abge­nommen. Im Gegen­teil: Die Zahl der Betriebe, die für die kom­menden Monate sogar bes­sere Geschäfte erwarten, ist noch gewachsen. Fast jedes dritte Unter­nehmen (im Herbst war es jedes vierte) kal­ku­liert mit stei­genden Umsätzen oder Gewinnen. Pes­si­mi­stisch ist nur knapp jedes zehnte Unter­nehmen. An der neuen Kon­junk­tur­um­frage betei­ligten sich gut 140 Unter­nehmen mit rund 19.500 Beschäf­tigten.

Produktionskapazitäten sind weitgehend ausgelastet

Wäh­rend der Handel sich ange­sichts der sta­bilen Bin­nen­kon­junktur zwar opti­mi­stisch, aber nicht mehr ganz so eupho­risch wie noch im Herbst zeigt, prä­sen­tiert sich die Dienst­lei­stungs­branche voller Selbst­be­wusst­sein. Gut
47 Pro­zent (+ 15 Punkte) spre­chen von einer guten Geschäfts­lage und jeder zweite Betrieb erwartet stei­gende Umsätze. Noch mehr Opti­mismus herrscht beim Pro­du­zie­renden Gewerbe. „Auch die Indu­strie hat wieder deut­lich mehr Fahrt auf­ge­nommen“, sagt IHK-Haupt­ge­schäfts­führer Stefan Schreiber. Fast 54 Pro­zent (+ 14 Punkte) geben ihrer aktu­ellen Geschäfts­lage die Note „Gut“. Ver­zeich­neten die Unter­nehmen zuletzt sin­kende Auf­trags­ein­gänge, so ist dieser Trend inzwi­schen nicht nur gestoppt – die Indu­strie ver­meldet wieder eine deut­lich gestie­gene Nach­frage. Bei neun von zehn Unter­nehmen sind die Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­täten zu mehr als 70 Pro­zent aus­ge­la­stet, bei der Mehr­heit davon sogar zu mehr als 85 Pro­zent.

Gute Stimmung bei Exporteuren, aber neue Unsicherheiten

Positiv ist auch, wie robust die regio­nale Export­wirt­schaft in Zeiten wach­sender glo­baler Unsi­cher­heiten auf­ge­stellt ist. Die Auf­träge aus dem Aus­land haben spürbar ange­zogen, was die Stim­mung unter den Expor­teuren anhebt. Fast jedes dritte Unter­nehmen in der IHK-Region rechnet für die Zukunft mit höheren Exporten, im Herbst war es nur gut jedes fünfte. „Von Über­schwang kann aller­dings nicht die Rede sein. Sowohl die Brexit-Ver­hand­lungen als auch der sich abzeich­nende neue wirt­schafts­po­li­ti­sche Kurs der US-Regie­rung unter Donald Trump bringen Unsi­cher­heiten, die sich der­zeit nicht ver­läss­lich abschätzen lassen“, betont Stefan Schreiber. Einen aktu­ellen Trump-Effekt spie­gelt die Kon­junk­tur­um­frage nicht wider. Gut acht von zehn Unter­nehmen, die Geschäfts­be­zie­hungen zu den USA unter­halten, rechnen mit kei­nerlei nega­tiven Aus­wir­kungen in den näch­sten Monaten. Aller­dings war die Umfrage vor der offi­zi­ellen Amts­ein­füh­rung von Donald Trump abge­schlossen.

Die bevor­zugte Ziel­re­gion für Aus­lands­in­ve­sti­tionen ist und bleibt die Euro­zone. Gut 57 Pro­zent der außen­wirt­schaft­lich aktiven Unter­nehmen setzen ihre Prio­ri­täten in den Län­dern der Wäh­rungs­union, dahinter folgen Nord­ame­rika mit knapp 35 Pro­zent sowie Asien und der Pazi­fik­raum (ohne China) mit knapp 27 Pro­zent.

Bedarf an Mitarbeitern in Unternehmen steigt

Als größtes Risiko für die wirt­schaft­liche Ent­wick­lung hat jedes zweite Unter­nehmen im Wahl­jahr 2017 (NRW-Land­tags­wahl im Mai, Bun­des­tags­wahl im Sep­tember) sich ver­schlech­ternde wirt­schafts­po­li­ti­sche Rah­men­be­din­gungen aus­ge­macht. Groß ist eben­falls die Sorge, dass die Inlands­nach­frage nach­lässt. Auch der Fach­kräf­te­mangel bleibt ein Dau­er­thema – immerhin 40 Pro­zent der Unter­nehmer sehen darin ein Risiko für die Kon­junktur. Ins­be­son­dere der Handel zeigt sich beun­ru­higt. Alles in allem steigt der Bedarf an Mit­ar­bei­tern bei den Betrieben: Fast 24 Pro­zent (+ sechs Punkte) der Unter­nehmen benö­tigen mehr Beschäf­tigte, gut 15 Pro­zent (wie im Herbst) gehen von einer gerin­geren Zahl aus.

IHK

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