Dirk Vohwinkel, Leiter der IHK-Ausbildungsberatung: "Die Unternehmen bilden weiter aus, selbst wenn viele Bildungseinrichtungen geschlossen sind.“ (Foto: I. Thiel - IHK)

IHK-Umfrage: Ausbildung zeigt sich krisenresistent

Dirk Vohwinkel, Leiter der IHK-Ausbildungsberatung: "Die Unternehmen bilden weiter aus, selbst wenn viele Bildungseinrichtungen geschlossen sind.“ (Foto:  I. Thiel - IHK)
Dirk Vohwinkel, Leiter der IHK-Ausbildungsberatung: „Die Unternehmen bilden weiter aus, selbst wenn viele Bildungseinrichtungen geschlossen sind.“ (Foto: I. Thiel – IHK)

Gut 5.000 junge Menschen fangen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund mit den Städten Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna jedes Jahr eine Ausbildung in der Industrie, im Handel oder in der Dienstleistungsbranche an. Die IHK-Mitgliedsunternehmen sind mit sechs von zehn aller Auszubildenden der Ausbildungsmotor des Landes. Eine aktuelle IHK-Umfrage unter circa 3.500 Ausbildungsbetrieben in ganz Nordrhein-Westfalen macht deutlich: Auch die Corona-Krise wird daran nichts ändern.

Ausbildungsbetriebe halten Engagement aufrecht

Während Schulen und Universitäten schließen müssen, halten die Ausbildungsbetriebe ihr Engagement aufrecht. 73 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass die Ausbildung im Betrieb normal weiterläuft. Doch auch in den übrigen Fällen bedeutet Corona nicht das Ende der Ausbildung. 45 Prozent der Betriebe lassen ihre Azubis gelegentlich mobil arbeiten. Einem Auszubildenden kündigen musste hingegen bislang nur ein einziger Ausbildungsbetrieb im Bezirk der IHK zu Dortmund. Auch von Kurzarbeit versuchen die Betriebe in der Ausbildung nach Möglichkeit abzusehen: Nur 1,4 Prozent machen von dem Instrument aktuell für ihre Azubis Gebrauch.

Dirk Vohwinkel, Leiter der IHK-Ausbildungsberatung, ist deshalb sicher: „Wer sich für eine Ausbildung entscheidet, wählt einen sicheren Weg. Die Unternehmen bilden weiter aus, selbst wenn viele Bildungseinrichtungen geschlossen sind.“

Gut stehen nach Einschätzung der IHK zu Dortmund auch die Aussichten für junge Leute, die sich in diesem Jahr für eine Ausbildung entscheiden. Trotz Corona sind allein in der IHK-Lehrstellenbörse mehr als 800 freie Ausbildungsplätze für das Jahre 2020/21 registriert. Vohwinkel: „Wer jetzt nicht ausbildet, dem fehlen in Zukunft die Fachkräfte. Wenn irgendwie möglich, lassen sich die Unternehmen deshalb auch von Corona nicht von der Ausbildung abbringen.“ So stellen 86 Prozent der Unternehmen in Dortmund, Hamm und im Kreis Unna im ursprünglich geplanten Umfang Ausbildungsplätze zur Verfügung. 3,6 Prozent wollen sogar mehr Ausbildungsplätze als geplant anbieten.

Ausbildung, IHK


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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